Garage vermieten - Umsatzsteuer / Kleingewerberegel / Welche Umsätze usw.

21. September 2023 Thema abonnieren
 Von 
123Recht123
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)
Garage vermieten - Umsatzsteuer / Kleingewerberegel / Welche Umsätze usw.

Hallo,

ich habe ein paar Garagen, die teilweise dem Mieter direkt vermietet wurden. Teilweise in einem einzigem Mietvertrag oder auch mit zwei getrennten Mietverträgen.
Dazu auch noch an fremde bzw. Keine Wohnraummieter.

Jetzt habe ich ein paar Fragen, was die Umsatzsteuer betrifft.

1. Im ersten Fall, mit einem gemeinsamen Mietvertrag > nicht UmSt-pflichtig.
1a. Wie sieht es bei getrennten Mietverträgen aus?

Vermietung an andere/"fremde" sind ja normal UmSt-pflichtig. Nun kann man ja die Kleinunternehmensregel anwenden. Dazu folgende Fragen:

2. Muss ich mich da irgendwie als Kleinunternehmer anmelden oder dem Finanzamt mitteilen oder nicht?
2a. Die Grenze von 22.000 € bezieht sich sicherlich nur auf die fremd vermieteten Garagen, nicht auf die mieten der Wohnungen usw. oder?
Und wenn nur auf die Garagen, ja wahrscheinlich auch nur an die "fremd" vermieteten Garen - richtig?

3. Ist eventuell eine alte Gewerbeanmeldung (kein Betrieb oder Umsätze) hier schädlich?

Danke.

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18 Antworten
Sortierung:

#2
 Von 
123Recht123
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Bamboooo):
Es zählt nur der umsatzsteuerlich relevante Umsatz nicht die "normale" Vermietung


Und muss ich das irgendwie als Kleingewerbe anmelden oder dem Finanzamt mitteilen - siehe Frage 2?

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#3
 Von 
Tom998
Status:
Student
(2050 Beiträge, 1182x hilfreich)

Die Vermietung einzelner Garagen ist kein Gewerbebetrieb, sondern Vermögensverwaltung (wie auch die Wohnungsvermietung). Man kann dem FA mitteilen, dass für die Vermietung einzelner Garagen die Kleinunternehmerregelung in Anspruch genommen wird (dies ist aber ohnehin der gesetzlich vorgesehene Regelfall).

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#4
 Von 
123Recht123
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Tom998):
Die Vermietung einzelner Garagen ist kein Gewerbebetrieb, sondern Vermögensverwaltung (wie auch die Wohnungsvermietung). Man kann dem FA mitteilen, dass für die Vermietung einzelner Garagen die Kleinunternehmerregelung in Anspruch genommen wird (dies ist aber ohnehin der gesetzlich vorgesehene Regelfall).


Also müsste ich das eigentlich auch niemanden melden? dem Finanzamt nicht oder auch sonst jemanden, das/damit ich diese Regelung benutzen kann?

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#5
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4775 Beiträge, 1156x hilfreich)

Zitat (von 123Recht123):
dem Finanzamt nicht oder auch sonst jemanden, das/damit ich diese Regelung benutzen kann?

Nicht im Vorfeld. Nur in der Erklärung.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#6
 Von 
123Recht123
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Cybert.):
Nicht im Vorfeld. Nur in der Erklärung.


Du meinst, wenn ich die Steuerklärung mache? Und wo müsste ich das dann da angeben? Was passiert, wenn ich nichts angebe?

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#7
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4775 Beiträge, 1156x hilfreich)

Zitat (von 123Recht123):
Du meinst, wenn ich die Steuerklärung mache? Und wo müsste ich das dann da angeben?

Anlage V

Zitat (von 123Recht123):
Was passiert, wenn ich nichts angebe?

Da dürfte der Tatbestand der Steuerhinterziehung erfüllt sein.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#8
 Von 
123Recht123
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Cybert.):
Anlage V


Da gibts meines wissens kein Feld zum markieren das man eine Kleingewerberegel verwenden will. welche Zeile soll das sein?

Zitat:
Da dürfte der Tatbestand der Steuerhinterziehung erfüllt sein.


Bisschen widersprüchlich. vorher würde behauptet, dass diese Regelung quasi automatisch angewendet wird. Wer hat nun recht? Tom998 meint:
Zitat:
(dies ist aber ohnehin der gesetzlich vorgesehene Regelfall).

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#9
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4775 Beiträge, 1156x hilfreich)

Ich bezog mich auf die Einkommensteuer.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#10
 Von 
123Recht123
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Cybert.):
Ich bezog mich auf die Einkommensteuer.


Na das man die abgeben muss, ist ja klar. Mir geht es ja um die "Mitteilung" der Kleinunternehmerregel. Ob man das irgendwo angeben muss?

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#11
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4775 Beiträge, 1156x hilfreich)

Zitat (von 123Recht123):
Ob man das irgendwo angeben muss?

Nein. Aktuell muss man dennoch eine Umsatzsteuererklärung abgeben.
Das hat die Regierung aber durch das Wachstumschancengesetz möglicherweise geändert.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#12
 Von 
123Recht123
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Cybert.):
Nein. Aktuell muss man dennoch eine Umsatzsteuererklärung abgeben.
Das hat die Regierung aber durch das Wachstumschancengesetz möglicherweise geändert.


Und wie und wo macht man das? Was ist wenn man es nicht macht?
Und was hat sich da beim neuen Gesätz geändert?

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#13
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4775 Beiträge, 1156x hilfreich)

Zitat (von 123Recht123):
Und wie und wo macht man das?

Umsatz und Vorjahresumsatz in Teil A der Umsatzsteuererklärung eintragen.

Zitat (von 123Recht123):
Was ist wenn man es nicht macht?

Verspätungszuschläge können festgesetzt werden.

Zitat (von 123Recht123):
Und was hat sich da beim neuen Gesätz geändert?

Keine Pflicht zur Abgabe einer Umsatzsteuererklärung durch Kleinunternehmer, wenn es durchkam.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
123Recht123
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Cybert.):
Umsatz und Vorjahresumsatz in Teil A der Umsatzsteuererklärung eintragen.


Komisch, hat mein Steuerberater früher auch nie.

Zitat:
Verspätungszuschläge können festgesetzt werden.


Aber da müssten die sich ja erst mal melden. Viel mehr kann ja nicht passieren oder?

Zitat:
Keine Pflicht zur Abgabe einer Umsatzsteuererklärung durch Kleinunternehmer, wenn es durchkam.


Wie findet man das am besten raus?

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#15
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4775 Beiträge, 1156x hilfreich)

Zitat (von 123Recht123):
Aber da müssten die sich ja erst mal melden.

Nö, die Verpflichtung besteht per Gesetz.

Zitat (von 123Recht123):
Wie findet man das am besten raus?

Im Internet Erstmal muss es durch den Bundesrat.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
123Recht123
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Cybert.):
Nö, die Verpflichtung besteht per Gesetz.


Und was wäre die "Strafe" dafür? Die können einen dann ja nicht die Kleinunternehmerregel dann nehmen oder?

Mich wundert nur, dass ich bzw. mein Steuerberater das noch nie gemacht haben. aber immer ne eigene Anlage V für explizit eine Garage ausgefüllt haben.

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4775 Beiträge, 1156x hilfreich)

Zitat (von 123Recht123):
Und was wäre die "Strafe" dafür? Die können einen dann ja nicht die Kleinunternehmerregel dann nehmen oder?

Nein, das nicht. 25 Euro je angefangenem Monat der Fristüberschreitung.

Zitat (von 123Recht123):
Mich wundert nur, dass ich bzw. mein Steuerberater das noch nie gemacht haben. aber immer ne eigene Anlage V für explizit eine Garage ausgefüllt haben.

"Früher" wurde es geduldet. Das mag in einigen Fällen heute noch so sein. Ob man wegen eines Aufwands von weniger als einer viertel Stunde einen Verspätungszuschlag riskieren will.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#18
 Von 
123Recht123
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Cybert.):
"Früher" wurde es geduldet. Das mag in einigen Fällen heute noch so sein. Ob man wegen eines Aufwands von weniger als einer viertel Stunde einen Verspätungszuschlag riskieren will.


Ich will eher keine schlafenden Hunde wecken. Da es die letzten 10 Jahre einfach so durchgegangen ist.
Jetzt kommt halt eine neue Garage hinzu.

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