Finanzamt fordert 800,00 EUr vom Ex-Ehemann zurück. Was will er mir sagen?

16. Juni 2016 Thema abonnieren
 Von 
butterfly*123
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 2x hilfreich)
Finanzamt fordert 800,00 EUr vom Ex-Ehemann zurück. Was will er mir sagen?

Hallo, ich weiß überhaupt nicht ob meine Frage im jetzigen Stadium überhaupt schon Sinn macht.Sie ist für eine Freundin

Sie wurde im Jahr 2015 geschieden. Die zwei Kinder kamen mit zu ihr. Räumliche Trennung war schon Mitte 2013. Jeder hat für sich schön seine Steuererklärung mit je Hälfte Angabe Kinderfreibetrag und Kindergeldangabe gemacht. Unterhalt wird standesgemäß bezahlt. Alles soweit kein Problem.

Letztes Jahr hat sie dann durch Umzug das Bundesland gewechselt und hier ihre Erklärung für 2015 gemacht. Alles wie gehabt jeweils die halben Freibeträge und hälfig Kindergeld. Kindesvater im Kindschaftverhältnis auch mit aufgeführt.

Bei den Angaben zum Kindsvater hat sie das Feld "Wird der volle Betreuungsfreibetrag beantragt, weil **** in 2015 nicht beim anderen Elternteil gemeldet war" mit Ja angekreuzt weil es war ja auch so. Das gleiche beim zweiten Kind.

Ich ging bzw. gehe immer noch davon aus, dass dieser Freibetrag für die Betreuungskosten ist aber anscheinend ist das ja falsch.

Ihr Ex-Mann hatte seine Erklärung für 2015 schon gemacht und beschieden bekommen. Sie ihre ebenfalls vor etwas 2 Wochen.

Nun rief er aufgeregt bei ihr wegen meiner Steuererklärung an wo sie ja was beantragt hätte (was so nicht stimmt, denn ihre Erklärung für 2014 ist identisch von den Eingaben). Er hätte eine Neufestsetzung oder wie auch immer und soll 800,00 EUR zurückzahlen! Das wäre meine Schuld und ich müsste es übernehmen....

Was ist denn nun dieser Betreuungsfreibetrag und kann dieser falls ihn ein Ex-Partner ansetzt zu so hohen Nachforderungen führen?

Kann das eventuell was mit seiner "Neuverheiratung" 2015 zu tun haben?

Wem steht dieser denn zu?

Hat das Finanzamt einen Fehler gemacht und jetzt bei der Aktenübergabe nach Hessen diesen festgestellt? Dann müsste ja auch noch eine Korrektur für 2014 erfolgen?

Meine Freundin möchte ungern das gute Verhältnis zu ihrem Ex-Mann aufs Spiel setzen sich aber natürlich auch aus Unwissenheit nicht über den Tisch ziehen lassen.


Danke

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
D_8699
Status:
Schüler
(150 Beiträge, 87x hilfreich)

Hallo, also mit der Neuverheiratung kann es m.E. nicht zusammenhängen, da ja lt. Beschreibung der Ex bereits einen Bescheid für 2015 hatte, der nun geändert wurde. Die Änderung bei ihm kann verschiedene Gründe haben, die wahrscheinlich mit Ihrer Erklärung zusammenhängen.

Mehrere Szenarien sind denkbar:
1. Der Ex hat den Betreuungsfreibetrag angesetzt und erhalten, und dies ist jetzt im Rahmen Ihrer Erklärung aufgefallen.
2. Es wurden versehentlich vom FA oder von Ihnen das Feld verwechselt, indem nicht der Betreuungsfreibetrag beantragt wurde, sondern der volle Kinderfreibetrag ..."weil der andere Elternteil seinen Unterhaltsverpflichtungen nicht nachgekommen ist". Folge wäre eine Streichung beim Ex-Mann
3. Er hat ursprünglich diesen Antrag auf vollen Kinderfreibetrag gestellt und auch bekommen, entweder aufgrund der Behauptung, Sie hätten zugestimmt (ist möglich, z.B. wenn sich's bei der Frau nicht auswirkt) oder die Frau hätte ihrerseits die Unterhaltsverpflichtung nicht erfüllt. Dann hätte er erstmal den vollen Kinderfreibetrag und nun würde das ganze auf (zutreffende) 1/2 Kinder geändert.
4. ...
5. ...

Das Finanzamt hat in dem dem Bescheid für den Ex oben im Text eine Änderungsnorm genannt und vermutlich in den Erläuterungen (häufig auf Seite 3 oder 4) einen Grund erläutert, worauf die Änderung zurückzuführen ist. Da bitte mal nachlesen, das bringt sicher Licht ins Dunkel.

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#2
 Von 
butterfly*123
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 2x hilfreich)

Danke. Es war wohl der doppelte Betreuungsfreibetrag.

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