Fahrkosten zum Steuerberater als Betriebsausgabe absetzbar? - 3 Varianten !

29. März 2024 Thema abonnieren
 Von 
Mallin1985
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Fahrkosten zum Steuerberater als Betriebsausgabe absetzbar? - 3 Varianten !

Hallo Liebe Steuerexperten,

ich habe eine Frage zu folgenden Sachverhalt bezüglich der Geltendmachung der Fahrkosten zum Steuerberater eines Selbstständigen.




Folgender Sachverhalt:



Der Unternehmer-X ist seit Jahren selbstständiger Einzelhändler im E-Commerce

Er wohnt in Vorhelm (Ein 4.000-Einwohner-Kaff)

Er findet einen Steuerberater im Internet der in Berlin ist und der für den Bereich E-Commerce beste Bewertungen hat

In seinem Wohnort und der Umgebung findet er keinen Steuerberater der für diesen Bereich gute Referenzen hat.

Vorhelm - Berlin sind 440 KM bei einer Einfachen Strecke. Mit Rückfahrt sind es 880 KM.




Nun gibt es 3 Varianten:



1. Variante:


Der Unternehmer-X fährt an einem Montag früh morgens zu dem Steuerberater mit dem PKW hin.

Er hat Mittags einen 1-Stündigen Termin der 200,00 Euro kostet

Er fährt danach direkt wieder mit dem PKW nach Hause.





2. Variante:


Der Unternehmer-X denkt sich:

"Ich möchte zu diesem Steuerberater in Berlin weil der so gut ist. Da ich das sowieso möchte, kann ich ja danach auch noch nebenbei meine Mutter besuchen."

Also:



Der Unternehmer-X fährt an einem Montag früh morgens zu dem Steuerberater mit dem PKW hin.

Er hat Mittags einen 1-Stündigen Termin der 200,00 Euro kostet

Er fährt danach für 1 Woche seine Mutter besuchen die ebenfalls in Berlin wohnt.

Erst danach fährt er wieder mit dem PKW nach Hause.




3. Variante:


Der Unternehmer-X denkt sich:

"Ich möchte sowieso von vornherein meine Mutter in Berlin besuchen. Da ich jetzt diesen Steuerberater im Internet gefunden habe, kombiniere ich den Besuch mal damit, da ich dann bestimmt die Fahrkosten teilweise durch die Steuer zurück kriege indem ich die als Betriebsausgabe geltend mache"

Also:



Der Unternehmer-X fährt an einem Montag früh morgens zu dem Steuerberater mit dem PKW hin.

Er hat Mittags einen 1-Stündigen Termin der 200,00 Euro kostet

Er fährt danach für 1 Woche seine Mutter besuchen die ebenfalls in Berlin wohnt.

Erst danach fährt er wieder mit dem PKW nach Hause.





Meine Fragen sind nun:


1.) In welchen der 3 genannten Varianten kann der Unternehmer-X die Fahrkosten in der EÜR und bei der Einkommenssteuer zum Steuerberater geltend machen, sodass dies auch später bei Nachfragen seitens des Finanzamtes (Egal ob durch Veranlagungsstelle oder Betriebsprüfung) anerkannt wird ?

2.) Da wo es anerkannt wird, da sind es doch 880 KM x 0,30 Cents = 264 Euro absetzbare Kosten, richtig ?



Danke schon mal im Voraus !

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47825 Beiträge, 16890x hilfreich)

Zitat (von Mallin1985):
1.) In welchen der 3 genannten Varianten kann der Unternehmer-X die Fahrkosten in der EÜR und bei der Einkommenssteuer zum Steuerberater geltend machen, sodass dies auch später bei Nachfragen seitens des Finanzamtes (Egal ob durch Veranlagungsstelle oder Betriebsprüfung) anerkannt wird ?

Nur in Variante 1 und auch bei der kann es sein, dass die Fahrt durch zusätzlich Belege glaubhaft gemacht werden muss.
Es ist daher hilfreich, wenn man sowohl von der Hin- als auch auf der Rückfahrt Quittungen vorlegen kann, z.B. vom Kaffee, den man im Autobahnrestaurant getrunken hat.

Zitat (von Malin1985):
2.) Da wo es anerkannt wird, da sind es doch 880 KM x 0,30 Cents = 264 Euro absetzbare Kosten, richtig ?

Ja, zzgl. 8€ Verpflegungsmehraufwand..

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#2
 Von 
Mallin1985
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke erstmal :)

Zitat (von hh):
Nur in Variante 1 und auch bei der kann es sein, dass die Fahrt durch zusätzlich Belege glaubhaft gemacht werden muss.


Sicherlich ist der Unternehmer-X auf der sicheren Seite, wenn er:

- Den Steuerberater bittet auf der Rechnung zu Schreiben "Steuerliche Beratung persönlich vor Ort in der Kanzlei in Berlin" (was ja auch wahrheitsgemäß ist)
- Noch ne Tankquittung aus Berlin aufbewahrt als Nachweis, dass alles mit PKW stattgefunden hat


Korrekt ?

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47825 Beiträge, 16890x hilfreich)

Zitat (von Mallin1985):
Noch ne Tankquittung aus Berlin aufbewahrt als Nachweis, dass alles mit PKW stattgefunden hat

Die Tankquittung aus Berlin ist kein zusätzlicher Nachweis, dass man nicht zufällig im Rahmen eines Berlinurlaubes mal bei seinem Steuerberater reingeschaut hat. Es wird sicherlich nicht unterstellt, dass der Steuerberater so eine Rechnung ausstellt, obwohl man ihn gar nicht aufgesucht hat.

Die Quittungen sollten von den Pausen stammen, die man auf Hin- und Rückweg bei so einer Strecke einlegen sollte. Die Art der Quittung (Benzin, Kaffee, Mahlzeit o.ä.) ist dabei irrelevant.
Für unschädlich würde ich noch einen Hotelaufenthalt von einer Nacht halten.

Bei so einer Konstellation drängt sich der Verdacht auf, dass der Besuch des Steuerberaters nur Vorwand für einen tatsächlich privat veranlassten Aufenthalt in Berlin war.

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#4
 Von 
Mallin1985
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Infos :)

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