Grundsteuerreform 2022 - Wie wird mit zwei Einfamilienhäusern auf einem Grundstück umgegangen?

16. August 2022 Thema abonnieren
 Von 
jeyetsch
Status:
Frischling
(40 Beiträge, 16x hilfreich)
Grundsteuerreform 2022 - Wie wird mit zwei Einfamilienhäusern auf einem Grundstück umgegangen?

Hallo, wie im Titel bereits dargestellt: Wie werden zwei Einfamilienhäuser auf einem ungeteilten Grundstück für ELSTER datentechnisch erfasst? Ein Haus ist vermietet und ein Haus wird vom Grundstückseigner bewohnt. Ich kann dazu einfach nichts finden. Hat jemand dazu eine Idee?
Danke und Grüße
Jens

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6 Antworten
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#1
 Von 
taxpert
Status:
Student
(2407 Beiträge, 644x hilfreich)

§2 BewG gilt auch für die "neue" GrSt! Von daher zwei eigenständige Grundstücke, das Grundbuch ist steuerlich uninteressant. Es gab doch bisher auch zwei eigenständige EW und GrSt-Bescheide, oder?

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#2
 Von 
jeyetsch
Status:
Frischling
(40 Beiträge, 16x hilfreich)

Hallo und danke für die Rück meldung,

Zitat (von taxpert):
zwei eigenständige EW
Was bedeutet hier EW?

Nein, es gab nicht zwei eigenständige Bescheide. Hausbau 1 war in 2001 und Hausbau 2 in 2015. Grundstück wurde nicht geteilt. Hier wurde dann in 2015 das Haus 2 miettechnisch in die Grundsteuer mit einbezogen...

Grüße Jens

-- Editiert von User am 17.08.2022 07:14

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#3
 Von 
taxpert
Status:
Student
(2407 Beiträge, 644x hilfreich)

Zitat (von jeyetsch):
Was bedeutet hier EW?
Einheitswert.

Zitat (von jeyetsch):
Hier wurde dann in 2015 das Haus 2 miettechnisch in die Grundsteuer mit einbezogen...
Das ist dann für die Einheitsbewertung schlicht falsch!

Wie wurde der Hausbau denn mit der Bewertungsstelle kommuniziert?

Wurde dem FA nur die Vergrößerung der Wohnfläche mitgeteilt? Dann hat man sich ggf. selber besch... und zuviel GrSt bezahlt. Z.B. wenn das Grundstück über 1.200 qm groß ist!

Oder hat man eine zweite Wohnung gemeldet? Dann hat man Steuern hinterzogen, denn bei einem Zweifamilienhaus ist der Vervielfältiger niedriger und die GrSt wird zu niedrig angesetzt!

taxpert

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#4
 Von 
jeyetsch
Status:
Frischling
(40 Beiträge, 16x hilfreich)

Hallo und danke für die Antwort. Ich habe mir mal die Unterlagen von 2015 rausgesucht. Was ich damals kommuniziert habe, weiß ich logischerweise nicht mehr. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass das FA von sich aus aufgrund des Bauantrages auf mich zukam. Das FA hat seinerzeit ein Mietwohngrundstück draus gemacht. Das war mir nicht mehr bewusst. Dann sollte ich es bei der Eingabe bei Elster jetzt auch so behandeln?
Grüße Jens

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#5
 Von 
taxpert
Status:
Student
(2407 Beiträge, 644x hilfreich)

§2 Abs.1 BewG:

Zitat:
Jede wirtschaftliche Einheit ist für sich zu bewerten. Ihr Wert ist im ganzen festzustellen. Was als wirtschaftliche Einheit zu gelten hat, ist nach den Anschauungen des Verkehrs zu entscheiden. Die örtliche Gewohnheit, die tatsächliche Übung, die Zweckbestimmung und die wirtschaftliche Zusammengehörigkeit der einzelnen Wirtschaftsgüter sind zu berücksichtigen.


Auszug aus einem Kommentar zum BewG, hier zu §2 BewG "Wirtschaftliche Einheit"
Zitat:
Bei Doppelhäusern und Reihenhäusern ist i.d.R. jedes einzelne Haus als eine selbständige wirtschaftliche Einheit zu behandeln. Das gilt insb. dann, wenn das einzelne Haus unabhängig von den Nachbarhäusern veräußert werden kann. Nach der Verkehrsauffassung sind nebeneinander liegende Wohngebäude desselben Eigentümers dann getrennte wirtschaftliche Einheiten, wenn sie durch Brandmauern und Trennwände voneinander getrennt sind, gesonderte Eingänge, gesonderte Hausnummern, eigene Versorgungsanschlüsse usw. haben. Vollständig getrennte Versorgungseinrichtungen sind für die Annahme mehrerer wirtschaftlicher Einheiten nicht zwingend erforderlich.

Bilden schon auf einem Grundstück stehende Doppel- oder Reihenhäuser mehrere wirtschaftliche Einheiten, so wird dieses erst recht zu gelten haben, wenn Gebäude räumlich voneinander getrennt errichtet wurden. Diese bilden vom äußeren Eindruck her noch viel weniger eine Einheit.


M.E.n. liegen und lagen schon immer zwei von einander unabhängig zu bewertende wirtschaftliche Einheiten, Grundstücksart "Einfamilienhaus" vor! Das das Grundstück grundbuchmäßig nicht geteilt ist, spielt für die Bewertung keine Rolle!
Die bisherige -wahrscheinlich falsche- Beurteilung seitens des FA spielt keine Rolle, da aus dem bisherigen Einheitswert keine Bindungswirkung für den Grundsteueräquivalenzbetrag erwächst.

taxpert

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#6
 Von 
jeyetsch
Status:
Frischling
(40 Beiträge, 16x hilfreich)

...d.h., ich teile das Flurstück gedanklich und qm-technisch durch zwei und trage zwei verschiedene Häuser ein?

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