Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
558.293
Registrierte
Nutzer

Fahrtkosten der Ausbildung nachträglich geltend machen

 Von 
Steuerneuling1
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Fahrtkosten der Ausbildung nachträglich geltend machen

Hallo,

ich bin recht neu hier, hoffe aber ein paar Antworten zu finden.

Ich habe von 08/2017 bis 01/2020 meine kaufmännische Ausbildung absolviert.
Für die Jahre 2017 und 2018 habe ich bereits eine Steuererklärung abgegeben und aufgrund der nicht gezahlten Lohnsteuer auch kaum etwas wiederbekommen.
Nun habe ich erfahren, dass ich die Fahrtkosten aus der Ausbildung (50km je Arbeitstag) und andere Werbungskosten nachträglich geltend machen kann und diese Erstattungen dann in die Auswertung meiner Steuererklärungen in den nächsten Jahren als Arbeitnehmer mit einfließen können. Meine Steuererklärung für 2018 habe ich beispielsweise das erste Mal mit dem Onlinedienstleister Taxfix gemacht und bin unsicher ob dieser Fall dort bei der Übermittlung beachtet wird.

Hat damit jemand Erfahrung und kann mit sagen ob das automatisch der Fall ist, da meine Steuererklärungen dem Finanzamt vorliegen? Die müssten dann ja erkennen, dass ich stumpf gesagt mehr ausgegeben habe als Steuern gezahlt wurden.

Vielen Dank für eure Hilfe.



Verstoß melden

Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Steuererklärung Finanzamt Ausbildung


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Tom998
Status:
Lehrling
(1425 Beiträge, 920x hilfreich)

Zitat:
Nun habe ich erfahren, dass ich die Fahrtkosten aus der Ausbildung (50km je Arbeitstag) und andere Werbungskosten nachträglich geltend machen kann und diese Erstattungen dann in die Auswertung meiner Steuererklärungen in den nächsten Jahren als Arbeitnehmer mit einfließen können.
In der Pauschalität ist das Quatsch. Sie hätten die Fahrtkosten in den jeweiligen Steuererklärungen als Werbungskosten angeben müssen. Wenn (!!!) die Werbungskosten höher gewesen wären als ihr Arbeitslohn, wäre es zu einem sog. Verlustvortrag gekommen. Waren ihre Werbungskosten höher als der Lohn ? Nein? Thema erledigt.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
TidoZett
Status:
Schüler
(370 Beiträge, 65x hilfreich)

Wenn Sie mehr Ausgaben als Einnahmen hatten und sich daraus ein Verlust ergeben hat, kann dieser Verlust vorgetragen werden.

Aber die Steuer ist eine Abschnittsbesteuerung, daher kann man im Nachhinein nichts mehr absetzen. Und automatisch passiert da nix. Und was soll das bedeuten, dass die erkennen können, dass Sie mehr ausgegeben als Steuern bezahlt haben?? Die Steuer ist ja eine prozentuale Abgabe, daher dürfte das immer/meist zutreffen.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
Steuerneuling1
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für eure schnellen Antworten.

Meine Berufsschullehrerin meinte damals, dass sich die Steuererklärung im Jahr nach der Ausbildung besonders lohnt, da die Ausgaben der Ausbildung (Fahrtkosten wurden explizit erwähnt) auch zusätzlich mit in die Berechnung einfließen. Kann mir jemand erklären warum das so lohnenswert ist?

Sehe ich das richtig, dass dies nicht stimmt und ich somit keinen Anspruch auf die mir entstandenen "Kosten" habe?
Falls doch frage ich mich ob es richtig ist während der Ausbildung eine Einkommensteuererklärung einzureichen oder ob ich das erst nach der Ausbildung hätte machen sollen. Steuererklärug für 2019 (letztes Jahr der Ausbildung steht noch aus).

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
Erich Tango
Status:
Beginner
(105 Beiträge, 20x hilfreich)

Wie schon beschrieben, ist die Einkommensteuer je Jahr zu betrachten. Verluste können vorgetragen werden, Werbungskoten nicht.

dazu vereinfachte Beispiele

Beispiel 1
Jahr 2017:
Einnahmen (Bruttogehalt): 5000,-€
Werbungskosten: 6000,€
Steuer in 2017: 0,-€
Verlust 1.000,-€

Jahr 2018:
Einnahmen (Bruttogehalt): 5000,-€
Werbungskosten: 6000,€
Steuer in 2018: 0,-€
Verlust 31.12.2018: 2.000,-€

Jahr 2019:
Einnahmen (Bruttogehalt): 30.000,-€
Werbungskosten: 6000,€
abzgl. Verlust 2.000,-€
Einkommen: 22.000,-€


bei vielen ist aber Beispiel 2 eher realistisch.

Jahr 2017:
Einnahmen (Bruttogehalt): 8000,-€
Werbungskosten: 6000,€
Steuer in 2017: 0,-€
Verlust 0,-€

Jahr 2018:
Einnahmen (Bruttogehalt): 8.000,-€
Werbungskosten: 6000,€
Steuer in 2018: 0,-€
Verlust 31.12.2018: 0,-€

Jahr 2019:
Einnahmen (Bruttogehalt): 30.000,-€
Werbungskosten: 6000,€
abzgl. Verlust 0,-
Einkommen: 24.000,-€


Zitat:
Meine Berufsschullehrerin meinte damals, dass sich die Steuererklärung im Jahr nach der Ausbildung besonders lohnt, da die Ausgaben der Ausbildung (Fahrtkosten wurden explizit erwähnt) auch zusätzlich mit in die Berechnung einfließen. Kann mir jemand erklären warum das so lohnenswert ist?

Das erste Berufsjahr ist oft kein ganzes Jahr. Da wirken sich die WK dann tatsächlich aus. Aber nur von diesem einen Jahr. Dazu kommt, dass die Lohnsteuer eventuell auch "zu hoch" einbehalten wurde, weil für das ganze Jahr ein gleicher Lohn unterstellt wurde.



0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
Steuerneuling1
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Alles klar, vielen Dank für eure Hilfe.

Dann weis ich jetzt besser bescheid, wie das mit den WK in der Ausbildung funktioniert.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 198.091 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
83.076 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.