Rechnung vom Steuerberater rechtens??

17. Mai 2018 Thema abonnieren
 Von 
Kandey
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 1x hilfreich)
Rechnung vom Steuerberater rechtens??

Hallo zusammen,

vor ca. 2 Monaten wollte ich zum ersten Mal meine Steuererklärung bei einem Steuerberater machen lassen, da sich die Steuererklärung dieses Jahr für schwieriger herausstellte (Wohnungskauf, etc.). Schnell habe ich einen Steuerberater gefunden. Telefonisch habe ich einen Termin vereinbart ( ich meine es war 12 Uhr). Ich bin mit all meinen Dokumenten hin. Empfangen wurde ich von einer Dame die sich nicht als Steuerberaterin zu erkennen gab, deswegen dachte ich das wäre nur die Empfangsdame oder ähnliches. Deswegen fand ich es dann auch überraschen, dass Sie dann mit mir die Unterlagen durchgehen wollte. Nun gut, kam mir komisch vor, aber wie gesagt war das erste Mal für mich beim Steuerberater, hab mir also nichts gedacht. Zusammen bin ich mit Ihr die Dokumente durchgegangen und habe Ihr meine Situation und alles erklärt. Unterschreiben musste ich nichts, was mir seltsam vorkam. Auf meine Nachfrage welche Kosten meine Steuererklärung verursachen würde, beantwortete mir die Dame: "Irgendwas mit 250 €, aber ganz genau kann ich Ihnen das nicht sagen" (selbst nach dem Durchgang der Dokumente). Okay selbst da habe ich mir nichts gedacht und habe das Akzeptiert. Nach dem Ich gegangen war, sollte ich Ihr noch nach Absprache meine Elektr. Lohnsteuer schicken, da ich diese vergessen hatte. Um 12:23 bekam ich dann schon die Mail, dass ich bestätigen sollte, das meine Mail korrekt war (da habe ich bereits die Kanzlei verlassen). Daheim angekommen, hatte ich die el. Lohnsteuer eingescannt und um 12:43 zurückgeschickt, und somit Ihre Mail bestätigt. 3 Wochen vergingen doch ich bekam kein Status kein garnichts, ich fühlte mich 0 Beraten oder sonst, was. Keine Unterschrift oder sonstige Daten wollte die Dame haben, also war ich mir unsicher und fragte einen Kumpel der nun bei einem Steuerberater ein Praktikum macht. Er sprach mit seinem Chef fdarüber und dieser hat gemeint, dass es eigentlich nicht sein kann, dass ich mich so unberaten fühle und nicht informiert bin über den weiteren Verlauf. Er bot mir an, dass er meine Steuerklärung übernehmen könnte (natürlich gegen Bezahlung, ganz normal halt). Der Chef war sehr sympathisch, deswegen entschied ich mich mal bei meiner "Steuerberaterin" anzurufen und nach dem Status zu fragen, beziehungsweise, wenn noch Möglich die Steuererklärung abbrechen. Der Anruf ergab, Sie haben meine Steuererkärung selbst nach 3 Wochen nicht bearbeitet. Ich sagte, dass ich dann meine Steuererklärung doch nicht bei Ihnen machen möchte, und ob es möglich ist dies ohne Kosten abzubrechen. Die Frau meinte, das dies kein Problem sei, ich kann meine Dokumente einfach abholen. Auf Ihre Nachfrage wieso ich dies abbrechen wollte, antwortete ich indirekt mit einer Gegenfrage, da ich Ihr jetzt nicht vorwerfen wollte dass Sie planlos für mich wirkt. Nundenn ich ging zu dem neuen Steuerberater, zack 60 Minuten vor Ort gewesen Steuererklärung fertig und direkt elektronisch zum Finanzamt geschickt und auch bezahlt.

Jetzt habe ich gestern eine "Honorrarrechnung" erhalten, in der ich ein Gegenstandswert von 0,75 STD zu einem Satz von 70€ die Stunde zahlen soll, für angeblichen "Rat/Auskunft, nicht mit einer anderen gebührenpflichtigen Tätigkeit zusammenhängend §21 Abs. 1 StBVV 2012" im Zeitraum 2018 . Dies hat mich überrascht, da mir gesagt wurde, dies hätte keinerlei Konsequenzen für mich hat, wenn ich dies Abbrechen würde, sonst hätte ich das natürlich nicht einfach so gemacht.

Ist diese Rechnung rechtens? Erstens ich war bestimmt keine 45 Minuten bei Ihr, zweitens haben meine Recherchen ergeben, dass die Dame keine Steuerberaterin ist (zumindest nicht wie bei den anderen unter dem Namen gekennzeichnet). Ich habe nichts unterschrieben, oder sonstiges. Selbst den genauen Tag kann sie mir nicht nennen, an dem ich vor Ort war, deswegen nehme ich stark an, dass die Kanzlei mir einfach eins auswischen möchte, weil ich das einfach so Abgebrochen habe.

Ich finde, die müssten mir Ihre angeblichen "erbrachte Leistungen" nachweisen.

-- Editiert von Kandey am 17.05.2018 20:59

-- Editiert von Kandey am 17.05.2018 21:02

-- Editiert von Kandey am 17.05.2018 21:07

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7 Antworten
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#2
 Von 
Tom998
Status:
Student
(2073 Beiträge, 1193x hilfreich)

Zitat:
Ich finde, die müssten mir Ihre angeblichen "erbrachte Leistungen" nachweisen.
Ähmmm...
Zitat:
Telefonisch habe ich einen Termin vereinbart ( ich meine es war 12 Uhr). Ich bin mit all meinen Dokumenten hin....Zusammen bin ich mit Ihr die Dokumente durchgegangen und habe Ihr meine Situation und alles erklärt..Auf meine Nachfrage welche Kosten meine Steuererklärung verursachen würde....Nach dem Ich gegangen war, sollte ich Ihr noch nach Absprache meine Elektr. Lohnsteuer schicken, da ich diese vergessen hatte..
Kurzfassung des Romans: Sie haben einen StB beauftragt, ihre Erklärung zu erstellen, keinen Endtermin vereinbart und nach drei Wochen wegen mangelnder Sympathie das Mandat gekündigt und jetzt eine Rechnung über gut 50 € erhalten. Der beste Ratschlag wäre wohl einfach zu zahlen.
Zitat:
Empfangen wurde ich von einer Dame die sich nicht als Steuerberaterin zu erkennen gab, deswegen dachte ich das wäre nur die Empfangsdame oder ähnliches.
Die Dame saß auch am Empfang oder hatte die Emfangsdame komischerweise ein eigenes Büro?
Zitat:
3 Wochen vergingen doch ich bekam kein Status kein garnichts, ich fühlte mich 0 Beraten oder sonst, was.
War überhaupt ein Termin vereinbart? Ihr "Gefühl" ist nicht relevant.
Zitat:
...zweitens haben meine Recherchen ergeben, dass die Dame keine Steuerberaterin ist (zumindest nicht wie bei den anderen unter dem Namen gekennzeichnet).
Könnte auch eine angestellte Steuerberaterin gewesen sein. Bei Ernst & Young arbeiten vermutlich weder ein Herr Ernst noch ein Herr Young.
Wenn der StB nur die gesetzlichen Gebühren abrechnet, muss keine schriftliche Vereinbarung bestehen.
Wenn Sie nicht zahlen, gibt es zwei Möglichkeiten: a) der StB pfeift auf den Kleckerbetrag b) es entstehen zusätzliche Mahn- und Inkassokosten, es könnte auch bis zum Gericht gehen, wenn Sie unterliegen, vervielfacht sich der Betrag

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
guest-12325.11.2022 10:42:04
Status:
Praktikant
(696 Beiträge, 109x hilfreich)

Das ist so eine typische Laienfrage, wo der Herr meint, er wird eingehend vom Kanzleiinhaber für lau beraten und die gesamte Belegschaft steht Gewehr bei Fuss, um diese unfassbar wichtige Steuererklärung fertig zu machen..

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#4
 Von 
Kandey
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Eugenie):
verlangen Sie schriftlich eine Begründung für die Rechnung und warum die ESt nicht bearbeitet wurde - und deuten Sie an, dass Sie ggf. die Schlichtung der Stb-Kammer hinzuziehen werden.


Wollte ich sowieso machen, danke für den Tipp mit der Stb-Kammer.

Zitat (von Tom998):
Kurzfassung des Romans: Sie haben einen StB beauftragt, ihre Erklärung zu erstellen, keinen Endtermin vereinbart und nach drei Wochen wegen mangelnder Sympathie das Mandat gekündigt und jetzt eine Rechnung über gut 50 € erhalten. Der beste Ratschlag wäre wohl einfach zu zahlen.

Nicht wegen mangelnder Sympathie, sondern wegen mangelnder Beratung bzw. Aufklärung generell. Selbst auf die Frage, wie viel die Erklärung kosten wird konnte Sie mir keine Auskunft geben... Wieso sollte ich nicht erbrachte Leistung bezahlen?

Zitat (von Tom998):
Die Dame saß auch am Empfang oder hatte die Emfangsdame komischerweise ein eigenes Büro?

Ich wurde direkt an der Tür Empfangen und direkt in ein Zimmer geführt. Ein Büro oder sonst etwas habe ich nicht zu Gesicht bekommen.

Zitat (von Tom998):
War überhaupt ein Termin vereinbart? Ihr "Gefühl" ist nicht relevant.

Nein, es war keiner vereinbart, aber auch der weitere Vorgang wurde mit keinem Sterbenswort erklärt.


Zitat (von Tom998):
Könnte auch eine angestellte Steuerberaterin gewesen sein. Bei Ernst & Young arbeiten vermutlich weder ein Herr Ernst noch ein Herr Young.
Wenn der StB nur die gesetzlichen Gebühren abrechnet, muss keine schriftliche Vereinbarung bestehen.
Wenn Sie nicht zahlen, gibt es zwei Möglichkeiten: a) der StB pfeift auf den Kleckerbetrag b) es entstehen zusätzliche Mahn- und Inkassokosten, es könnte auch bis zum Gericht gehen, wenn Sie unterliegen, vervielfacht sich der Betrag

Ja aber in dem Fall gibt es sowhl "Herr Ernst" als auch "Herr Young" und beide sind auf Ihrer Webseite als "Steuerberater" gekennzeichnet. Alle anderen Mitarbeiter/innen und auch die betroffen, eben nicht.

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#5
 Von 
Kandey
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von TidoZett):
Das ist so eine typische Laienfrage, wo der Herr meint, er wird eingehend vom Kanzleiinhaber für lau beraten und die gesamte Belegschaft steht Gewehr bei Fuss, um diese unfassbar wichtige Steuererklärung fertig zu machen..

Vielen Dank für Ihren qualifizierten Beitrag der mein Leben bereichert hat.
Wenn Sie pöbeln wollen gehen Sie wo anders hin.
Ich habe bereits gesagt ich bin Leihe und das ich eben nicht Beraten worden bin. Ich habe Ihr meine Dokumente erklärt, Sie mir gar nichts, wo ist das bitte Beraten.

-- Editiert von Kandey am 18.05.2018 17:30

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Tom998
Status:
Student
(2073 Beiträge, 1193x hilfreich)

Zitat:
Ich habe Ihr meine Dokumente erklärt, Sie mir gar nichts, wo ist das bitte Beraten.
Wenn Sie einem Arzt 30 Minuten lang ihre Beschwerden schildern und er dann in 15 Sekunden ein Rezept ausstellt, erwarten Sie vermutlich auch nicht, dass dies gratis erfolgt. Ebenso wenig können Sie erwarten, dass StB die gesamte Tätigkeit alleine ausüben (warum sollten die dann weitere Angestellte haben), es reicht, wenn das Arbeitsergebnis durch einen StB kontrolliert wird. Wenn der neue StB die Erklärung in einer Stunde fertig hatte, hätte es sein Steuerfachgehilfe wahrscheinlich in einer halben Stunde geschafft :-)
Die Frage nach der Vergütung kann auch nicht mit einem Schnellschuss beantwortet werden, da sich diese nach dem Gegenstandswert richtet, der erstmal ermittelt werden muss.
Wie bereits gesagt, eine Rechnung von 50 € halte ich schon für angemessen. Wenn Sie bereits sind, sich darum zu streiten und am Ende ein Mehrfaches zu bezahlen, hält Sie keiner auf. Viel Erfolg.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47758 Beiträge, 16872x hilfreich)

Wenn das Gespräch mit einem echten Steuerberater stattgefunden hat, dann wären 50€ für 45 Min. ein Schnäppchen.

Auch nach meiner Auffassung ist die Höhe der Rechnung nicht zu beanstanden.

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