Steuerhinterziehung,weiss nicht weiter...

4. Juni 2004 Thema abonnieren
 Von 
Violetta
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Steuerhinterziehung,weiss nicht weiter...

Ich habe ein großes Problem und weiss gerade nicht mehr weiter einen Steuerberater kann ich mir momentan nicht leisten hoffe das mir vielleicht hier jemand weiterhelfen kann.
Ich arbeite seit 2001 auf selbstständiger Basis bei verschiedenen Firmen u.a interneterotik
Habe dieses nie angegeben und keine Steuern gezahlt,da ich mich damit gar nicht auskenne was ich da genau machen muss.
Jetzt habe ich einen Bescheid vom Fianzamt bekommen das ich von 2001 bis 2003 die Einkommenssteuererklärung abgeben muss.
Haben die etwas herausgefunden oder bekommt man dieses automatisch?Jetzt weiss ich gar nicht was ich angegeben soll und ob ich überhaupt was angeben soll?Zumal habe ich die ganzen Abrechnungen von diesen Jahren gar nicht mehr.Habe immer so zw. 300-1000€ verdient zwischendurch hatte ich auch mal gar nicht gearbeitet ein paar monate.
Jetzt weiss ich nicht ob ich die Formulare einfach ungefüllt zurück senden soll oder ob ich einfach eine geschätzte Summe eintragen soll,aber die Prüfen das dann sicherlich nach oder wollen Beläge sehen,die ich ja gar nicht mehr habe.Habe nur noch von diesem Jahr Abrechnungen aber da hab ich nicht mehr als 300€ verdient.
Ab welcher Summe muss man eigendlich Steuern zahlen?Und wie sieht das aus wenn man "nur" um die 500€ verdient mit der Krankenversicherung aus die kostet ja um die 300€ bei selbständigen.Aus diesem Grunde hatte ich das auch nie angegeben,da ich die ganze zeit noch bei meiner Mutter versichert war.
Also kann ich bestimmt auch Ärger bekommen von der Krankenkasse?
Sehr viele Fragen aber würde mir wünschen hier eine Antwort zu erhalten.
Vielen Dank im Voraus!

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
perry meason
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo Violetta!
Prinzipiell hast Du erstmal damit ein Riesenproblem am Hals! "...Habe dieses nie angegeben und keine Steuern gezahlt,da ich mich damit gar nicht auskenne was ich da genau machen muss." Das ist nicht Dein Ernst,oder? Na bei DER Antwort wird sich Dein FA aber freuen!
Also...ich gehe mal davon aus, das Du ein Gewerbe angemeldet hast? Oder auch nicht? Denn eine Gewerbeanmeldung geht unter anderem AUTOMATISCH ZUM FINANZAMT! Damit weiß das FA definitiv bescheid, das Du ein Gewerbe ausübst und somit steuerlich belangt wirst! Du kannst Dir nur ALLERSCHNELLSTENS einen SEHR GUTEN und damit wahrscheinlich auch einen sehr teuren Steuerberater nehmen! Prüfen tut das FA erstmal gar nichts und es ist ERSTMAL nicht relevant, ob Du irgendwelche Unterlagen hast oder nicht! ERST WENN DIE DER MEINUNG SIND nachzuprüfen wird das Bein verdammt dick! Wenn Du die Unterlagen vom FA unbeachtet läßt, WIRST DU GESCHÄTZT! Und garantiert nicht zu Deinem Vorteil! Ich würde auch nicht empfehlen, selber irgendwelche aus der Luft gegriffenen Zahlen einzutragen! Damit kannst Du Dich noch tiefer in die Sache verwickeln! Es müssen ja aber Deine Auftraggeber irgendwelche Rechnungen von Dir haben,oder? Vielleicht hilft Dir das weiter! Bedenke: Das FA kann u.U. auch eine Kreuzprüfung durchführen!
Also weiter wüßte ich in diesem Fall erstmal auch nicht, da mir SO etwas noch nicht untergekommen ist. Aber halte uns auf dem laufendem!

-- Editiert von mr.smithers am 05.06.2004 17:05:53

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47902 Beiträge, 16928x hilfreich)

Ärger von der Krankenkasse bekommst Du bei den Beträgen nicht. Ich nehme einmal an, dass Du KEIN Gewerbe angemeldet hast und jetzt aufgeflogen bist, weil bei einem Deiner Kunden eine Steuerprüfung durchgeführt wurde und dabei die Zahlungen an Dich aufgefallen sind.

Wenn Du über Deine Mutter krankenversichert bist, dann hast Du sicher keine oder kaum andere Einnahmen.

Bis zu 7188€ pro Jahr (in 2003) sind alle Einnahmen zusammen genommen aber steuerfrei. (in 2004: 7680€)

Wenn Du also tatsächlich nur um die 500€ im Monat (= 6000€ im Jahr) verdient hast, dann hast Du kein Problem. Es handelt sich dann auch nicht um Steuerhinterziehung.

Wenn Du Dir sicher bist, dass das so ist, dann kannst Du dem Finanzamt das so mitteilen und darauf verweisen, dass Du dachtest keine Steuererklärung abgeben zu müssen, weil Du unterhalb des Grundfreibetrages gelegen hast.

Gehe aber davon aus, dass das Finanzamt Deine Angaben mit den Zahlungen des Erotikdienstleisters an Dich vergleicht.

Wenn die Grenze überschritten wird, dann sind wahrscheinlich Steuerzahlungen fällig, aber Deine Mutter muss auch evtl für Diche erhaltenens Kindergeld zurück zahlen.

Falsche Angaben solltest Du dennoch nicht machen, denn das Finanzamt wird bereits einiges über Deine Einnahmen wissen, ansonsten wärst Du nicht angeschrieben worden.

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
guest123-57
Status:
Lehrling
(1131 Beiträge, 273x hilfreich)

Zunächst mal die gute Nachricht: Wenn Dir das Finanzamt nur Steuererklärungsformulare zusendet, dann ist aller Wahrscheinlichkeit noch nicht die Steuerfahndung dran und dann hast Du jetzt die Möglichkeit, Dir noch (fast) alles zu überlegen, wie Du die Kurve bekommst.

Frage eins ist natürlich, ob Du überhaupt je ein Gewerbe angemeldet hast oder ob Du eben gar nichts getan hast.
Auch wenn Du es angemeldet hast, bist Du bei der Größenordnung zunächst einmal nicht buchhaltungspflichtig, d.h. es genügen private Aufzeichnungen. Die nach Phantasie zu erstellen, dürfte ja also nicht sehr schwierig sein. Gib die Einkünfte in der Höhe an, daß das Finanzamt nicht darüber nachzudenken anfangt, wovon Du gelebt hast.

Ich würde so Jahreseinkommen um die 10.000 Euro angeben, da kommt ein bißchen was an Steuern auf Dich zu, jedoch nicht die Welt und vor allem kein Mißtrauen.

Wenn Du nur für ein Unternehmen gearbeitet hast, kann das aber Probleme mit der Scheinselbständigkeit geben und das könnte dann auch bezüglich der Krankenkasse relevant werden. Möglicherweise hat das Finanzamt ja diesbezüglich das Unternehmen üerprüft und ist auf Dich gestoßen.

Zur Sicherheit könntest Du Dir überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre über eine Vorbereitung zu einer weiteren selbstständigen Tätigkeit nachzudenken, die Dir bisher Verluste eingefahren hat und so Deinen diesbezüglichen Gewinn ohnedies senkt und Dich auch gegen eine Scheinselbständigkeit absichert.

Im medizinischen Bereich gibt es hier die Arbeitsgemeinschaft Biopraktik (AGBP), die auch eine gute betriebswirtschaftliche Beratung für Neueinsteiger und auch Resozialisierungsprogramme hat, die Deine Problemstellungen auffangen könnten.

Voraussetzung dafür ist aber, daß Du einen medizinischen oder sozialen Beruf ergreifen willst (z.B. Heilpraktiker, Biopraktiker o.ä.). Kannst Dich ja mal erkundigen unter agbp@med-con.de

Auf keinen Fall was überstürzt machen. Ohne näheren Kenntnisse der Umstände kann das zu ernsten Problemen führen.

Wolfgang

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"Wirtschafts-Consult Gesundheitsberufe "

0x Hilfreiche Antwort

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