Ist mein Arbeitszimmer von der Steuer 2021 absetzbar?

22. Februar 2022 Thema abonnieren
 Von 
Goldbergkobold
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Ist mein Arbeitszimmer von der Steuer 2021 absetzbar?

Hallo Zusammen,
ich bin gerade dabei meine Steuer fürs Jahr 2021 zu machen. Nun stehe ich vor der Entscheidung häusliches Arbeitszimmer vs. Home Office Pauschale... Ich hoffe ihr könnt mir hier behilflich sein :-)

Im Jahr 2021 habe ich 120 Tage im "Homeoffice" verbracht und an 103 Tagen das Büro aufgesucht.
Wenn ich von zu Hause aus arbeite, dann habe ich meinen festen Platz in einem separaten Raum inkl. Bürostuhl, Bürotisch, 2 Monitoren und einer Dockingstation für das Laptop. Im Raum befindet sich außerdem noch ein kleiner Aktenschrank und ein Rollcontainer. Zusätzlich haben wir in diesem Raum aber auch unsere Kleiderschränke untergebracht (einen großen und einen kleineren). Der Raum wird also zusätzlich dafür genutzt um sich seine Kleidung heraus zu suchen. Ein Spiegel o.ä. ist nicht angebracht und so würde ich es auch nicht als Ankleidezimmer bezeichnen.
Lt. Internet handelt es sich um ein Arbeitszimmer wenn der Raum zu mindestens 90% für die Arbeit genutzt wird. Nun ist die Frage.. wie werden denn die 10% ausgelegt? Ist das die Dauer des Aufenthalts zu entsprechendem Zwecke?
Der "Arbeitsraum" hat 11,24 qm. Die Wohnung hat insgesamt 91,53 qm.
Stellt dieser Raum ein Arbeitszimmer dar?
Wichtig zu sagen ist noch, dass ich einen Arbeitsplatz im Unternehmen habe der theoretisch immer für mich bereit stand. Lediglich seit November 2021 war die Anordnung des Arbeitgebers nur ins Office zu kommen um "Projektmeetings" etc. abzuhalten. Ansonsten war der Aufenthalt im Office nicht erwünscht.
Vielen Dank für eure Hilfe.
Gruß

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4971 Beiträge, 1186x hilfreich)

Zitat (von Goldbergkobold):
Stellt dieser Raum ein Arbeitszimmer dar?
Wichtig zu sagen ist noch, dass ich einen Arbeitsplatz im Unternehmen habe der theoretisch immer für mich bereit stand.

Damit besteht ein Abzugsverbot unabhängig von den Kleiderschränken und es bleibt die Home-Office-Pauschale und der Abzug von Arbeitsmitteln.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#2
 Von 
Goldbergkobold
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke erst mal für die flotte Antwort :-)

Zitat (von Cybert.):
Damit besteht ein Abzugsverbot unabhängig von den Kleiderschränken und es bleibt die Home-Office-Pauschale und der Abzug von Arbeitsmitteln.


Ist das auch so, wenn der Aufenthalt im Office nicht erwünscht war? Quasi seit November ist ja die Anordnung vom IfSG dass man Homeoffice annehmen muss sobald möglich?

Sobald ich einen Arbeitsplatz im Unternehmen habe der leer steht wenn ich von zu Hause aus arbeite ist, erhalte ich keine Zulagen für ein häusliches Arbeitszimmer?

Danke

Gruß

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#3
 Von 
taxpert
Status:
Student
(2417 Beiträge, 644x hilfreich)

Zitat (von Cybert.):
Damit besteht ein Abzugsverbot ... und es bleibt die Home-Office-Pauschale und der Abzug von Arbeitsmitteln.
Hier hat sich die Verwaltungsauffassung ein wenig geändert.

-anderer Arbeitsplatz
"Kein anderer Arbeitsplatz" liegt auch vor bei Gründen des Gesundheitsschutzes auch ohne Anweisung des ArbG.

-Mittelpunkt der Tätigkeit
Erbringt der ArbN wegen der Corona-Pandemie die Arbeit zeitlich überwiegend im Home Office, dann liegt hier der Mittelpunkt der Tätigkeit.

Das gilt natürlich nur, wenn ein typusmäßiges häusliches Arbeitszimmer vorliegt! Und genau das liegt ja offenbar nicht vor ...
Zitat (von Goldbergkobold):
Zusätzlich haben wir in diesem Raum aber auch unsere Kleiderschränke untergebracht (einen großen und einen kleineren). Der Raum wird also zusätzlich dafür genutzt um sich seine Kleidung heraus zu suchen.


Zitat (von Goldbergkobold):
Lt. Internet handelt es sich um ein Arbeitszimmer wenn der Raum zu mindestens 90% für die Arbeit genutzt wird. Nun ist die Frage.. wie werden denn die 10% ausgelegt? Ist das die Dauer des Aufenthalts zu entsprechendem Zwecke?
Drücken wir es mal so aus: Der BFH hat bereits das Vorhandensein eines leeren (!) Schrankes als Indiz für eine private Mitnutzung von nicht untergeordneter Rolle angesehen! Wie meinst DU, wird er das Vorhandensein der Kleiderschränke der Familie werten?

taxpert

Signatur:

"Yeah, I'm the taxman
and you're working for no one but me!"

The Beatles, Taxman

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#4
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4971 Beiträge, 1186x hilfreich)

Zitat (von taxpert):
-anderer Arbeitsplatz
"Kein anderer Arbeitsplatz" liegt auch vor bei Gründen des Gesundheitsschutzes auch ohne Anweisung des ArbG.

Das wäre dann für 1/6 so, wobei der Betrag von 1.250 Euro nicht nur anteilig wäre.
Bliebe das von Dir erwähnte Problem der Qualifikation als häusliches Arbeitszimmer.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#5
 Von 
Goldbergkobold
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Ok das hilft mir weiter. Wenn das Zimmer sowieso schon nicht als Arbeitszimmer gewertet wird ist es ja sowieso egal. Ich war mir nur nicht sicher wie das mit den 90% bzw. 10% ist.
Aber vielen Dank

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