Kindergeld, verheiratet, Abzweigung (kompliziert)

18. März 2010 Thema abonnieren
 Von 
Nerfenina
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 8x hilfreich)
Kindergeld, verheiratet, Abzweigung (kompliziert)

Hallo,
angenommen, eine erwachsene Behinderte bzw. deren Mutter bezieht Kindergeld. Es sei der Familienkasse bekannt, daß das "Kind" verheiratet ist, jedoch wurden bisher weder Einkommensnachweise des Kindes noch des Ehemannes verlangt.

Frage 1: gehe ich richtig in der Annahme, daß das Einkommen bei Behinderten nicht zählt (das Kind ist arbeitslos)? Zumindest steht es so im Gesetz (oder zumindest sind Behinderte ausgenommen, wo die Frage mit dem Einkommenshöchstbetrag geklärt wird) oder droht irgendwann eine extrem hohe Rückforderung? Das Kind sei übrigens schon zum zweiten Mal verheiratet, hat beide Ehen angegeben und auch der behinderte Exmann, dessen Mutter ebenfalls Kindergeld bezieht, hat noch nie eine Aufforderung bekommen, das Einkommen der Ehefrau nachzuweisen.

Frage 2: die Mutter des "Kindes" wird vermutlich in Kürze in HartzIV rutschen, kann das Kind einen Abzweigungsantrag stellen?

Ist nach eurer Meinung hier alles korrekt gelaufen oder müßte das Kind befürchten, dass das Kindergeld zurückgefordert wird? Es ginge hierbei um die vergangenen 7 Jahre! (Das Einkommen des neuen Ehemanns liegt etwas über dem Satz)

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47181 Beiträge, 16720x hilfreich)

Voraussetzung für den bezug von Kindergeld über das 25. Lebensjahr hinaus ist, dass eine Behinderung vorliegt, die dazu führt, dass das Kind außerstande ist, sich selbst zu unterhalten.

Es gilt daher keine Einkommensgrenze, weil mit der Erzielung von Einkommen die Voraussetzung für den Bezug des Kindergeldes nicht mehr gegeben ist. Dann wäre das Kind ja nicht mehr außerstande, für den eigenen Unterhalt zu sorgen.

Dabei ist es nicht einmal notwendig, dass das Kind tatsächlich Einkommen erzielt. Es reicht, dass es trotz der Behinderung in der Lage wäre, ein ausreichendes Einkommen zu erzielen. Eine Einkommensgrenze ist nicht genannt, weil ein Kind auch dann nicht in der Lage ist sich selbst zu unterhalten, wenn das Einkommen neben den Grundbedürfnissen (8.004€) auch der behinderungsbedingte Mehrbedarf bei der Beurteilung berücksichtigt wird.

Eine Heirat steht dem Bezug von Kindergeld jedoch nicht grundsätzlich entgegen. Der Kindergeldanspruch besteht weiter, wenn das Einkommen des Ehemannes nicht ausreicht und daher die Eltern weiter für den Unterhalt ihres Kindes aufkommen müssen.

Insgesamt gehe ich daher davon aus, dass der Bezug von Kindergeld zu Recht erfolgt ist.

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