Progessionsvorbehalt

4. Mai 2004 Thema abonnieren
 Von 
gnu
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Progessionsvorbehalt

Wer kann mir bitte genau erklären was progressionsvorbehalt ist und wir ich die nachzuzahlenend steuerfordeungen umgehen kann.
Kann ich was mit der 1/5 Regelung erreichen

folgende situation 2003: 1.ca. 2000€ ncihtsuterfreie abfindung auf der Karte; 2. 3 Wochen arbeitslosengeld, 3. 5 Monate gearbeitet, 4. 3Monate Insolvenzgeld.

Nun soll ich kräftig nachzahlen. Wie errechnet sich das und was kann ich dagen tun ?

Danke

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47895 Beiträge, 16925x hilfreich)

Warum hier eine Nachzahlung auftritt, ist mir nicht ganz klar. Eigentlich würde ich bei solchen Angaben eine Steuererstattung erwarten. Ob das Finanzamt eine fehlerhafte Berechnung durchgeführt hat, oder hier andere Gründe vorliegen, kann ich aber anhand der Angaben auch nicht beurteilen.

Dazu müsstest Du genaue oder ungefähre
Zahlen über Einkommen, ALG und gezahlte Steuern usw. nennen, wobei ich nicht weiß, ob Du das möchtest.

In Deiner Auflistung fehlt aber noch irgendetwas, da ich nur auf ca. 9 Monate komme, wenn ich alles zusammen rechne. Ein Jahr hat aber 12 Monate.

Für die Abfindung kannst Du wahrscheinlich die 1/5-Regelung in Anspruch nehmen. Bei einem Betrag von 2000€ bringt das aber nicht viel. Die Abfindung sollte auch als Einmalzahlung auf der Steuerkarte ausgewiesen sein.

Ohne Progressionsvorbehalt müsste z.B. jemand, der nur 3 Monate im Jahr gearbeitet hat und dabei z.B. 7500€ (3x2500) verdient hat und deswegen mit seinem Arbeitseinkommen unter dem Grundfreibetrag liegt, keine Steuern zahlen.
Bei Progressionsvorbehat werden die Lohnersatzleistungen, wie z.B. ALG zum Einkommen hinzugerechnet. Dann wird geschaut, welcher Steuersatz sich dann ergibt (z.B. 10%).

Dieser so ermittelte Steuersatz wird dann aber nur auf das Arbeitseinkommen berechnet. In unserem Fall müssten also 750€ Steuern gezahlt werden.

Das ist aus meiner Sicht auch korrekt, da ansonsten jemand, der 1000€ pro Monat verdient (12 Monate im Jahr), mehr Steuern zahlen müsste, als derjenige aus meinem Beispiel, obwohl derjenige aus dem Beispiel insgesamt mit ALG ein deutlich höheres Einkommen hatte.

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#2
 Von 
Mampfred
Status:
Schüler
(261 Beiträge, 45x hilfreich)

Progressionsvorbehalt
ist die Erhöhung des Steuersatzes durch steuerfreie Einnahmen. Das geht wie folgt:
Das zu versteuernde Einkommen wird ganz normal berechnet - ohne steuefreie Bezüge (Arbeitslosengeld etc.).
Dann wird das Einkommen um die steuerfreien Einnahmen erhöht. Mit diesem erhöhten Betrag geht man in die Steuertabelle und errechnet den Steuersatz. Dieser Steuersatz ist dann auf das ("normale") Einkommen (ohne stfreie Teile) anzuwenden.

Durch den ansteigenden (progressiven) Tarif der Tabelle ist dieser Satz höher als der, der auf das stpflichtige Einkommen entfällt. Deswegen kommt es zu einer höheren Besteuerung.

-- Editiert von Mampfred am 06.05.2004 14:53:01

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
gnu
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Jetzt habe ich es verstanden! DIe 3 Monate die vergessen hatte aufzuzählen war ich noch bei der Firma beschäftigt von der ich die Abfindung bekam.

Wie funtioniert das mit der 1/5 Regelung? Auch wenn ich es wahscheilich nicht anwenden kann/muß?

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47895 Beiträge, 16925x hilfreich)

Bei der 1/5-Regelung wird geschaut, um wieviel sich die Steuer erhöht, wenn nur 1/5 der Abfindung versteuert wird. Diese Differenz wird dann mit 5 multipliziert.

Die Steuerersparnis wird dadurch verwirklicht, dass sich die Steuerprogression nicht so stark auswirkt.

Bei einer Abfindung von 2000€ wirkt sich das kaum aus, da Du selbst bei normaler Versteuerung nur geringfügig in der Progression höher kommst. Die Steuerersparnis durch die 1/5-Regelung bei Dir schätze ich auf etwa 10€.

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