Steuererstattung und Unterhalt

8. Februar 2005 Thema abonnieren
 Von 
KuschelbaerR
Status:
Student
(2162 Beiträge, 278x hilfreich)
Steuererstattung und Unterhalt

Also, ich hab da mal ne Frage... ;)

So weit ich "gehört" ;) habe, soll bei der Einbeziehung der Einkommensteuererstattung für die Unterhaltsberechnung nur der Betrag berücksichtigt werden, der mit der Erzielung des Einkommens im Zusammenhang steht. So z.B. der Betrag, der auf die Geltendmachung der Werbungskosten entfällt - da ja umgekehrt bei der Berechnung des Unterhalts auch berufsbedingte Aufwendungen (Fahrtkosten oder pauschal 5%) vom Einkommen in Abzug gebracht werden.

Die Erstattung aber, die auf andere Aufwendungen, z.B. außergewöhnliche Belastungen wie
- Krankheitskosten,
- Scheidungsfolgekosten (Gerichts-, Anwaltskosten, Rückzahlung PKH),
- Unterhalt für bedürftige Personen (wenn z.B. der neuen LG Leistungen wie ALG2 wegen eheähnl. Gemeinschaft gekürzt werden und sie deshalb mit unterstützt werden muss)
entfällt, darf wohl bei der Berechnung des Unterhalts nicht berücksichtigt werden - fände ich auch gerecht. Aber was ist heute schon gerecht?
Diese Kosten haben mit der Erzielung des unterhaltsrelevanten Einkommens nichts zu tun,sondern sind Aufwendungen, die der Unterhaltspflichtige zusätzlich hat und ja auch bei der Berechnung des Unterhalts von seinem Einkommen nicht in Abzug bringen darf.

Also wäre es ganz einfach:
- berufsbedingte Aufwendungen werden vor Berechnung das Unterhalts vom Einkommen abgezogen - also Steuererstattung, die durch Werbungskosten zustande kommt, kommt aufs Einkommen mit drauf.
- Aber: Zahnarztkosten, Unterstützung bedürftiger Personen oder Anwaltskosten z.B. haben weder mit Erzielung des Einkommens zu tun, können aber auch nicht vom Einkommen vor Berechnung des Unterhalts abgezogen werden - die Erstattung für diese Kosten bleibt beim unterhaltsrechtlich relevanten Einkommen außen vor.

Die Möglichkeit, das auseinander zu sortieren, wäre ja durchaus gegeben. Das Finanzamt kann diese Berechnungen aufstellen, ein Einkommensteuerprogramm für 3,99 € aus dem Aldi rechnet es auch aus.

Hat jemand Erfahrungen damit gemacht? Gibt es dazu Urteile/Richtlinien?

Da die Frage sowohl Unterhalts- als auch Steuerrecht betrifft, stelle ich sie mal in beiden Unterforen ein.

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