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Für Immobilienerwerb: Geld bei den Eltern leihen

25. Oktober 2009 Thema abonnieren
 Von 
Useful
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Für Immobilienerwerb: Geld bei den Eltern leihen

Rein hypotetische Frage zum Steuerrecht:

Meine Eltern leihen mir für den Immobilienerwerb 100.000,- €.
Für die Rückzahlung haben wir eine monatliche Rate von 500,- € vereinbart, quasi als Rente.

Wie muß ich die Sache steuerrechtlich bewerten?

Durch Vorerbschaft oder Schenkung wäre die monatliche Rate ein steuerpflichtiges Einkommen.
Bei zinsloser Beleihung fällt mir das Stichwort "geldwerter Vorteil" ein, zudem würden meine Eltern einen hohen Zinsverlust hinnehmen müssen.

Die Grundidee war deshalb ein privates Anuitätendarlehen mit einem gewissen Zins, welcher unter den aktellen Zinswerten der Banken liegt und sich somit für mich rechnet. Für meine Eltern würde dann immer noch ein gewisser Zins vorliegen, sodass der Verlust nicht so hoch wäre. Hier drängt sich dann wieder das Wort Einkommenssteuer auf, allerdings wäre es dann ein Zinseinkommen und müßte zumindest bis zur Freibetragsgrenze steuerfrei bleiben.

Als letztes Modell wäre noch die Idee, das Darlehen zunächst ausschließlich zurückzuzahlen. Nach 200 Monaten (16,6 Jahre) wäre das Darlehen zurückgezahlt. Ein Einkommen i.S. des Steuerechtes wäre dies dann wohl nicht, da es eine reine Rückzahlung wäre.
Gleichzeitig berechnen wir "virtuell" die Restsumme die meinen Eltern bei einer normalen Kapitalanlage, z.B. Tagesgeldkonto, entstanden wäre, abzüglich von monatlich 500,- € "Rente".
Da nehme ich nach knapp 17 Jahren ein Restguthaben von ca. 38000,- € an. Dieses Restguthaben würde dann für weitere 5 Jahre ebenfalls zurückgezahlt werden und wäre damit ein Einkommen, genaugenommen sogar aus Kapitalerträgen.

Liege ich mit den Einschätzungen rechtlich richtig?
Ist das erlaubt?
Macht das Sinn?

Mit Gruß und Dank, Useful

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44144 Beiträge, 15742x hilfreich)

quote:
Durch Vorerbschaft oder Schenkung wäre die monatliche Rate ein steuerpflichtiges Einkommen.


:???:

Vorerbschaft kann nicht vorliegen, da niemand verstorben ist.
Eine Schenkung kann nicht vorliegen, wenn es eine Rückzahlung gibt.

quote:
Bei zinsloser Beleihung fällt mir das Stichwort "geldwerter Vorteil" ein,


Na und?

quote:
Als letztes Modell wäre noch die Idee, das Darlehen zunächst ausschließlich zurückzuzahlen. Nach 200 Monaten (16,6 Jahre) wäre das Darlehen zurückgezahlt. Ein Einkommen i.S. des Steuerechtes wäre dies dann wohl nicht, da es eine reine Rückzahlung wäre.
Gleichzeitig berechnen wir "virtuell" die Restsumme die meinen Eltern bei einer normalen Kapitalanlage, z.B. Tagesgeldkonto, entstanden wäre, abzüglich von monatlich 500,- € "Rente".
Da nehme ich nach knapp 17 Jahren ein Restguthaben von ca. 38000,- € an. Dieses Restguthaben würde dann für weitere 5 Jahre ebenfalls zurückgezahlt werden und wäre damit ein Einkommen, genaugenommen sogar aus Kapitalerträgen.


Das ist so nicht zulässig

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0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
LEGION
Status:
Praktikant
(610 Beiträge, 64x hilfreich)

Nutzt Du das Haus selbst zu eigenen Wohnzwecken ?



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1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Useful
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Zu HH:

Zitat:
Bei zinsloser Beleihung fällt mir das Stichwort "geldwerter Vorteil" ein,
[color=red]Na und?[/color]

[color=blue]Was kostet das beim FA?
[/color]
Zitat:
Als letztes Modell wäre noch die Idee, das Darlehen zunächst ausschließlich zurückzuzahlen. Nach 200 Monaten (16,6 Jahre) wäre das Darlehen zurückgezahlt. Ein Einkommen i.S. des Steuerechtes wäre dies dann wohl nicht, da es eine reine _invalid_void(0);Rückzahlung wäre.
Gleichzeitig berechnen wir "virtuell" die Restsumme die meinen Eltern bei einer normalen Kapitalanlage, z.B. Tagesgeldkonto, entstanden wäre, abzüglich von monatlich 500,- € "Rente".
Da nehme ich nach knapp 17 Jahren ein Restguthaben von ca. 38000,- € an. Dieses Restguthaben würde dann für weitere 5 Jahre ebenfalls zurückgezahlt werden und wäre damit ein Einkommen, genaugenommen sogar aus Kapitalerträgen.
Das ist [color=red]so [/color]nicht zulässig


[color=blue]Warum nicht?[/color]

Zu LEGION:
[color=blue]Ja, die Immobilie würde ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutz werden.
Macht das in diesem Fall einen Unterschied?[/color]

-- Editiert am 26.10.2009 12:40

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
LEGION
Status:
Praktikant
(610 Beiträge, 64x hilfreich)

quote:
Macht das in diesem Fall einen Unterschied?


Natürlich. Deine Eltern müßten die Zinsen versteuern und Du könntest sie nirgendwo abziehen.

Also sollten die Zinsen die Freibeträge nicht übersteigen.



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""

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
guest-12327.06.2010 20:05:23
Status:
Senior-Partner
(6301 Beiträge, 2449x hilfreich)

Zahle das Geld deinen Eltern Streuerfrei und Zinslos zurück. Danach unterstütze Sie finanziell einfach so mit dem "Zinsbetrag".

K.


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"Ich hab keine Ahnung, davon aber mehr als genug."

0x Hilfreiche Antwort

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