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Finanzamt & Rechnungen von Ehegatten

30. Dezember 2019 Thema abonnieren
 Von 
Martin377
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 4x hilfreich)
Finanzamt & Rechnungen von Ehegatten

Hallo zusammen,

folgendes Problem:

Rechnungen zu Betriebsausgaben einer freiberuflichen Tätigkeit werden vom Finanzamt nicht anerkannt, da sie auf den Ehegatten ausgestellt sind.

Welche Lösungen könnten hier für die Zukunft oder aber auch als Einspruch auf einen Steuerbescheid in Betracht kommen?

a) FA zur Anerkennung bitten, aufgrund des verkürzter Vetragsweges?

b) Dem Ehegatten eine Vertretungsvollmacht erteilen, sodass Rechnungen auf seinen Namen als Betriebsausgaben möglich sind? (Geht sowas? Prokura ist bei Freiberuflern ja nicht möglich.)

c) Alle Firmen anschreiben mit der Bitte einer Rechnungskorrektur?

d) Der Ehemann schreibt privat Rechnungen an die Ehefrau.

Vielleicht könnt ihr hier helfen und Eure Meinungen kundtun. Ich denke dass es ein doch sehr spannendes Problem ist.

Danke im Vorraus und Viele Grüße,
MArtin

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
TidoZett
Status:
Praktikant
(659 Beiträge, 103x hilfreich)

Wie kommt es denn dazu, dass die Rechnungen auf die Frau ausgestellt wurden? Bzw. wie will man den Gedanken an Steuerhinterziehung entkräften?

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Martin377
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 4x hilfreich)

Es kann dazu kommen, da z.B. die Aufgaben geteilt werden. --> Der eine Ehegatte bestellt Büromaterial, der andere Ehegatte bestellt einen Drucker. Beides jeweils auf den eigenen Namen. Beides sind Betriebsausgaben für die freiberufliche Tätigkeit des einen Ehegatten.

Gibt es dazu Lösungsvorschläge??

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Cybert.
Status:
Bachelor
(3669 Beiträge, 864x hilfreich)

d) plus tatsächlicher Zahlung.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."
Bert Rürup

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Martin377
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 4x hilfreich)

Danke für die Antwort! Warum würden sie d) bevorzugen und wie kann eine tatsächliche Zahlung stattfinden, wenn das Ehepaar beispielsweise nur ein Gemeinschaftskonto besitzt?

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Tom998
Status:
Lehrling
(1763 Beiträge, 1047x hilfreich)

Lesen Sie sich bitte mal ins Thema "Drittaufwand" und "Geschäfte des täglichen Lebens" ein, z.B. hier unter 1.3:
https://www.smartsteuer.de/online/lexikon/d/drittaufwand/
Das BFH-Urteil vom 24.2.2000 (IV R 75/98) ist im BStBl veröffentlicht und somit zwingend durch die Verwaltung anzuwenden:

Zitat:
Schließt ein Dritter im eigenen Namen für den Steuerpflichtigen einen Vertrag und leistet er selbst die geschuldeten Zahlungen, so sind die Aufwendungen als solche des Steuerpflichtigen abziehbar, wenn es sich um Geschäfte des täglichen Lebens handelt.

0x Hilfreiche Antwort

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