Einzelveranlagung oder gemeinsam mit meiner Frau?

12. September 2023 Thema abonnieren
 Von 
Pokerfan02
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Einzelveranlagung oder gemeinsam mit meiner Frau?

Moin Zusammen,

bisher mache ich die Steuererklärung von mir und meiner Frau immer selber. Wir sind seit 5 Jahren verheiratet und bisher haben wir immer eine gemeinsame Veranlagung abgegeben. Für das Jahr 2022 bin ich mir aber nun unsicher, da es letztes Jahr erhöhte Aussergewöhnliche Belastungen gab. Da ich (Mann) leider keinen Kind auf dem normalen Wege Zeugen kann, haben wir eine künstliche Befruchtung gestartet und dies hat uns im Jahr 2022 ca. 6000 Euro gekostet. Wenn ich es richtig gelesen habe liegt die zumutbare Höhe der Aussergewöhnlichen Belastung bei 7%. Ich habe 2022 knapp 100.000 Euro verdient (Steuerklasse 3) und meine Frau ca. 36000 Euro (Steuerklasse 5). Wenn ich das runter rechne, kommen wir bei 7% auf 9520 Euro zumutbare Belastungen, d.h. wir können hiervon nichts anrechnen lassen.

Wie funktioniert an der Stelle die Einzelveranlagung? Die künstliche Befruchtung wird zu 95% bei der Frau durchgeführt. Würde es nun so funktionieren, dass ich 2022 ein Einzelveranlagung von beiden mache und 95% der Kosten auf meine Frau anrechne? Dann könnte man ca. 4000 Euro bei meiner Frau anrechnen.

Funktioniert das so oder habe ich irgendwo einen Denkfehler? Wie seht ihr das?

Danke fürs Lesen und viele Grüße in die Runde.
Pokerfan

-- Editiert von User am 12. September 2023 00:44

Haben Sie sich versteuert?

Haben Sie sich versteuert?

Ein erfahrener Anwalt im Steuerrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Steuerrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47346 Beiträge, 16769x hilfreich)

Zitat (von Pokerfan02):
Wenn ich es richtig gelesen habe liegt die zumutbare Höhe der Aussergewöhnlichen Belastung bei 7%.


Es sind 6% des 51.130€ übersteigenden Betrages + 2.403€.

Zitat (von Pokerfan02):
Würde es nun so funktionieren, dass ich 2022 ein Einzelveranlagung von beiden mache und 95% der Kosten auf meine Frau anrechne?


Es würde dann funktionieren, wenn Deine Frau die Kosten zu 95% selbst trägt (§ 26a Abs. 2 Satz 1 EStG).

Zitat (von Pokerfan02):
Funktioniert das so oder habe ich irgendwo einen Denkfehler? Wie seht ihr das?


Der Splittingvorteil entfällt bei einer Einzelveranlagung. Das kann den Vorteil bei der außergewöhnlichen Belastung auffressen. Allerdings müsste man dazu eine Modellrechnung machen, was denn günstiger ist.



1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47346 Beiträge, 16769x hilfreich)

Überschlägig komme ich übrigens trotz der vermeintlich viel besseren Abzugsfähigkeit der außergewöhnlichen auf einen geringfügigen Vorteil bei der Zusammenveranlagung.

Es bleibt aber dabei, dass eine Modellrechnung erforderlich ist um zu klären, ob man nicht doch durch die Einzelveranlagung ein paar Euro sparen kann.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Pokerfan02
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Also einfach mal bei WISO beide Fälle durchspielen und schauen, welche Endsummen WISO anzeigt?

Denke auch, dass der fehlende Splittingvorteil ein größerer Nachteil wird...

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47346 Beiträge, 16769x hilfreich)

Zitat (von Pokerfan02):
Also einfach mal bei WISO beide Fälle durchspielen und schauen, welche Endsummen WISO anzeigt?


Ja, genau.

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 265.428 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
107.398 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen