Hausverkauf Schenkungssteuer - Spekulationssteuer?

21. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
julsez
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 1x hilfreich)
Hausverkauf Schenkungssteuer - Spekulationssteuer?

Guten Abend zusammen,
ich bin mir unsicher, ob ich eine Spekulationssteuer zahlen muss oder nicht und würde mich sehr über Ihre Antworten freuen.
Im Jahr 2019 habe ich einen hälftigen Anteil einer Doppelhaushälfte von der Partnerin meines Vaters geschenkt bekommen (es bestand also kein Verwandtschaftsgrad). In dem Zuge musste ich eine Schenkungssteuer i.H.v. 6.420€ an das Finanzamt gezahlt. In dem Haus haben hat die Lebensgefährtin meines Vaters und mein Vater 6 Jahre drin gewohnt. Da die Partnerin meines Vaters kurz darauf an Krebs verstarb (2019) und das Haus zu groß für meinen Vater alleine war, wurde das Haus im Jahr 2020 von mir (50%) und dem Sohn der Verstorbenen (50%) verkauft. Nach Abzug aller Nebenkosten (Notar, etc.), den Vorfälligkeitszinsen und der Restschuld erhielt ich 47.320€.

Muss ich auf den Betrag eine Spekulationssteuer zahlen? Und falls ja, wie wird diese vom Finanzamt "einbezogen"?

Vielen Dank im Voraus und schöne Grüße,
Julsez

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13655 Beiträge, 4348x hilfreich)

Hallo,

wenn es wirklich eine Schenkung war, also ohne Gegenleistung, dann hast du auch die Anschaffungsdaten mit übernommen. Wenn das Haus vor mehr als 10 Jahren gekauft wurde wäre es steuerfrei.

Das Anschaffungsdatum hast du leider nicht genannt. Wenn ich aber 2019 minus 6 Jahre rechne dann vermute ich, dass es 2013 war. Macht also bis 2020 sieben Jahre, und ja, dann ist der Gewinn (Verkaufserlös minus Anschaffungskosten) steuerpflichtig.

Stefan


-- Editiert von User am 22. November 2023 00:22

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#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47345 Beiträge, 16769x hilfreich)

Zitat (von julsez):
Im Jahr 2019 habe ich einen hälftigen Anteil einer Doppelhaushälfte von der Partnerin meines Vaters geschenkt bekommen


Relevantes Anschaffungsdatum ist dann die Anschaffung durch die Partnerin Deines Vaters. Wenn diese Anschaffung vor dem Jahr 2010 erfolgt ist, dann fällt keine Spekulationssteuer an.

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#3
 Von 
julsez
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 1x hilfreich)

Vielen Dank für die schnellen Antworten! :-) Die Spekulationssteuer würde dann über die Einkommenssteuer abgeführt werden, richtig?

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47345 Beiträge, 16769x hilfreich)

Zitat (von julsez):
Die Spekulationssteuer würde dann über die Einkommenssteuer abgeführt werden, richtig?


Ja richtig. Der Spekulationsgewinn ist in der Einkommensteuererklärung anzugeben, indem man die Anlage SO ausfüllt.

Da in so einem Fall eine Pflichtveranlagung vorliegt, ist man damit schon reichlich spät dran. Eigentlich hätte die Steuererklärung spätestens am 31.08.2021 abgegeben werden müssen.

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
julsez
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 1x hilfreich)

Oh man.. da wurde ich schlecht aufgeklärt. Aber Unwissenheit schützt nicht vor „Strafe" bzw. in dem Fall vor Steuern. Vielen Dank für die Antwort!

Eine letzte Frage hätte ich noch: Da das Kaufdatum der Immobilie für mich als Beschenkte gilt, gilt dann auch die dreiährige Wohndauer der Verstorbenen für mich?

Ich habe gelesen, dass die Steuern entfallen, wenn man selbst drei Jahre in der Immobilie gewohnt hat. Mein Vater hat dort mit seiner Partnerin 5 Jahre lang gewohnt. Gibt es hier eventuell ein „Schlupfloch"?

Viele Grüße,
Julsez

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#6
 Von 
Tom998
Status:
Student
(2051 Beiträge, 1182x hilfreich)

Nein, Ausnahmetatbestände wie Eigennutzung müssen durch den Veräußerer selbst verwirklicht worden sein.

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