Kosten für nicht leibliche Kinder

27. Januar 2017 Thema abonnieren
 Von 
Schwabe1769
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 3x hilfreich)
Kosten für nicht leibliche Kinder

Hallo zusammen,
habe da mal eine Frage zur Absetzung der Kosten für Kinder in eigenen Haushalt:
Folgender Sachverhalt:
Meine von mir getrennt lebende Frau, hat nach dem Auszug aus unseren Haus ihren Sohn (jetzt 14) bei mir gelassen. Ich bekomme zwar für ihm das Kindergeld monatlich überwiesen, aber keinen Unterhalt - weder von der Mutter, die das alleinige Sorgerecht weiterhin hat, noch vom leiblichen Vater.
Ich wollte jetzt via Steuerprogramm daher die Kosten für den Unterhalt des Kides, für den ich ja jetzt aufkomme, obwohl ich es nicht müsste, steuerlich absetzen. Wenn ich aber diese Kosten eingebe, wird mir nichts gutgeschrieben, weil es dort heisst, dass das Finanzamt davon ausgeht, dass man für das Kind sowohl das Kindergeld, als auch den ihm zusteheneden Unterhalt bekäme, was aber nicht der Fall ist.
Welche Möglichkeiten hat man, diese zusätzlichen Kosten, die ja nicht unerheblich sind, steuerlich geltend zu machen?

Vielen Dank schon einmal für die Antworten und Ratschläge

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10 Antworten
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#1
 Von 
guest-12313.09.2017 08:51:03
Status:
Student
(2271 Beiträge, 712x hilfreich)

Würde mal prüfen, ob die Voraussetzungen für die Abgabe der Anlage Kind vorliegen. Sollte ja als Pflegekind anerkannt werden:
https://www.smartsteuer.de/portal/lexikon/P/Pflegekind.html

Und wenn kein Unterhalt gezahlt wird, die Übertragung der vollen Freibeträge beantragen.

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#2
 Von 
guest-12313.09.2017 08:51:03
Status:
Student
(2271 Beiträge, 712x hilfreich)

Nachtrag:

Zitat (von Schwabe1769):
Ich bekomme zwar für ihm das Kindergeld monatlich überwiesen


Von der Familienkasse direkt?

-- Editiert von Retels am 28.01.2017 00:37

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#3
 Von 
Schwabe1769
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 3x hilfreich)

Ja, seit einem halben Jahr von der Familienkasse

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#4
 Von 
guest-12313.09.2017 08:51:03
Status:
Student
(2271 Beiträge, 712x hilfreich)

Dann dürfte Anlage Kind richtig sein.

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#5
 Von 
Schwabe1769
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 3x hilfreich)

OK, die Anlage Kind habe ich ja ausgefüllt. Nur bekomme ich da nichts raus, weil dort steht, dass vermutet wird, dass ich für das Kind Unterhaltsleistungen bekomme, was aber nicht der Fall war. Ich bekomme hier dann evtl. den Kinderfreibetrag, die Kosten, die ich aber hatte, ohne dafür eigendlich aufkommen zu müssen, liegen um ein mehrfachen über den Freibetrag.
Kann man diese Kosten evtl. auch unter Anlage U (Unterhalt bzw. Ausgleichszahlungen o.ä.) geltend machen? Dann bekäme ich wenigstens hier wieder was raus?

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#7
 Von 
Schwabe1769
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 3x hilfreich)

Ja, wir sind (leider) noch verheiratet. Den halben Kinderfreibetrag bekomme ich nicht, da ich nicht der leibliche Vater bin. Die Mutter hat das alleinige Sorgerecht und auch den ganzen Kinderfreibetrag. Unterhalt zahlt jedoch weder sie, noch der leibliche Vater für das Kind. Steuerlich bin in in Steuerklasse 1 eingeordnet, da die Mutter, wie bereits erwähnt steuerlich als alleinerziehend gilt, obwohl sie für ihr Kind nicht aufkommt und es auch nicht will.

Nur zum Verständnis: seit anfang des Jahres bin ich offizieller Pflegevater des Kindes - geregelt über das Jugendamt, und bekomme von dort auch Pflegegeld. Das alleinige Sorgerecht hat aber weiterhin die Mutter.

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#9
 Von 
Schwabe1769
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 3x hilfreich)

Vielen Dank,
bin jetzt schon dabei, einen entsprechenden Steuerberater zu finden. Bzgl. Kindergeld ist bereits alles in die Wege geleitet.

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#10
 Von 
guest-12313.09.2017 08:51:03
Status:
Student
(2271 Beiträge, 712x hilfreich)

Zitat (von Schwabe1769):
Die Mutter hat das alleinige Sorgerecht und auch den ganzen Kinderfreibetrag.


Also über die Anlage Kind sollte eine volle Übertragung des Kinderfreibetrags und des Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsfreibetrags möglich sein (zweite Seite mitte).


Zitat (von Schwabe1769):
Steuerlich bin in in Steuerklasse 1 eingeordnet, da die Mutter, wie bereits erwähnt steuerlich als alleinerziehend gilt,


Da passt was nicht. Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende sollte einem auch zustehen (auch zweite Seite). Und für 2017 Steuerklasse 2 beantragen.

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