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Gewerbe anmeldung? Finanzamt - Steuern nachzahlen

 Von 
robinvonhood
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 1x hilfreich)
Gewerbe anmeldung? Finanzamt - Steuern nachzahlen

Hallo Foren Gemeinde,

Ich habe ein Problem:

Bei Ebay hatte ich Waren privat verkauft, die ich günstig bekommen habe. Aber wie bereits gesagt privat. Nun ist das Finanzamt dahintergekommen.
Tja selber Schuld.

Falls sich jemand das erste Thema genauer durchlesen will:
http://www.123recht.net/Einkunftserzielung--Steuerhinterziehung-ebay-__f311777.html

Also in dem ersten Brief sollte ich meine Einnahmen und Ausgaben aufschreiben:
Es geht im übrigend um das Jahr 2010.
2011 wird dann wohl auch noch folgen

ca 9600€ Einnahmen, Ausgaben ca 8700€ für die Sachen von Ebay. Insgesamt wurde 889,xx € also verdient.
(Ich habe natürlich die richtigen Zahlen an das Finanzamt geschickt)



So jetzt habe ich einen neuen Brief bekommen:

Nach § xx Einkommensteuergesetz liegt ein Gewerbebetrieb auch dann vor, wenn seine Voraussetzungen im Übrigen gegeben sind,
wenn die Gewinnerzielungsabsicht nur ein Nebenzweck ist.
Und noch ein paar nicht relevante Zeilen, weiter heißt es:
In der Anlage übersende ich ihnen daher die Unterlagen zur steuerlichen Anmeldung
.... Aufstellung ihrer Einnahmen mit den Artikelnummern.
Erklären / belegen sämtliche Einnahmen / Auskünfte für 2010.

Das ist bis hierhin erstmal kein Problem, auf einem weiteren Zettel:
"Aufnahme einer gewerblichen, selbständigen (freiberuflichen) oder land- und forst- wirtschaftlichen Tätigkeit"

weiter:
Sie haben nach meiner Kenntnis eine unternehmerische Tätigkeit aufgenommen. Für zwecke der Besteuerung bitte ich,
den beigefügten Fragebogen auszufüllen. Eine etwa bestehende Anzeigepflicht § 14 Gewerbeordnung wird durch Beantwortung nicht ersetzt.
Die Abgabe des Bogens beim Finanzamt gilt als Aufnahme einer freiberuflichen Tätigkeit als Meldung.

So und der Fragebogen heißt:

Fragebogen zur steuerlichen Erfassung
- Aufnahme einer gewerblichen, selbstständigen Tätigkeit

und ist zweimal beigefügt.


Heißt das jetzt für mich ich muss ein Gewerbe anmelden?
Bzw. ist das schon der richtige Zettel?

Ein Problem hätte ich damit nicht. Ich habe im Internet allerdings gelesen das man zuerst sich beim Gewerbeamt melden muss und
nur von diesen dann den Zettel bekommt - ich habe ihn aber gleich vom Finanzamt bekommen. Ist das dann trotzdem gültig?

Oder könnte ich den Zettel auch unausgefüllt lassen wenn ich kein Gewerbe anmelden will?
Da ich ja sowieso die Steuern nachzahlen muss

Verstoß melden

Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Gewerbe Finanzamt anmelden privat


1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(36969 Beiträge, 13289x hilfreich)

quote:
Bei Ebay hatte ich Waren privat verkauft, die ich günstig bekommen habe. Aber wie bereits gesagt privat.

Das ist aber offensichtlich ein gewerblicher Verkauf auch wenn Du noch so sehr beteuerst, dass der verkauf privat war.

quote:
Heißt das jetzt für mich ich muss ein Gewerbe anmelden?

Ja

Zitat:
Bzw. ist das schon der richtige Zettel?

Nein, die Fragebögen betreffen nur die steuerliche Seite. Die Gewerbeanmeldung muss zusätzlich noch erfolgen.

Zitat:
Oder könnte ich den Zettel auch unausgefüllt lassen wenn ich kein Gewerbe anmelden will?

Wenn Du in Zukunft keine weiteren Ebay-Handel mehr treiben willst, dann kannst Du die Dinge unausgefüllt lassen und dem Finanzamt mitteilen, dass Du Deine bisherige gewerbliche Tätigkeit einstellst. Wenn Du weiter über Ebay Dinge verkaufen willst, die Du vorher günstig eingekauft hast, dann ist eine Gewerbeanmeldung erfoderlich.

Als privater Handel gilt nur der Verkauf von gebrauchten Gegenständen aus Eigennutzung. In Ausnahmefällen können auch neue Dinge als Privatverkauf gelten.

Wenn jedoch Dinge günstig eingekauft werden mit dem Ziel, sie mit Gewinn weiter zu verkaufen, dann ist das gewerblich mit allen Konsequenzen nicht nur im Hinblick auf das Steuerrecht. Deine Kunden könnten z.B. die gekauften Dinge jederzeit zurückgeben und die Erstattung des Kaufpreises verlangen, weil eine fehlende Widerrufsbelehrung dazu führt, dass die Widerrufsfrist gar nicht erst beginnt und damit unbegrenzt läuft.

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" "

-- Editiert am 13.07.2011 11:36

-- Editiert am 13.07.2011 11:43

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