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Einspruch Steuererklärung als unbegründet abgelehn

12.3.2012 Thema abonnieren
 Von 
Conny01
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Einspruch Steuererklärung als unbegründet abgelehn

Hallo,
nachdem ich den Steuerbescheid für 2011 bekam stellte ich fest das die Position Werbungskosten/Fahrtkosten halbiert wurde seitens des FA.

Daraufhin habe ich Einspruch eingelegt und detailliert aufgelistet wie sich die Verkehrsituation auf der kürzestens Strecke jeden Morgen darstellt und auf der von mir tatsächlich genutzten Strecke - auch diese wurde detailliert aufgeführt. Zeitsersparnis auf der verkehrsgünstigsten Strecke 20 - 35 Minuten. Abschließend habe ich die beiden Urteile des Bundesfinanzhofes zitiert (Aktenzeichen VI R19/11 und VI R 46/10 ) das ein Pendler nicht nur den kürzesten Weg zur Arbeitsstätte in den Werbungskosten ansetzen darf sondern auch den tatsächlich genutzen verkehrsgünstigeren Weg usw. usw.

Dieser Einspruch wurde jetzt als nicht begründet abgelehnt. Ich muss dabei sagen das es die letzten 10 Jahre immer ohne Beanstandung aktzeptiert wurde seitens des Finanzamtes und nie ein Einspruch nötig war.

Gleichzeitig packte der Finanzbeamte jetzt eine Ausarbeitung einer Alternativstrecke (google maps) dabei und verwies darauf das dieser Umweg nur 4 Kilometer länger wäre und das ich diese Strecke nutzen sollte.

Es ist der blanke Hohn, denn diese Strecke wurde von mir vor Jahren auch schon getestet mit dem Ergebnis das ich noch weitere 25 Minuten länger im Schnitt unterwegs war, da die Strecke jetzt fast durch die gesamte Innenstadt einer Großstadt zur Rushhour führt. Nebenbei bemerkt führt die vorgeschlagene Alternative zu rd. 80% über die kürzeste Strecke die ich nicht nutze.

Lt. Navigerät sind es auf der kürzesten Strecke 20km (Dauer ca. 62-85 Minuten), die von mir genutzte Strecke ist 39 km lang (Dauer in der Regel ca. 40 Minuten)und führt aber genau entgegengesetzt dem morgendlichen einpendeln Verkehr und hat auch nur 1/4 an Ampelanlagen wie die kürzestes Strecke.

Bei Nutzung der vorgeschlagenen Alternativstrecke wäre ich somit noch länger unterwegs.

Gleichzeitig wurde ein Schreiben zur Rücknahme des Einspruchs beigelegt.

Welche Möglichkeiten habe ich jetzt noch?

Danke
Gruss
corli


-- Editiert Conny01 am 12.03.2012 16:21

-- Editiert Conny01 am 12.03.2012 16:21

-- Editiert Conny01 am 12.03.2012 16:23

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Tom998
Status:
Lehrling
(1468 Beiträge, 935x hilfreich)

quote:
Welche Möglichkeiten habe ich jetzt noch?

Auf die Einspruchsentscheidung warten und dann vor dem Finanzgericht klagen.

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#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(39190 Beiträge, 14070x hilfreich)

quote:
Gleichzeitig wurde ein Schreiben zur Rücknahme des Einspruchs beigelegt.

Darauf kann man dann antworten, dass der Einspruch nicht zurückgenommen wird, sondern dass man eine Einspruchsentscheidung erwartet. Gegen eine formelle Einspruchsentscheidung, die ebenfalls negativ ausfällt, müsste dann geklagt werden.

In dieser Antwort kann man dann auch gleich darlegen, warum die vorgeschlagene Alternativroute ebenfalls nicht akzeptabel ist.

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#3
 Von 
Conny01
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Tao,

danke für den Tipp. Dann werde ich mal dem FA mitteilen, dass der Einspruch nicht zurückgenommen wird mit dem Hinweis das die Alternativroute gar keine Alternative ist und ich eine Einspruchsentscheidung abwarten werde.

Für mich war halt noch die Frage ab welchem Zeitpunkt weitere Kosten entstehen können. So wie es jetzt verstehe entstehen erst dann Kosten für mich wenn ich gegen die Einspruchsentscheidung Klage einreiche möchte.

Nachdem ich mich die Tage mit einem Bekannten darüber unterhalten habe, sagte mir dieser, dass es aktuell in unserer Großstadt eine "neue" interne Anweisung bei den FA gibt(von wem auch immer gibt) alle angegeben Fahrtstrecken zu Arbeitsstätten von Steuerpflichtigen auf den Kopf zu stellen. Das zeigt schon ja schon eindeutig wo der Zug hinrollt und wer für die Politik die "Milchkuh" sein soll.

Danke.
Gruss
corli



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