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Steuerbescheid erhalten, Lohnsteuerbescheinigung bei Erklärung vergessen

8.7.2019 Thema abonnieren Zum Thema: Frage Frau hier
 Von 
seppi2004
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Steuerbescheid erhalten, Lohnsteuerbescheinigung bei Erklärung vergessen

Hallo,
ich habe gerade meinen Steuerbescheid für 2018 für meine Frau und mich erhalten. Nach Prüfung habe ich festgestellt, dass ich vergessen habe, die Werte einer Lohnsteuerbescheinigung meiner Frau zu berücksichtigen. Meine Frau hat 2018 zweimal ihren AG gewechselt. EIn AG hat ihr bis heute die Bescheinigung nicht übermittelt, so dass ich diese vergass, bei der Einkommensteuererklärung zu berücksichtigen. Meine Frau hat die Bescheinigung nun angefordert. Wir werden diese selbstverständlich dem FA nachreichen. Hier mal meine Frage: Da dem FA ja auch die Daten elektronisch übermittelt werden, hätten die nicht von uns deklarierten Werte dort ja auch auffallen müssen, oder? Wäre man überhaupt verpflichtet, dieses noch mal korrigieren zu lassen? Oder dürfte man es auch sein lassen?

Danke für Eure Antworten

Viele Grüße

René

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Frage Frau hier


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Cybert.
Status:
Lehrling
(1839 Beiträge, 436x hilfreich)

Zitat (von seppi2004):
EIn AG hat ihr bis heute die Bescheinigung nicht übermittelt,

Zitat (von seppi2004):
Da dem FA ja auch die Daten elektronisch übermittelt werden, hätten die nicht von uns deklarierten Werte dort ja auch auffallen müssen, oder?

Vielleicht wurden Ihrer Frau und dem FA die Werte nicht übermittelt?!

Zitat (von seppi2004):
Wäre man überhaupt verpflichtet, dieses noch mal korrigieren zu lassen? Oder dürfte man es auch sein lassen?

Da die anrechenbare LSt auch nicht übermittelt wurde, scheint es für Sie von Vorteil zu sein.
Eine spätere Änderung wäre auch nach § 175b Abs. 1 AO noch möglich.

Signatur:"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb." Bert Rürup
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#2
 Von 
seppi2004
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Cybert,

danke für die schnelle und umfangreiche Nachricht.
Heute morgen fand meine Frau die elektronische Lohnsteuerbescheinigung in ihrer Post. Daraus würde ich schließen, dass der AG dei Daten übermittelt hat.
Sicherlich sind meine Frau und ich verpflichtet, als steuerehrliche Bürger, die Einnahmen entsprechend (nach) zu deklarieren - was wir auch tun werden. Hier gestatte ich mir trotzem noch mal die Frage: Wäre es eine Steuerhinterziehung, wenn man das nicht machen würde? Dem FA müsste man ja unterstellen, dass es die Daten haben und entsprechend verwenden sollte.

Danke noch mal für Eure Antworten

Viele Grüße

René

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#3
 Von 
Spejbl
Status:
Praktikant
(816 Beiträge, 132x hilfreich)

Zitat (von seppi2004):
Dem FA müsste man ja unterstellen, dass es die Daten haben und entsprechend verwenden sollte.

Möglicherweise hat der Arbeitgeber nicht fristgerecht gemeldet. Möglich ist aber auch ein Übertragungsfehler bei der Datenübermittlung. Wie dem auch sei:

Ich würde die Änderung melden. Dazu zählt neben dem Einkommen natürlich auch die Änderung der Werte für die Sonderausgaben und die vorausbezahlte Steuer.

Damit bist du auf der sicheren Seite.

Signatur:Jeder für sich allein, ist nichts. Zusammen aber, sind wir ein unschlagbares Team!
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#4
 Von 
Cybert.
Status:
Lehrling
(1839 Beiträge, 436x hilfreich)

Zitat (von seppi2004):
Wäre es eine Steuerhinterziehung, wenn man das nicht machen würde?

M.E. ja, denn unabhängig von den übermittelten Daten war Ihre Erklärung falsch und nach § 153 AO haben Sie eine Berichtigungspflicht.
Etwas Anderes wäre es, wenn Sie die Daten richtig erklärt hätten, aber das FA sie nicht übernommen hätte.

Signatur:"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb." Bert Rürup
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#5
 Von 
seppi2004
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Spejbl,
auch Ihnen vielen Dank für Ihre Erläuterungen.
Dann werde ich mal meiner BErichtigungspflicht nachkommen und dem FA die Daten nachmelden.

Beste Grüße
René

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#6
 Von 
Eugenie
Status:
Student
(2998 Beiträge, 1037x hilfreich)

mein Tipp: Anruf beim FA und Sachverhalt schildern.. geht am schnellsten.

E.

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#7
 Von 
so475670-44
Status:
Praktikant
(532 Beiträge, 164x hilfreich)

Zitat (von seppi2004):
Wäre es eine Steuerhinterziehung, wenn man das nicht machen würde?

Meines Erachtens nicht. Da dem Stpfl. die Bescheinigung nicht vorlag, ist nicht von Vorsatz auszugehen. Steuerhinterziehung könnte allenfalls beim Arbeitgeber erkennbar sein, da dieser zur Anmeldung und Abführung der Lohnsteuer verpflichtet ist.

Zudem ist beim Stpfl. betragsmäßig wohl keine Steuerverkürzung eingetreten, eher das Gegenteil (gibt es eigentlich das Wort "Steuerverlängerung"?), denn die Erstattung wird nun vermutlich höher ausfallen als zuvor. Demnach ist der Tatbestand der Steuerhinterziehung, der eine Verkürzung von Steuern mit Strafe bedroht, gar nicht erfüllt. Gerade deshalb sollte der TE die Steuerklärung berichtigen, da noch weitere Vorsorgeaufwendungen angefallen sind.

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