Finanzamt Steuererklärung / keine Einkaufsbelege

3. April 2024 Thema abonnieren
 Von 
Yogalehrer
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)
Finanzamt Steuererklärung / keine Einkaufsbelege

Hallo Ihr Lieben,

Ich habe über Cardmarket Kartendisplays innerhalb von 5 Wochen verkauft.
Die Displays waren neu verpackt und ich hab dadurch 5200 Euro eingenommen.

Diesen Betrag möchte ich nun in der Steuererklärung angeben.
(Es waren 19 Verkäufe 17.11.23 bis Ende 2023)
Ich wurde von Cardmarket beim Finanzamt gemeldet.

Ich hatte vorher eine Menge Pokemonkarten , die ich nicht für ein guten Preis verkauft bekommen habe.
Bin dann auf Trödelmärkte gegangen und wollte gucken ob jemand dort Pokemonkarten verkauft, dem ich meine Karten vielleicht anbieten kann.
Irgendwann hab ich dann wen getroffen, der sehr interessiert an meinen Karten von früher war.
(Anfang September 2023)

Allerdings wollte er mir kein Geld geben, sondern hat mir ein Tausch vorgeschlagen gegen andere Sammelkarten (Kartendisplays von Magic the Gathering)
Er wollte seine Magic the Gathering Sammlung auflösen und pokemonsammlung erweitern.

Im Nachhinein war das natürlich ein Fehler , da ich kein gewerbe angemeldet habe und ich nun keine Einkaufsbelege von meiner verkauften Ware habe weil die nicht dabei waren..

Ich wusste nicht das ich für Verkäufe für nur 5 Wochen ein Gewerbe anmelden muss. Ich hatte danach ja nichts mehr zu verkaufen.
Hab im Jahr 2024 auch garnichts mehr verkauft weil ich wie gesagt, nichts mehr habe.

Ich werde somit auf die vollen 5200 steuern zahlen müssen.
Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften.

Hat sich das dann für mich erledigt? Oder krieg ich dann noch eine Strafe weil ich womöglich gewerblich gehandelt habe ? Da es neue Pakete waren.

Die Karten die ich verkauft habe waren nicht gestohlen , das kann das Finanzamt gerne überprüfen, da mir die Person die Rechnungen am Handy gezeigt hat.

Was tuh ich wenn ich die Belege für den Einkauf nicht vorweisen kann?
Ist das ein Grund für ein Ermittlungsverfahren?
Oder reicht das wenn ich mit Kontoauszüge zeige was ich für Einnahmen habe und dann werden darauf einfach Steuern gezahlt.

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24 Antworten
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#1
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4896 Beiträge, 1177x hilfreich)

Zitat (von Yogalehrer):
Ich wusste nicht das ich für Verkäufe für nur 5 Wochen ein Gewerbe anmelden muss.

Zitat (von Yogalehrer):
Ich werde somit auf die vollen 5200 steuern zahlen müssen.
Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften.

Ein Unterschied...

Zitat (von Yogalehrer):
Hat sich das dann für mich erledigt? Oder krieg ich dann noch eine Strafe weil ich womöglich gewerblich gehandelt habe ? Da es neue Pakete waren.

1. Ist Gewerblichkeit nicht darin begründet, dass es Neuware ist. Man kann auch mit Gebrauchtwaren gewerblich handeln.
2. Allenfalls gäbe es ein geringes Bußgeld wegen Nichtanmeldung des Gewerbes, wovon aber nicht auszugehen ist.

Zitat (von Yogalehrer):
Was tuh ich wenn ich die Belege für den Einkauf nicht vorweisen kann?

Keine Betriebsausgaben bzw. Anschaffungskosten gegenrechnen.

Zitat (von Yogalehrer):
Ist das ein Grund für ein Ermittlungsverfahren?

Das alleine nicht.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#2
 Von 
Yogalehrer
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Hey @cybert,

danke für deine Antwort.
Wenn man sagt 5200 muss ich nun bei der Einkommensteuererklärung versteuern, wie viel muss ich dann ca steuern davon zahlen? Ich hätte jetzt auch 700-900 Euro geschätzt.

Bin Angestellter und verdiene im Jahr ca. 45.000€. Falls das wichtig ist im Bezug auf die Steuern.

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#3
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4896 Beiträge, 1177x hilfreich)

Zitat (von Yogalehrer):
Bin Angestellter und verdiene im Jahr ca. 45.000€. Falls das wichtig ist im Bezug auf die Steuern.

Ledig, keine Kinder, keine Werbungskosten?

Gehen Sie eher vom doppelten Betrag aus. Evtl. können Sie noch Anschaffungskosten nachweisen.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#4
 Von 
Yogalehrer
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Hi, ledig. Keine Kinder
also ich fahre jeden Tag mit den Auto zur Arbeit. Eine Strecke hin und zürck 40 km sprich 200 km in der Woche.

Das könnte mir auch noch ein bisschen Geld einbringen.

Ich denke das wird die gesamte Steuernachzahlung ein wenig runterdrücken.

Ansonsten hätte ich noch Gewerkschaftsbeiträge als Mitglied, das waren letzten Jahr um die 400 Euro.

Plus so Kleinigkeiten wie Kontoführungsgebühren.

Aber ich zahle keine Kirchensteuer, das wird dann den endbetrag wieder höher machen oder?

-- Editiert von User am 3. April 2024 19:59

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#5
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4896 Beiträge, 1177x hilfreich)

Zitat (von Yogalehrer):
Das könnte mir auch noch ein bisschen Geld einbringen.

Kaum, da fast durch Arbeitnehmer-Pauschbetrag abgedeckt.

Zitat (von Yogalehrer):
Ansonsten hätte ich noch Gewerkschaftsbeiträge als Mitglied, das waren letzten Jahr um die 400 Euro.

Plus so Kleinigkeiten wie Kontoführungsgebühren.

Spart 120-150 Euro.

Zitat (von Yogalehrer):
Aber ich zahle keine Kirchensteuer, das wird dann den endbetrag wieder höher machen oder?

Nein.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#6
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47650 Beiträge, 16842x hilfreich)

Zitat (von Yogalehrer):
Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften.

Nein, Einkünfte aus gewerblicher Tätigkeit.

Zitat (von Yogalehrer):
Hat sich das dann für mich erledigt? Oder krieg ich dann noch eine Strafe weil ich womöglich gewerblich gehandelt habe ? Da es neue Pakete waren.

Solange Du das in Deiner Steuererklärung korrekt angibst wird nichts passieren.

Sollte das Finanzamt aufgrund der festgesetzten Steuernachzahlung auch eine Steuervorauszahlung festlegen, so kann man diese mit dem Hinweis, dass in 2024 keine Einnahmen aus gewerblicher Tätigkeit erzielt werden auf 0€ herabsetzen lassen.

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#7
 Von 
Yogalehrer
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Hey @hh

kann ich denn ohne ein Gewerbe , die Einkünfte als gewerbliche Tätigkeit angeben ?

Das heißt ich müsste für nächstes Jahr noch eine Vorauszahlung machen? :/
Oder muss ich die nicht machen wenn ich sage 2024 ist gleich 0.

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#8
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4896 Beiträge, 1177x hilfreich)

Zitat (von Yogalehrer):
kann ich denn ohne ein Gewerbe , die Einkünfte als gewerbliche Tätigkeit angeben ?

Ja.

Zitat (von Yogalehrer):
Oder muss ich die nicht machen wenn ich sage 2024 ist gleich 0.

Richtig.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#9
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47650 Beiträge, 16842x hilfreich)

Zitat (von Yogalehrer):
Oder muss ich die nicht machen wenn ich sage 2024 ist gleich 0.

Es kann aber sein, dass das Finanzamt zunächst eine Vorauszahlung festlegt und Du dann Du dann die Herabsetzung auf 0€ beantragen musst. Das geht normalerweise problemlos.

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#10
 Von 
taxpert
Status:
Student
(2372 Beiträge, 631x hilfreich)

Ich sehe da spontan überhaupt keinen steuerpflichtigen Gewinn!

Die Pokemonkarten wurden privat angeschafft. Ich unterstelle mal vor mehr als drei Jahren. Beginn der gewerblichen Tätigkeit ist der tauschähnliche Umsatz auf dem Flohmarkt. Die Karten sind daher mit dem Teilwert einzulegen. Der Teilwert ergibt sich aus dem Wert der erhaltenen Karten.

Da diese Karten kurze Zeit nach Erwerb verkauft wurden, kann man davon ausgehen, dass der Wert wohl dem Verkaufswert entspricht. Folglich habe ich als Einlagewert der Pokemonkarten 5.200 €.

Der Gewinn beträgt daher Null Euro.

taxpert

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"Yeah, I'm the taxman
and you're working for no one but me!"

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#11
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47650 Beiträge, 16842x hilfreich)

Zitat (von taxpert):
Die Pokemonkarten wurden privat angeschafft. Ich unterstelle mal vor mehr als drei Jahren. Beginn der gewerblichen Tätigkeit ist der tauschähnliche Umsatz auf dem Flohmarkt. Die Karten sind daher mit dem Teilwert einzulegen. Der Teilwert ergibt sich aus dem Wert der erhaltenen Karten.

Da diese Karten kurze Zeit nach Erwerb verkauft wurden, kann man davon ausgehen, dass der Wert wohl dem Verkaufswert entspricht. Folglich habe ich als Einlagewert der Pokemonkarten 5.200 €.


Die Frage ist hier, wie der Steuerpflichtige das belegen kann. Reicht die reine Behauptung, er habe die Pokemon-Karten gegen die Kartendisplays getauscht? Und wenn ja, reicht die reine Behauptung, Beides sei wertgleich gewesen?

Letztlich muss der Steuerzahler für ihn günstige Umstände mindestens glaubhaft machen.

Zitat (von Yogalehrer):
Ich hatte vorher eine Menge Pokemonkarten , die ich nicht für ein guten Preis verkauft bekommen habe.

Das geht schon Mal mit der Frage los, was denn hier die Wunschvorstellung war, die dann aber scheinbar zu hoch war. Wenn man z.B. versucht hat, die Pokemon-Karten für 2.000€ zu verkaufen und dafür keinen Käufer gefunden hat, dann ist die Annahme, beide Kartenarten hätten den gleichen Wert nicht gerechtfertigt.

Allerdings ist es richtig, dass der Steuerzahler hier nicht mit einem Einstandswert von 0€ herangehen muss. Dass die Kartendisplays bei deren Anschaffung wertlos waren, wird auch das Finanzamt nicht behaupten und irgendwoher müssen sie ja stammen.

Wenn man in der Steuererklärung einen plausiblen Wert angibt, dann dürfte das OK sein. Ein plausibler Wert könnte die Preisvorstellung sein, die man für die Pokemon-Karten ursprünglich hatte.

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#12
 Von 
taxpert
Status:
Student
(2372 Beiträge, 631x hilfreich)

Die Krux ist, dass es bei Sammlerobjekten nicht DEN Preis zu einem bestimmtem Zeitpunkt gibt!

Der einzige "realistische", weil beweisbare Preis (Beweis des ersten Anscheins) ist der erzielte Verkaufspreis, denn unter fremden Dritten wird bei einem tauschähnlichen Umsatz zunächst unterstellt, dass Leistung und Gegenleistung gleichwertig sind. Daran müssen sich alle Vermutungen hinsichtlich des Einlagewertes messen lassen. Wenn Du also die Vermutung anstellen willst, dass der Einlagewert nur 2.000 € gewesen ist, so musst Du auch dazu Stellung nehmen, warum der Preis innerhalb von vier Monaten um 150% gestiegen sein soll!

Natürlich ließe sich das Ganze dann so darstellen, wenn es bei entsprechenden Börsen Aufzeichnungen über entsprechende historische Verkaufs- oder zumindest Angebotspreise gäbe, so dass der Nachweis geführt werden kann, dass a) es bei den erwornbenen Karten zu einer entsprechenden Wertsteigerung in den vier Monaten gekommen ist oder b) die Pokemonkarten tatsächlich deutlich weniger wert waren als die erworbenen Karten (keine Gleichwertigkeit zwischen Leistung und Gegenleistung).

taxpert

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#13
 Von 
Yogalehrer
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Jetzt ist noch die Frage kriegt mein Arbeitgeber das mit wenn ich die Einkünfte unter gewerbliche Einkünfte in der Steuererklärung eingebe? Im Arbeitsvertrag steht , dass ich den Arbeitgeber hätte informieren müssen über jegliche gewerbliche Tätigkeit. Das hab ich nicht getan.
Aber er sollte das eigentlich nicht mitkriegen oder?

Wie gesagt es ging nur um die 5 Wochen davor hab ich noch nie was verkauft und danach im Jahr 2024 auch nicht mehr.

Ich will einfach richtig die Steuern zahlen und dann hat sich das für mich erledigt

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120326 Beiträge, 39874x hilfreich)

Zitat (von Yogalehrer):
Aber er sollte das eigentlich nicht mitkriegen oder?

Genau ... oder ...



Zitat (von Yogalehrer):
Im Arbeitsvertrag steht , dass ich den Arbeitgeber hätte informieren müssen über jegliche gewerbliche Tätigkeit.

Da wäre zu prüfen, ob diese Klausel überhaupt haltbar wäre.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Yogalehrer
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Genau ... oder ...


Hey,

Was ist damit genau gemeint mit oder?

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47650 Beiträge, 16842x hilfreich)

Zitat (von Yogalehrer):
Jetzt ist noch die Frage kriegt mein Arbeitgeber das mit wenn ich die Einkünfte unter gewerbliche Einkünfte in der Steuererklärung eingebe?

Nein

Zitat (von Yogalehrer):
Ich will einfach richtig die Steuern zahlen und dann hat sich das für mich erledigt

Was aber nicht heißt, dass man unnötig viel Steuern zahlen muss.

@taxpert behauptet sogar, dass Du gar keine Steuern zahlen musst und der muss es eigentlich wissen.

Zitat (von taxpert):
denn unter fremden Dritten wird bei einem tauschähnlichen Umsatz zunächst unterstellt, dass Leistung und Gegenleistung gleichwertig sind.

Auch dann, wenn die Pokemonkarten zuvor für 2.000€ angeboten wurden und sich kein Käufer dafür gefunden hat?

Zitat (von taxpert):
warum der Preis innerhalb von vier Monaten um 150% gestiegen sein soll!

Vielleicht hat der Tauschpartner ja den Wert seiner Karten völlig falsch eingeschätzt. Dass es eine Wertsteigerung in diesem Umfang gegeben hat setzt ich nicht voraus.

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Yogalehrer
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hh):
Vielleicht hat der Tauschpartner ja den Wert seiner Karten völlig falsch eingeschätzt. Dass es eine Wertsteigerung in diesem Umfang gegeben hat setzt ich nicht voraus.


Naja oder ich hab es falsch eingeschätzt, vielleicht hat er ja eine Karte dazwischen gefunden die sehr wertvoll war. Ich hab mir nicht jeden Wert jeder Karte angeschaut.
Hatte die ganzen Pokemonkarten auch locker 10 Jahre auf dem Dachboden.

Nur wollte die Pokemonkarten komplett als ganzes loswerden damit ich nicht so viele Verkäufe habe und damit sich nicht die Leute die teuersten Karten raussuchen und ich dann auf den Rest sitzen bleibe.

Ich hätte auch alle Karten einzelnt bei Cardmarket oder ebay verkaufen können , aber da wäre ich sicher nicht mit 19 Verkäufen hingekommen, anstatt wie ich es jetzt hatte.

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
taxpert
Status:
Student
(2372 Beiträge, 631x hilfreich)

Zitat:
Auch dann, wenn die Pokemonkarten zuvor für 2.000€ angeboten wurden und sich kein Käufer dafür gefunden hat?
Das ist -wie bereits gesagt- ein Problem bei Sammlerstücken: Es gibt häufig keine „Liste" , wie z.B. bei Auto die Schwacke-Liste, in der man einen Wert ermitteln kann. Das man heute keinen Käufer für 2.000 € gefunden hat, heißt ja nicht zwingend, dass die Karten weniger als 2.000 € wert sind. Beim VKP habe ich zumindest den Beweis, das die Karten zumindest den gefundenen Käufern diese Beträge wert waren! Genau aus dem Grund sind sämtliche Urteile zu Ebay und Co immer nur zur USt und nie zur Ertragsteuer ergangen.

Zitat:
Vielleicht hat der Tauschpartner ja den Wert seiner Karten völlig falsch eingeschätzt.
Auch hier stellt sich die Frage: Wer von den beiden Tauschpartnern?

taxpert


-- Editiert von User am 4. April 2024 23:11

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#19
 Von 
hh
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Unbeschreiblich
(47650 Beiträge, 16842x hilfreich)

Dann kann man also ruhigen Gewissens dem Fragesteller empfehlen, einen Gewinn von 0€ in der Steuererklärung anzugeben?

Wobei sich dann gleich die Frage stellt, ob er das überhaupt angeben muss.

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#20
 Von 
taxpert
Status:
Student
(2372 Beiträge, 631x hilfreich)

Zitat (von hh):
Dann kann man also ruhigen Gewissens dem Fragesteller empfehlen, einen Gewinn von 0€ in der Steuererklärung anzugeben?
Grundsätzlich ja! Es steht da FA natürlich frei, eigene Ermittlungen anzustellen und zu einer anderen rechtlichen Würdigung zu kommen. Dabei wird das FA natürlich auch begründen müssen, wie es auf einen niedrigeren Einlagewert nach §6 Abs.1 Nr.5 EStG gekommen ist.

Zitat (von hh):
Wobei sich dann gleich die Frage stellt, ob er das überhaupt angeben muss.
Das ist seit 2023 immer die Gretchenfrage!

Zitat (von Yogalehrer):
Ich wurde von Cardmarket beim Finanzamt gemeldet.
Die Meldung nach dem PStTG liegt dem FA ja vor! Entweder ich gehe pro-aktiv vor und erkläre von mir aus Einkünfte in Höhe von 0 € mit entsprechender Erläuterung oder ich warte bis das FA auf mich zukommt! Grade wenn ich z.B. wegen hoher Wk eine Erstattung erwarte, würde ich die pro-aktive Variante vorziehen, da diese den Abschluss der Veranlagung eher beschleunigt.

taxpert

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#21
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4896 Beiträge, 1177x hilfreich)

Zitat (von hh):
Wobei sich dann gleich die Frage stellt, ob er das überhaupt angeben muss.

Das würde ich in jedem Fall tun, falls das FA von einem höheren Wert ausgeht und hier eine Steuerstraftat annimmt.
So ist es eine ggf. unterschiedliche rechtliche Würdigung.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#22
 Von 
Yogalehrer
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von taxpert):
Grundsätzlich ja! Es steht da FA natürlich frei, eigene Ermittlungen anzustellen und zu einer anderen rechtlichen Würdigung zu kommen. Dabei wird das FA natürlich auch begründen müssen, wie es auf einen niedrigeren Einlagewert nach §6 Abs.1 Nr.5 EStG gekommen ist.


Eine Frage hab ich noch, in der Elstam sieht der Arbeitgeber nicht das ich gewerbliche Einkünfte angegeben habe? Weil das steht was von Freibeträge etc.

Weil da kann der arbeitgeber wohl Daten vom Arbeitnehmer stehen.

Aber den Gewinn den ich angebe nicht?

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47650 Beiträge, 16842x hilfreich)

Zitat (von Yogalehrer):
Eine Frage hab ich noch, in der Elstam sieht der Arbeitgeber nicht das ich gewerbliche Einkünfte angegeben habe?

Nein, diese Informationen gehen nicht an den AG.

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
Yogalehrer
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hh):
Nein, diese Informationen gehen nicht an den AG.

Im anderen Forum erklärte man mir noch das Steuergeheimnis , das heißt ja soweit ich das verstanden habe, dass das Finanzamt sowieso nichts zu Angaben in der Steuererklärung weitergeben geben darf. (an Dritte oder andere Behörden etc.)

Das wusste ich bisher auch nicht, das Steuergeheimnis kannte ich nicht, da hab ich auch wieder was gelernt;)

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