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Fehlerhafte Steuererklärungen korrigieren?

13.10.2020 Thema abonnieren
 Von 
arie
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)
Fehlerhafte Steuererklärungen korrigieren?

Hallo liebes Forum,
mir ist aufgefallen, dass mir in meinen vergangenen Steuererklärungen einige Fehler unterlaufen sind (leider zu meinem Nachteil).
Kurz vorweg, in dem Zeitraum war ich einerseits im öffentlichen Dienst (50%) angestellt und bin, parallel dazu, verschiedenen kleinunternehmerischen Tätigkeiten nachgegangen.

Zu den Fehlern: Ich hab für meine selbstständigen Tätigkeiten keine Einnahmenüberschussrechnung erstellt. Die Ausgaben, wie z.B. technisches Equipment mit einem Gesamtwert von mehr als 10.000 EUR, hab ich bei der Gewinnermittlung nicht berücksichtigt. Dementsprechend entspricht der Gewinn aus meiner selbstständigen Tätigkeiten zu 100% den Einnahmen und wird ja vollständig versteuert.
Aus Unwissenheit habe ich diese Ausgaben wie technisches Equipment in die Arbeitsmittel meiner nichtselbstständigen Arbeit eingetragen.

Und der zweite Fehler ist, dass ich bei der Angabe meiner Tätigkeiten als Lehrbeauftragter (öffentliche Hochschule) nicht die jährliche Übungsleiterpauschale (Freibetrag von 2400,-) als steuerfreier Betrag eingetragen hab.

Kann ich da jetzt nachträglich noch die Korrektur der angesprochenen Punkte beantragen? Oder muss ich das einfach als sehr hohes Lehrgeld verbuchen?
Vielen Dank!

Liebe Grüße.

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21 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(28415 Beiträge, 15465x hilfreich)

Merke: Nach Rechtskraft eines Steuerbescheides wird ein Steuerbescheid nur noch zu Ungunsten des Steuerzahlers geändert - hier also nicht mehr.

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#2
 Von 
arie
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo muemmel,
vielen Dank für Ihre Antwort.

Im Zuge meiner Recherchen zu Änderungen von bestandskräftigen Steuerbescheiden hab ich folgendes gefunden:

"Bestandskräftige Steuerbescheide sind nicht mehr offen und können nur noch unter ganz bestimmten Voraussetzungen geändert werden:

Nach § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO wird Ihr Steuerbescheid zu Ihrem Vorteil korrigiert, wenn Sie Ihrem Finanzamt noch nachträglich und ohne eigenes Verschulden eine »neue Tatsache« präsentieren können.

§ 129 AO lässt eine Korrektur zu, wenn Ihnen in der Steuererklärung eine »offenbare Unrichtigkeit« unterlaufen ist (z.B. ein Schreib- oder Rechenfehler)."

-https://www.steuertipps.de/lexikon/b/bescheidaenderung

Würde hier nicht eins der beiden Punkte zutreffen? Mir ist ja eine "offenbare Unrichtigkeit" unterlaufen, in dem ich Einträge falsch zugeordnet bzw. ausgelassen hab.

Viele Grüße

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#3
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(28415 Beiträge, 15465x hilfreich)

Nein, davon trifft nichts zu - § 173 entfällt, da es keine neuen Tatsachen gibt, sondern nur Tatsachen, die Sie aus eigenem Verschulden ignoriert haben. Und auch § 129 entfällt - der bezieht sich auf Fehler beim ERLASS eines Verwaltungsaktes, d. h., Fehler des Finanzamtes.

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#4
 Von 
Flo Ryan
Status:
Senior-Partner
(6980 Beiträge, 4809x hilfreich)

Hier greift nichts von beidem.

Dass du die Ausgaben nicht angegeben hast ist dein Verschulden und keine "Tatsache oder Beweismittel die erst nachträglich bekannt werden" und eine Korrektur nach §129 AO kommt ebenfalls nicht infrage, da es hier um "Schreibfehler, Rechenfehler und ähnliche offenbare Unrichtigkeiten, die beim Erlass eines Verwaltungsakts unterlaufen sind" geht, was hier ebenfalls nicht der Fall ist.

Edit: Manchmal sollte man auch direkt auf den Absendebutton drücken....

-- Editiert von Flo Ryan am 13.10.2020 17:31

Signatur:Wo lagert die Post eigentlich die ganzen Briefe, die angeblich nie zugestellt worden sind?
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#5
 Von 
arie
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Lieber muemmel, lieber Flo Ryan,
vielen Dank für Ihre Antworten, auch wenn diese nicht unbedingt das sind, was ich gerne hören wollte.

Autsch, das ist ein schmerzhaftes Lehrgeld...

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#6
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(28415 Beiträge, 15465x hilfreich)

Wieso? Die 10.000 Euro haben Sie doch offenbar erfolgreich abgesetzt, wenn auch an der falschen Stelle... Ihr Schaden liegt insofern bloß darin, dass die Werbungskostenpauschale davon abgezogen wurde.

-- Editiert von muemmel am 13.10.2020 17:56

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#7
 Von 
arie
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Oh, das verwundert mich jetzt etwas. Ich bin davon ausgegangen, dass es steuerlich einen größeren Unterschied macht wenn ich die Ausgaben von meinem Gewinn abziehe (und entsprechend weniger Gewinn versteuert wird) als wenn ich die Ausgaben unter Arbeitsmittel meiner nichtselbstständigen Tätigkeit setze?

Naja, die Steuern, die ich für den Lohn meiner Lehrtätigkeit gezahlt hab, sind dennoch weg (Lehraufträge seit 2014 x 2400,- steuerfrei pro Jahr).
Vermutlich wird das Finanzamt nicht von selbst die von mir angegebenen Lehraufträge von der Steuer befreien, oder etwa doch?

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#8
 Von 
Cybert.
Status:
Student
(2461 Beiträge, 581x hilfreich)

Zitat (von arie):
Vermutlich wird das Finanzamt nicht von selbst die von mir angegebenen Lehraufträge von der Steuer befreien, oder etwa doch?

Wie von den Vorrednern bereits erklärt, ist es nicht möglich, selbst wenn das FA es wollte.

Zitat (von arie):
Ich bin davon ausgegangen, dass es steuerlich einen größeren Unterschied macht wenn ich die Ausgaben von meinem Gewinn abziehe (und entsprechend weniger Gewinn versteuert wird) als wenn ich die Ausgaben unter Arbeitsmittel meiner nichtselbstständigen Tätigkeit setze?

Maßgeblich ist allein das zu versteuernde Einkommen, was sich in beiden Fällen reduziert. Und Gewerbesteuer zahlen Sie nicht.

Signatur:"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb." Bert Rürup
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#9
 Von 
reckoner
Status:
Gelehrter
(10954 Beiträge, 3850x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Ich bin davon ausgegangen, dass es steuerlich einen größeren Unterschied macht wenn ich die Ausgaben von meinem Gewinn abziehe (und entsprechend weniger Gewinn versteuert wird) als wenn ich die Ausgaben unter Arbeitsmittel meiner nichtselbstständigen Tätigkeit setze?
Nein. In beiden Fällen mindern die Kosten das Einkommen. Der einzige Unterschied ist, dass es bei den Werbungskosten eine Pauschale gibt (1000 Euro) die jeder bekommt der unter dieser Grenze liegt (du aber nicht, eben weil drüber).

Was mich wundert ist aber, dass das Finanzamt die Werbungskosten überhaupt abgenickt hat. Gerade bei ungewöhnlich hohen Beträgen, und 10.000 Euro sind das sicher, wird das in der Regel geprüft.
Du solltest hoffen, dass das auch rückwirkend nicht auffällt, denn sonst können auch die bestandskräftigen Bescheide noch geändert werden (ob man dann die vergessenen Werbungskosten nachschieben kann möchte ich nicht beurteilen).

Zitat:
Vermutlich wird das Finanzamt nicht von selbst die von mir angegebenen Lehraufträge von der Steuer befreien, oder etwa doch?
Schau dir doch mal in den Bescheid. Aber richtig, von selbst geht das nicht.

Stefan

Signatur:Auf einem Schiff befinden sich 26 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist der Kapitän?
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#10
 Von 
arie
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Habt wirklich vielen Dank für die informativen Beiträge!
Dann hab ich doch nicht einen so großen Fehler gemacht wie ich angenommen hatte, zumindest in Hinsicht auf die Werbungskosten. Das mit den Lehraufträgen ist zwar ärgerlich, aber wenn sich nichts dran ändern lässt, was soll's... Bei nächsten Mal wird's besser.

Übrigens, die 10.000 Euro waren kein einmaliger Betrag sondern entspricht ungefähr der Gesamtsumme der angeschafften Arbeitsmittel seit meinem Berufseinstieg.

Viele Grüße.

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#11
 Von 
Cybert.
Status:
Student
(2461 Beiträge, 581x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
(ob man dann die vergessenen Werbungskosten nachschieben kann möchte ich nicht beurteilen).

Niedriger als die bisherige bestandskräftig festgesetzte Steuer kann es nicht werden, § 351 Abs. 1 AO.

Signatur:"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb." Bert Rürup
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#12
 Von 
reckoner
Status:
Gelehrter
(10954 Beiträge, 3850x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Niedriger als die bisherige bestandskräftig festgesetzte Steuer kann es nicht werden, § 351 Abs. 1 AO.
Ja, das war mir klar.

Aber was ist wenn das Finanzamt jetzt darauf kommt, dass die Werbungskosten nicht der Realität entsprachen, und die Bescheide entsprechend ändert?
Können dann wenigstens die anderen Werbungskosten (welche hier von der Höhe her identisch sind) nachgereicht werden? Ist der Bescheid dann wieder komplett offen und nur in der Höhe der Steuer begrenzt, oder auch beispielsweise auf die Einkunftsart?

Stefan

Signatur:Auf einem Schiff befinden sich 26 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist der Kapitän?
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#13
 Von 
Garfield73
Status:
Lehrling
(1121 Beiträge, 366x hilfreich)

Zitat (von muemmel):
Merke: Nach Rechtskraft eines Steuerbescheides wird ein Steuerbescheid nur noch zu Ungunsten des Steuerzahlers geändert - hier also nicht mehr.

Zumindest der erste Teil des Satzes ist schlicht und ergreifend falsch.
Natürlich kann ein Bescheid auch zugunsten des Steuerpflichtigen geändert werden.
Z. B. nach §173 Abs.1 Nr. 2 AO. Scheitert oft am groben Verschulden des Steuerpflichtigen (so wie hier), aber es kommt öfter vor als man glaubt.
§129 AO geht auch in beide Richtungen, trifft hier aber auch nicht zu.

Zitat (von reckoner):
Aber was ist wenn das Finanzamt jetzt darauf kommt, dass die Werbungskosten nicht der Realität entsprachen, und die Bescheide entsprechend ändert?
Können dann wenigstens die anderen Werbungskosten (welche hier von der Höhe her identisch sind) nachgereicht werden? Ist der Bescheid dann wieder komplett offen und nur in der Höhe der Steuer begrenzt, oder auch beispielsweise auf die Einkunftsart?

Wenn das Finanzamt z. B. wegen neuer Tatsachen den Bescheid ändert, also hier z. B. die Einnahmen aus nichtselbständiger Tätigkeit erhöht, dann können die falsch deklarierten Ausgaben nach §177 Abs.1 AO noch richtig angesetzt werden, soweit die Änderung reicht.
In dem Fall hier wäre es also wohl ein Nullsummenspiel.

Allerdings stellen sich mir noch zwei Fragen, deren Antwort ich bisher vielleicht überlesen habe:
1. Wann ist der Steuerbescheid denn ergangen? Nicht, dass wir noch in der Rechtsbehelfsfrist liegen.
2. Um was für Ausgaben handelt es sich denn? Sind da evtl. Geräte dabei, die abgeschrieben hätten werden müssen?

Signatur:99 % aller Computerfehler sitzen vor dem Bildschirm ...
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#14
 Von 
arie
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Garfield,
kurz zu Ihren Fragen:
Es handelt sich um die Steuererklärungen der Jahre 2013 - 2017. Damit ist natürlich die Rechtsbehelfsfrist entsprechend schon lange verstrichen.
Bei den Ausgaben handelt es sich z.B. um fotografisches Equipment und speziellere Messtechnik wie hochgenaue GPS-Geräte. Sämtliche Anschaffungen werden nur für berufliche Tätigkeiten genutzt.
Viele Grüße.

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#15
 Von 
Garfield73
Status:
Lehrling
(1121 Beiträge, 366x hilfreich)

Zitat (von arie):
fotografisches Equipment und speziellere Messtechnik wie hochgenaue GPS-Geräte

Dann gehe ich mal davon aus, dass die Geräte jeweils mehr als 952 Euro gekostet haben?
Somit hätten die auch nicht sofort abgesetzt werden dürfen, sondern hätten über mehrere Jahre verteilt abgeschrieben werden müssen...
Und dann würde ich jetzt ganz dringend den Gang zum Steuerberater empfehlen!

Signatur:99 % aller Computerfehler sitzen vor dem Bildschirm ...
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#16
 Von 
arie
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Garfield, vielen Dank für Ihren Beitrag.
Ja, einige der Geräte haben auf jeden Fall mehr als 952,- gekostet. Welche Konsequenzen hat das?
Beziehungsweise was würde der Steuerberater da jetzt machen?

edit: Wie verhält es sich denn bei der EÜR? Muss ich dort ebenfalls die Grenze von 952,- beachten?

-- Editiert von arie am 14.10.2020 10:16

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#17
 Von 
Garfield73
Status:
Lehrling
(1121 Beiträge, 366x hilfreich)

Konsequenz ist, dass Du zuviel Ausgaben geltend gemacht hast. Du hättest die Beträge nicht auf einmal absetzen dürfen, sondern nur über mehrere Jahre verteilt (auch in der EÜR).
Und damit bewegen wir uns jetzt eigentlich schon im Bereich der Steuerhinterziehung.

Der Steuerberater soll sich Deine Erklärungen und Bescheide ansehen und geänderte Erklärungen einreichen.
Das FA kann dann die alten Bescheide wegen neuer Tatsachen ändern. Durch die Berücksichtigungsmöglichkeit der Ausgaben im Rahmen des §177 AO sollte sich die voraussichtlich entstehende Steuernachforderung aber in Grenzen halten. (Wenn ich noch die Übungsleiterpauschale mitnehme geht es wahrscheinlich sogar 0 auf 0 auf).

Signatur:99 % aller Computerfehler sitzen vor dem Bildschirm ...
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#18
 Von 
arie
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Ohje... In meiner (schier unendlichen) Naivität bin ich davon ausgegangen, dass die Verteilung auf mehrere Jahre seitens des Finanzamts durchgeführt wird und nicht von mir selbst gemacht werden muss.

Vielen Dank für die Information! Auch wenn ich mich nach besten Wissen und Gewissen versucht habe in das Thema einzuarbeiten und ich einen Steuerberater bisher immer vermeiden wollte, ist es offensichtlich wohl doch notwendig eine Fachperson hinzu zu ziehen.
Wie sagt man so schön, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

Was mich aber etwas überrascht ist, dass das FA sich bisher nicht gemeldet hat. Es würde doch ein schneller Blick auf die Summe meiner Arbeitsmittel ausreichen, um festzustellen, dass da was nicht korrekt ist?

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#19
 Von 
Garfield73
Status:
Lehrling
(1121 Beiträge, 366x hilfreich)

Die meisten Finanzämter sind chronisch unterbesetzt.
Da kann es immer wieder mal passieren, dass etwas nicht auffällt.

Und zum Thema Strafe: Wenn man von sich aus den Fehler bereinigt ist in diesem Fall nicht mit mehr zu rechnen.
Näheres hierzu sagt einem aber dann tatsächlich der Steuerberater.

Signatur:99 % aller Computerfehler sitzen vor dem Bildschirm ...
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#20
 Von 
arie
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Dazu hätte ich noch eine Frage, rein interessehalber: Wie würde ich denn eine Anschaffung über mehrere Jahre hinweg abschreiben?
Als Beispiel, ich hab mir Kamera-Equipment für 5000,- gekauft. Wieviel davon würde ich pro Jahr als Werbungskosten abschreiben können? 952 Euro?
Und wenn ich dann im Jahr darauf mir noch ein Messgerät für 2000,- Euro anschaffe, muss ich erst warten bis die 5000,- vollständig getilgt sind oder läuft das dann parallel?

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#21
 Von 
Cybert.
Status:
Student
(2461 Beiträge, 581x hilfreich)

Das kommt auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer an.
Ist diese z.B. 5 Jahre sind es jährlich
20%, im Erstjahr zeitanteilig.

Versäumte AfA kann nicht nachgeholt werden.

Wurde der Betrag bereits (unrichtig) als Aufwand erfasst, kann er nach jüngster BFH-Rechtsprechung nicht nochmal über die AfA abgesetzt werden.

Signatur:"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb." Bert Rürup
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Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
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