Kamera für Webauftritte

10. Oktober 2010 Thema abonnieren
 Von 
desert-fox
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 1x hilfreich)
Kamera für Webauftritte

Hallo zusammen,

ich betreibe nebenberuflich ein kleines Unternehmen und biete u.A. Webdesign an. Ich überlege im Moment ob ich mir eine hochwertige DSLR-Kamera (ca. 1300€) kaufe, um teilweise Produkte, Objekte und Menschen zu fotografieren. Gibt nur wenige Websiten ohne Fotos :-)

Kann ich die Kamera dann steuerlich absetzen?

Vielen Dank für eure Antworten.

Viele Grüße
David

-- Editiert am 10.10.2010 08:45

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17 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Lisa_Lisa
Status:
Beginner
(131 Beiträge, 18x hilfreich)

Du hast also ein Unternehmen angemeldet , ja?
Dein Unternehmen ist Webdesign, richtig?
Dann kannst du die Cam auch absetzen, nur: wenn ihr Nettowert (!) zwischen 150,01€ und 1.000,00€ ist, musst du sie auf 5 Jahren verteilen, also abschreiben. Kannst sie also nicht im ersten Jahr ganz ansetzen.

Sofortaufwand: Nettowert bis 150,00€
GWG Poolabschreibung (wie in deinem Falle): 150,01€ bis 1.000,00€
Ab 1.000,01€ (Nettowert): auf die Nutzungsdauer verteilen und nur anteilig abschreiben.

Vorteil, wenn ihr Nettowert bis 1.000€ ist: du brauchst sie nicht anteilig abzuschreiben, sondern kannst 1/5 ganz für das erste Jahr ansetzen, auch wenn du sie im Dezember kaufst.
Die Vorsteuer kannst du auch ganz geltend machen, Voraussetzung: du bist kein Kleinunternehmer.



-- Editiert am 10.10.2010 10:28

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#2
 Von 
desert-fox
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo Lisa_Lisa,

vielen Dank für deine Antwort.

Ich hatte ein paar Randinfos vergessen.

Selbstverständlich ist das Unternehmen angemeldet. Bei der Anmeldung wurde ebenfalls angegeben, das die Tätigkeiten u.A. Webdesign sind. Da es Nebenberuflich läuft und Zeit manchmal etwas knapp ist, läuft es als Kleingewerbe.

Die Kamera wird etwa 1300€ kosten. Das macht Netto 1053€. Kann ich das trotzdem auf 5 Jahre absetzen?

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#3
 Von 
dem User continually known as Mortinghale
Status:
Lehrling
(1902 Beiträge, 319x hilfreich)

Kamera = Absetzung auf 7 Jahre.



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""

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#4
 Von 
desert-fox
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 1x hilfreich)

Alles klar!

Danke!!!

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#6
 Von 
desert-fox
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 1x hilfreich)

Ok davon hatte ich auch schon gelesen...

Wenn ich noch eine minderwertigere Kamera im Haushalt habe, dann kann ich doch sagen, dass ich diese für private Zwecke und die teure für die nebenberuflichen Zwecke nutze :-)

Wie genau funktioniert das mit "...Wenn nicht, einfach einen Anteil der AfA als Privatentnahme = Einnahme buchen!" ??? Was genau muss ich dann machen?

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#7
 Von 
Lisa_Lisa
Status:
Beginner
(131 Beiträge, 18x hilfreich)

Die Cam wird nur deswegen auf 7 Jahre (und zwar zeitanteilig dann!, d.h. monategenau), weil sie den Nettobetrag von 1.000€ übersteigt. Da gibt es keine Ausnahmen mehr, also bei 1.000,01€ muss die schon normal abgeschrieben werden, also 7 Jahre. Kannst du mit dem Verkäufer nicht verhandeln?
Aber: falls du zu der Cam zB noch ein größeres Objektiv kaufen solltest, dann wird dieses auch auf den Anschaffungskosten hinzugerechnet. Dann kannst du auch über die 1.000€ Grenze hinauskommen.
Mit der Privatentnahme würde ich in dem Zusammenhang nicht anfangen, weil das Finanzamt sonst Zweifeln an die betriebliche Einsetzung hat. Für Privatzwecke reicht auch eine 100€ Kamera aus, nur meine persönl. Meinung.

Edit: wir haben gleichzeitig gepostet :-). Ja, ich würde das mit der private Nutzung auch so halten, wie du's bereits beschrieben hast. Als Argument könnte auch angeführt werden, dass die Cam so groß und unpraktisch für den privaten Einsatz ist, dass du dafür eine normale andere Kamera benutzen wirst.

Wie ist es: wenn du Rechnungen schreibst, musst du USt ausweisen? Und wie ist es wenn du zB was einkaufst, bist du berechtigt die USt als Vorsteuer geltend zu machen?

-- Editiert am 10.10.2010 12:09

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#8
 Von 
desert-fox
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 1x hilfreich)

Also wenn ich nur die Cam kaufe, dann liegt die bei 1100€ Brutto = 891 € Netto! Damit würde ich drunter liegen. Das Objektiv dazu kostet knapp 300€ Brutto = 243€ Netto.

Unglücklich ist, dass die Cam als Kit für 1300 € Brutto und getrennt 1400€ Brutto kostet.

Was ist denn eurer Meinung die sauberste Lösung ohne dass ich nächtstes Jahr viele Abgabesteuern zahlen muss und dafür nix habe? Cam im Kit oder Cam und Objektiv seperat kaufen?

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#9
 Von 
Lisa_Lisa
Status:
Beginner
(131 Beiträge, 18x hilfreich)

Es ist egal, ob du das Objektiv separat kaufen willst, weil du das auch später zu der Cam aktivieren musst.... du kommst also so oder do net um die Hinzuaddierung und der Aktivierung in dem Fall.
Die beste Lösung wäre, wenn du ganz unter 1000€ bleiben würdest *schmunzel*.
Finde dich damit ab, dass du sie auf 7 Jahre abschreiben musst. Dann musst du dir auch für die Zukunft keine Gedanken mehr bei einer Zusatzanschaffung machen. Ist halt doof, dass du diese Zusatzdinger in dem Fall auch abschreiben musst, weil du sie zu den Anschaffungskosten der Cam dazu packen musst. Ausser Reparaturen und sowas.

-- Editiert am 10.10.2010 12:26

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#10
 Von 
desert-fox
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 1x hilfreich)

Ich betreibe Webdesign und bin kein Fotograf mit einem Fotostudio :-)

Daher reicht eine semiprofessionelle Kamera für meine Bedürfnisse aus.

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#11
 Von 
desert-fox
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 1x hilfreich)

Also ich schreibe auf meine Rechnungen nur den Netto-Betrag. Da ich als Kleingewerbe gemeldet bin, muss ich keine USt. angeben. Da ich nur Dienstleistung verkaufe und keine sachliche Produkte, muss ich auch keine MwSt. ausweisen.

Vorsteuern zahle ich nicht, da die Einnahmen sehr stark schwanken und ich in manchen Monaten keine und in anderen mehr Einnahmen habe. Aus diesem Grund hat mir das Finanzamt die Vorsteuer auf 0€ gesetzt.

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#13
 Von 
desert-fox
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 1x hilfreich)

Meine Güte, es ist wirklich nicht einfach hier in dem Land :-(

Ich kaufe die Kamera mit Objektiv für die 1300€ Brutto und werde es so angeben, dass ich die Kamera für meine berufliche Tätigkeit benötige. Wenn die zweifel haben, dann werde ich sagen, dass ich meine Ausrüstung nach mir zur Verfügung stehendem Budget kaufe und nicht nur nach dem was ich will.

Für den privaten Gebrauch werde ich meine kleine Cam nutzen und kann diese auch vorlegen. Die Große ist mir für den privaten Bereich zu sperrig.

Vielleicht unterstellen die mir dann "Liebhaberei" :-)
Würde mir auch nur zu Gute kommen wenn ich ehrlich bin :-)

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#15
 Von 
desert-fox
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 1x hilfreich)

Das geht ja immer weiter hier :-)

Also Bsp.
Ein Kunde kauft bei mir eine Dienstleistung (z.B.) eine Website.
Die Dienstleistung wird meinerseits erbracht und die Rechnung stelle ich mit 1300€ aus.
Da Kleinunternehmen muss ich keine USt. erheben d.h. der Kunde zahl mir nur die 1300€.

Ich hab es bisher so gemacht, dass ich in meiner Steuererklärung dann die Nebeneinkünfte mit angegeben habe. Sobald ich dann meine Einnahme angebe, werden dies doch versteuert sofern ich keine Ausgaben dagegen rechne.

Mach ich da was falsch? Sorry wenn der erstellte Thread nun etwas abschweift.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Lisa_Lisa
Status:
Beginner
(131 Beiträge, 18x hilfreich)

Also feststeht, dass Sie nicht vorsteuerberechtigt sind. Sie können also die bereits entrichtete Umsatzsteuer nicht in Form der Vorsteuer geltend machen.

Dass das Finanzamt eine solch hohe Investition nicht als beruflich bedingt anerkennt, halte ich für unwahrscheinlich. Mein Exfreund ist Webdesigner und hat seine Cam, die auch so teuer war, auch ansetzen können. Selbstverständlich braucht ein Webdesigner auch Bilder für die Herstellung von Homepages, die er ja im Auftrag der Kunden macht. Maschinen, Häuser, alles muss forographiert werden. Und übrigens: er hat keinen Privatanteil angesetzt.

Wenn Sie ein Gewerbe angemeldet haben, dass müssen Sie doch auch die Steuererklärung abgeben... als Einkünfte aus Gewerbebetrieb in Ihrem Fall. Also zumindest eine Anlage G zur Einkommensteuererklärung haben.

-- Editiert am 10.10.2010 16:23

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