Grunderwerbsteuer, Eigentumsanteil gegen Darlehenübernahme

1. Juni 2023 Thema abonnieren
 Von 
Jotobanead
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)
Grunderwerbsteuer, Eigentumsanteil gegen Darlehenübernahme

Hallo,

angenommen, es existiert folgende Situation:
- Person A und Person B wären zu gleichen Teilen Besitzer einer Immobilie nebst Grundstück
- dies ist in einem Grundbuch auch so eingetragen
- beide Personen wären nicht verwandt / verheiratet oder in eingetragener Lebensgemeinschaft
- zu der Immobilie bestünde ein gemeinsamer Darlehensvertrag, der ebenfalls auf beide Personen laufen würde
- Person A möchte ihren Anteil an der Immobilie (50%) an Person B überschreiben, die dann die gesamten 100% besitzen würde
- der Gesamtwert der Immobilie betrüge 500.000€ (250.000€ pro Person)
- die Restschuld des Darlehens betrüge 470.000€ ( 235.000€ pro Person)
- es soll kein Kaufpreis fließen

Person A würde also ihren Anteil an der Immobilie (250.000€ Immobilienwert, aber auch 235.000€ Darlehensschulden) an Person B übertragen.

In welcher Höhe würden Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer / Schenkungssteuer) für die Übertragung anfallen?

Der "Kaufpreis" wäre also 250.000€, die der Darlehensübernahme gegenüberstehen würden.

Wie sähe die richtige Formulierung im notariell beglaubigten Vertrag dazu aus?

Grüße und Danke

-- Editiert von User am 1. Juni 2023 09:19

-- Editiert von User am 1. Juni 2023 09:20

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4785 Beiträge, 1156x hilfreich)

GrESt auf 250. 000 Euro. Steuersatz je nach Bundesland.
Schenkungsteuer keine, da unter Freibetrag von 20.000 Euro, wenn keine anderen Schenkungen innerhalb von zehn Jahren.
Bei 15.000 Euro Differenz vom Wert ist aber fraglich, ob das überhaupt durch die Wertermittlungsverfahren festgestellt wird.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47304 Beiträge, 16759x hilfreich)

Zitat (von Cybert):
GrESt auf 250. 000 Euro.


Nein, auf 235.000€

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#3
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4785 Beiträge, 1156x hilfreich)

Zitat (von hh):
Nein, auf 235.000€

Ja, natürlich...

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#4
 Von 
Jotobanead
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Wie wäre denn die korrekte Formulierung im Kaufvertrag? Wird der Wert überhaupt benannt? Spricht man von einem „Kaufpreis"?

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#5
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4785 Beiträge, 1156x hilfreich)

Zitat (von Jotobanead):
Wird der Wert überhaupt benannt?

Ggf. wird der letzt bekannte Darlehensstand benannt.

Zitat (von Jotobanead):
Spricht man von einem „Kaufpreis"?

Ob man es so nennt oder nicht: es ist zivil- und steuerrechtlich ein Kaufpreis.

Zitat (von Jotobanead):
Wie wäre denn die korrekte Formulierung im Kaufvertrag?

Das wird Ihr Notar wissen. Man kann wenig falsch machen.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#6
 Von 
Jotobanead
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Also wird die Hälfte vom aktuellen Darlehensstand als „Kaufpreis gegen Darlehensübernahme" beschrieben?

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4785 Beiträge, 1156x hilfreich)

Ja.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7973 Beiträge, 4489x hilfreich)

Zitat (von Jotobanead):
Also wird die Hälfte vom aktuellen Darlehensstand als „Kaufpreis gegen Darlehensübernahme" beschrieben?

Die "Zahlung" erfolgt durch die Schuldübernahme.

Dud Formulierung des Vertrags darf man dem Notar überlassen. Diese wird ja dafür bezahlt.

-- Editiert von User am 3. Juni 2023 15:15

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#9
 Von 
Jotobanead
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Der Notar war sich hinsichtlich der Formulierung und der steuerlichen Folgen nicht sicher

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4785 Beiträge, 1156x hilfreich)

Steuerlich beraten dürfte er eh nicht.

Bei der Unsicherheit würde ich einen anderen wählen.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#11
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47304 Beiträge, 16759x hilfreich)

Steuerlich ist keine besondere Formulierung erforderlich.

Zitat (von Jotobanead):
Der "Kaufpreis" wäre also 250.000€, die der Darlehensübernahme gegenüberstehen würden.


Da kein weiteres Geld fließen soll, wäre der Kaufpreis die Hälfte des aktuellen Darlehens, also 235.000€.

Das ist dann sowohl Grundlage für die GrESt als auch für die Gebührenbetechnung für Notar und Grundbuchamt.

Dass der geschätzte Verkehrswert bei 250.000€ liegt ist unbeachtlich, da die Abweichung noch innerhalb einer üblichen Verhandlungsmarge liegt.

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