Nachweis des Kauftages bei Goldmünzen

18. Mai 2009 Thema abonnieren
 Von 
re.fa
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 5x hilfreich)
Nachweis des Kauftages bei Goldmünzen

Hallo,
ich habe Anfang der Neunziger Jahre von privat einige Krügerrandmünzen aus den Siebziger Jahren für einen (damals) recht niedrigen Preis gekauft.
Einen Beleg habe ich seinerzeit nicht bekommen, da es wie gesagt von einer Privatperson gekauft wurde, die für mich vertrauenswürdig war.
Da der Goldpreis jetzt gut steht, würde ich gerne einige Münzen verkaufen.
Mein Problem ist jetzt nur: Wie kann ich nachweisen, dass ich die Münzen nicht innerhalb eines Jahres (also innerhalb der Spekulationsfrist) gekauft habe, sondern schon vor fast zwanzig Jahren?
Den Namen des damaligen Verkäufers habe ich längst vergessen.

Ich hoffe, dass mir jemand helfen kann.

Gruß
re.fa

Haben Sie sich versteuert?

Haben Sie sich versteuert?

Ein erfahrener Anwalt im Steuerrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Steuerrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13654 Beiträge, 4348x hilfreich)

Hallo,

wem solltest du das denn nachweisen müssen? Das FA erfährt von dem Verkauf in der Regel nichts und du musst es auch nicht angeben, da die Spekulationsfrist überschritten wurde.
Falls es sich um größere Summen handelt (oder du dich ziemlich dumm anstellst), könnte allerdings die Bank verpflichtet sein, den Verkauf zu melden (Geldwäschegesetz). Aber auch dann kann dir eigentlich nichts passieren.

MfG Stefan

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
re.fa
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 5x hilfreich)

Hallo Stefan,
grundsätzlich hast du Recht. Da ich Freiberufler bin und natürlich regelmäßig Betriebsprüfungen durchgeführt werden, die auch Geldmittelflüsse zum Inhalt der Prüfung haben, stellt sich diese Frage schon für mich, da das FA ja "dahinter kommt". Ist ja auch völlig o.k. da die Münzen vor zwanzig Jahren gekauft wurden.

Bleibt also für mich immer noch die Frage: Wie kann ich denn "beweisen" dass die Münzen schon vor soviel Jahren gekauft wurden?

Reicht da eine sog. Glaubthaftmachung? Und wenn ja, wie macht man so etwas denn glaubhaft, wenn man den Verkäufer nicht mehr nennen kann?

Gruß
re.fa

2x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
guest-12324.08.2009 16:50:38
Status:
Bachelor
(3432 Beiträge, 2523x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
re.fa
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 5x hilfreich)

Hallo,
ich nehme wohl an, dass überhaupt kein Spekulationsgewinn anfallen würde, da der Goldpreis sogar etwas nachgelassen hat.
Das ändert sich aber ständig, sodass diese Frage immer wieder aufkommt.
Auch in fünf Jahren kann es heissen "wann haben Sie diese denn gekauft" und da haben wir ja kein Abwartejahr für die Spekufrist mehr.
Fällt ja alles drunter.


Gruß
re.fa

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13654 Beiträge, 4348x hilfreich)

Hallo,

quote:
und da haben wir ja kein Abwartejahr für die Spekufrist mehr.
Das trifft auf physisches Gold aber nicht zu, hier gilt die Abgeltungssteuer nicht. Es bleibt also alles wie bisher: innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist gilt der persönliche Einkommensteuersatz (nicht die neuen 25%), außerhalb der Frist ist es nicht steuerbar (sowohl Gewinn, als auch Verlust ;) ).

MfG Stefan


-- Editiert am 21.05.2009 19:20

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
guest-12321.12.2010 11:06:01
Status:
Lehrling
(1893 Beiträge, 176x hilfreich)

Lustig wird es, wenn die Steuerprüfung kommt. Goldmünzen ohne Beleg zu kaufen ist schon sehr ungewöhnlich. Mit der geschilderten Logik würden bei mir regelmäßig Belege im Feuer landen und Käufe in den 90iger Jahren stattgefunden haben.

Die Frage ist letztlich: über welchen Betrag reden wir? Wegen 1 oder 2 Münzen wird keiner Theater machen, insb. weil ich mir nicht vorstellen kann, dass z.B. normale Münzsammler auch jede Rechnung aufheben müss(t)en - aber bei deutlich mehr wird es interessant.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
re.fa
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 5x hilfreich)

Hallo,
ich glaube eher, dass es ungewöhnlich ist, Belege über einen Zeitraum von fast zwanzig Jahren aufzubewahren.
Ich halte das für absoltut nachvollziehbar und in keinster Weise zweifelhaft.

Gerade, wenn man die Münzen von privat gekauft hat.


Gruß
re.fa

3x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 265.347 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
107.350 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen