Ekst-Erklärung trotz Minijob

29. Februar 2008 Thema abonnieren
 Von 
dagae
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)
Ekst-Erklärung trotz Minijob

Hallo,

für das Bafög Amt, und ich glaube auch für die Berechnung des Unterhalts spielt doch das zu versteuernde Einkommen eine Rolle, oder?

Auch wenn man keine EkSt zahlen muss, so kann es doch trotzdem Sinn machen eine EkSt-Erklärung zu machen, um so das zu versteuernde Einkommen noch weiter zu schmälern, sodass man im Schnitt nicht mehr z.B. 400€ sondern Aufgrund von Werbungskosten, Pausch-Beträgen etc. nur noch z.B. 200€ als zu versteuerendes Einkommen hat?!

Wie ist es aber, wenn ich bei meinem 400€ Job nicht auf Lohnsteuerkarte arbeite, und der AG die Pausch-Besteuerung wählt. Dann bekomm ich am Ende vom Jahr keine Lohnsteuerbescheinigung, wie kann ich dann aber eine EkSt-Erklärung machen, ohne eTin etc. für die Anlage N ?



Vielen Dank für euere Hilfe,


Liebe Grüße,
Daniel

-- Editiert von dagae am 29.02.2008 14:34:55

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6 Antworten
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#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47313 Beiträge, 16762x hilfreich)

Für den Nachweis des Einkommens ist die Vorlage eines Steuerbescheides eine einfache Möglichkeit, aber keine zwingende Voraussetzung.

In Deinem Fall eine Steuererklärung abzugeben, ist Unsinn. Der notwendige Nachweis sollte direkt durch die Vorlage der entsprechenden Unterlagen erfolgen.

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#2
 Von 
dagae
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Tao,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Heißt das, ich mache einfach "von Hand" eine Aufstellung mit den Einnahmen durch Nicht-Selbständige Arbeit ggf. zzgl. Kapitalerträge und ziehe dann hiervon den Pausch-Werbungskostenbetrag von ca. 920€ sowie den Freibetrag bei Kapitalerträgen usw. ab?


Liebe Grüße,
Daniel


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#3
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47313 Beiträge, 16762x hilfreich)

Im Prinzip ja, außer dass Du bei einem Minijob nicht die Werbungskostenpauschale von 920€ abziehen darfst.

Es kommt auch darauf an, was genau gefragt ist.

Wenn im Antrag nach dem 'zu versteuernden Einkommen' gefragt wird, dann gehört der Minijob z.B. gar nicht dazu.

Beim BaFöG wird nach der 'Summe der positiven Einkünfte' gefragt. Dazu gehören Einnahmen aus einem Minijob ebenfalls nicht.

Bei einem Unterhaltsanspruch gehören die Einnahmen aus einem Minijob jedoch dazu, da dann nach Einkünften und Bezügen gefragt wird. Dann kann z.B. auch der Sparerfreibetrag nicht gelten gemacht werden.

Die Berechnung muss also genau nach dem Begriff ausgerichtet sein, der gefragt ist. Wie man daran schon sieht ist nicht einmal in jedem Fall die Vorlage eines Steuerbescheides ausreichend.

Die Begriffe 'Einnahmen', 'Einkünfte', 'Einkommen' und 'Bezüge' scheinen nur vordergründig alle das Gleiche zu bedeuten. Tatsächlich haben diese Begriffe im Steuer- und Sozialrecht unterschiedliche Bedeutungen.

Es gibt sogar einen Unterschied zwischen der 'Summe der Einkünfte', der 'Summe der positiven Einkünfte' und dem 'Gesamtbetrag der Einkünfte'. Ebenfalls sind 'Einkommen' und 'zu versteuerndes Einkommen' zwei unterschiedliche Dinge.

-- Editiert von hh am 29.02.2008 17:09:41

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#4
 Von 
dagae
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

vielen Dank für diese sehr ausführliche Antwort! Ich habe schon in meiner BWL-Vorlesung festgestellt, dass es in der Buchhaltung große Unterschiede gibt, zwischen Einnahmen/Einzahlungen Ausgaben/Auszahlungen, Erträgen, Aufwendungen etc. ;) ) Eigentlich klar, dass es im Steuerrecht wohl auch so ist ;)

Beim BaFöG gibt es doch aber auch eine Höchstgrenze, wieviel man sich im Monat dazu verdienen darf, der Minijob muss also doch irgendwie relevant sein und berücksichtigt werden oder nicht?


Liebe Grüße,
Daniel

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#5
 Von 
Jotrocken
Status:
Junior-Partner
(5924 Beiträge, 1374x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Beim BaFöG wird nach der 'Summe der positiven Einkünfte' gefragt. Dazu gehören Einnahmen aus einem Minijob ebenfalls nicht. <hr size=1 noshade>


Woher nehmen Sie das denn? Die Minijobeinkünfte sind Einkommen nach § 2 Abs. 1 Nr. 4 EStG .

Der 400EUR-Job muss also angegeben beim Bafög-Antrag. Der Freibetrag bei Studenten-Bafög liegt bei ca. 350 EUR im Monat.

Siehe www.das-neue-bafoeg.de

-----------------
"Juristerei bedeutet, dem Gegner in Zahl und Güte seiner Argumente überlegen zu sein."

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47313 Beiträge, 16762x hilfreich)

Sorry für meine falsche Antwort. Jotrocken hat Recht.

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