Kauf von Privat - Rechnung mit oder ohne USt.

13. November 2015 Thema abonnieren
 Von 
WebJumper
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 6x hilfreich)
Kauf von Privat - Rechnung mit oder ohne USt.

Hallo zusammen,
wie erstellt man eine Rechnung wenn folgende Sachlage vorliegt.

Ein Unternehmen (kein Minijobber oder sonstige Außnahmen) kauf für 500 Euro von Privat einen Gegenstand.
Die Privatperson bestätigt den Verkauf mit einer Privatrechnung in Höhe von 500 Euro ohne MwSt / USt.

Dieser Gegenstand soll ohne Gewinn an Privat weiterverkauft werden.
Zusätzlich wird eine Dienstleistung in Höhe von 500 Euro fällig.

Auf die 500 Euro Dienstleistung werden 19% Ust. berechnet.
Wie verhält sich das mit dem Kauf und Weiterverkauf des 500 Euro Gegenstandes? Müssen hierauf auch 19% USt. berechnet werden? Oder kann man das ohne USt. ausweisen?

Vielen Dank für die Info.

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Charlie@098
Status:
Schüler
(441 Beiträge, 264x hilfreich)

Zitat:
Müssen hierauf auch 19% USt. berechnet werden? Oder kann man das ohne USt. ausweisen?


Natürlich mit Ust.

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#2
 Von 
WebJumper
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 6x hilfreich)

D.h. dann dass ich auf die 500 nochmal 19% aufschlagen muss.
Kann man das nicht irgendwie 1:1 ohne Aufschlag durchreichen?
Würde der "Endkunde" (Privatperson) den Gegenstand selber erstehen würde ja auch keine USt.fällig.

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#3
 Von 
Mahnman
Status:
Senior-Partner
(6041 Beiträge, 1341x hilfreich)

Davon ausgehend, dass der Gegenstand gebraucht war gibt es dafür die Differenzbesteuerung.

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#4
 Von 
WebJumper
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 6x hilfreich)

Zitat (von Mahnman):
Differenzbesteuerung


Und das bedeutet dann?

Keine Sorge, ich hab kein Unternehmen - sonst sollte ich wohl wissen wie das richtig berechnet wird. ;)
Mir erscheint es nur komisch, dass ein Gegenstand für eine Privatperson plötzlich teurer wird, wenn es durch eine Drittperson "geschleust" wird.

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#5
 Von 
Mahnman
Status:
Senior-Partner
(6041 Beiträge, 1341x hilfreich)

Dann häng ich hier mal den Gesetzestext an:

Zitat:
Umsatzsteuergesetz (UStG)
§ 25a Differenzbesteuerung
(1) Für die Lieferungen im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 von beweglichen körperlichen Gegenständen gilt eine Besteuerung nach Maßgabe der nachfolgenden Vorschriften (Differenzbesteuerung), wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

1.
Der Unternehmer ist ein Wiederverkäufer. Als Wiederverkäufer gilt, wer gewerbsmäßig mit beweglichen körperlichen Gegenständen handelt oder solche Gegenstände im eigenen Namen öffentlich versteigert.
2.
Die Gegenstände wurden an den Wiederverkäufer im Gemeinschaftsgebiet geliefert. Für diese Lieferung wurde

a)
Umsatzsteuer nicht geschuldet oder nach § 19 Abs. 1 nicht erhoben oder
b)
die Differenzbesteuerung vorgenommen.

3.
Die Gegenstände sind keine Edelsteine (aus Positionen 71 02 und 71 03 des Zolltarifs) oder Edelmetalle (aus Positionen 71 06, 71 08, 71 10 und 71 12 des Zolltarifs).

(2) Der Wiederverkäufer kann spätestens bei Abgabe der ersten Voranmeldung eines Kalenderjahres gegenüber dem Finanzamt erklären, dass er die Differenzbesteuerung von Beginn dieses Kalenderjahres an auch auf folgende Gegenstände anwendet:

1.
Kunstgegenstände (Nummer 53 der Anlage 2), Sammlungsstücke (Nummer 49 Buchstabe f und Nummer 54 der Anlage 2) oder Antiquitäten (Position 9706 00 00 des Zolltarifs), die er selbst eingeführt hat, oder
2.
Kunstgegenstände, wenn die Lieferung an ihn steuerpflichtig war und nicht von einem Wiederverkäufer ausgeführt wurde.

Die Erklärung bindet den Wiederverkäufer für mindestens zwei Kalenderjahre.
(3) Der Umsatz wird nach dem Betrag bemessen, um den der Verkaufspreis den Einkaufspreis für den Gegenstand übersteigt; bei Lieferungen im Sinne des § 3 Abs. 1b und in den Fällen des § 10 Abs. 5 tritt an die Stelle des Verkaufspreises der Wert nach § 10 Abs. 4 Nr. 1. Lässt sich der Einkaufspreis eines Kunstgegenstandes (Nummer 53 der Anlage 2) nicht ermitteln oder ist der Einkaufspreis unbedeutend, wird der Betrag, nach dem sich der Umsatz bemisst, mit 30 Prozent des Verkaufspreises angesetzt. Die Umsatzsteuer gehört nicht zur Bemessungsgrundlage. Im Fall des Absatzes 2 Satz 1 Nr. 1 gilt als Einkaufspreis der Wert im Sinne des § 11 Abs. 1 zuzüglich der Einfuhrumsatzsteuer. Im Fall des Absatzes 2 Satz 1 Nr. 2 schließt der Einkaufspreis die Umsatzsteuer des Lieferers ein.

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