Umsatzsteuer / Vorsteuer zwischen Gewerbetreibenden

10. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
Muschglu
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)
Umsatzsteuer / Vorsteuer zwischen Gewerbetreibenden

Hallo,

zur Situation:
Unternehmen A bietet eine Dienstleitung an. Unternehmen B nimmt diese in Anspruch. Dienstleistung kostet 100 € + MwSt.

A: erhält 119 € von B und leitet die 19 € MwSt. weiter an das FinA. Somit hat man 19 € erhalten und wieder abgegeben. Plus Minus Null (in Bezug auf die Vorsteuer)
B: zahlt 119 € an A und kann die 19 € als Vorsteuer anrechnen lassen. Wenn er keine weitere Transaktion (mit Umsatzsteuer) hat, dann erhält er die 19 € doch als Rückerstattung von FinA wieder, oder?

In diesem Beispiel geht der Staat doch - In Bezug auf die Mehrwertsteuer - leer aus, oder?

-- Editiert von User am 10. November 2023 14:09

Haben Sie sich versteuert?

Haben Sie sich versteuert?

Ein erfahrener Anwalt im Steuerrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Steuerrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4762 Beiträge, 1156x hilfreich)

Zitat (von Muschglu):
Wenn er keine weitere Transaktion (mit Umsatzsteuer) hat, dann erhält er die 19 € doch als Rückerstattung von FinA wieder, oder?

Unter den Voraussetzungen des § 15 UStG grundsätzlich ja.

Zitat (von Muschglu):
In diesem Beispiel geht der Staat doch - In Bezug auf die Mehrwertsteuer - leer aus, oder?

Wie oben, richtig.
B nutzt die Dienstleistung aber sicher für steuerpflichtige Ausgangsumsätze...

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Muschglu
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Cybert.):
B nutzt die Dienstleistung aber sicher für steuerpflichtige Ausgangsumsätze...


Bei Personalvermittlung (die Dienstleistung) wird das doch nicht für steuerpflichtige Ausgangsumsätze verwendet... ?

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4762 Beiträge, 1156x hilfreich)

A oder B ist Personaldienstleister?
Am Ende gibt's aber einen Endverbraucher, der Umsatzsteuer zahlt.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Tom998
Status:
Student
(2050 Beiträge, 1182x hilfreich)

Zitat (von Muschglu):
Bei Personalvermittlung (die Dienstleistung) wird das doch nicht für steuerpflichtige Ausgangsumsätze verwendet... ?
In aller Regel schon, als Befreiungsvorschrift käme allenfalls § 4 Nr. 15b in Frage (wenn man denn diese Voraussetzungen erfüllt).
Zitat (von Muschglu):
In diesem Beispiel geht der Staat doch - In Bezug auf die Mehrwertsteuer - leer aus, oder?
Sie haben das Allphasen-Netto-Umsatzsteuersystem mit Vorsteuerabzug treffend beschrieben.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Muschglu
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Cybert.):
A oder B ist Personaldienstleister?
Am Ende gibt's aber einen Endverbraucher, der Umsatzsteuer zahlt.


A ist Personaldienstleister. Er erhält für die Dienstleistung ja auch das Geld.
In diesem Fall gibt es ja keinen Endverbraucher. Wofür soll es hier einen Endverbraucher geben?
Deshalb war ich ja verwundert, dass anscheinend der Staat "leer" ausgeht.

0x Hilfreiche Antwort


#7
 Von 
Muschglu
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Bamboooo):
nur auf den jeweiligen Mehrwert Ust anfällt und letztlich den Endverbraucher belastet..


Na ja, es heißt auch Umsatzsteuer. Und es wird auch USt fällig, nur kann diese der Leistungsempfänger als Vorsteuer wieder zurückholen.
Und der Dienstleister reicht diese einfach nur weiter.

Somit kein "Verdienst" für den Staat. Interessant.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4762 Beiträge, 1156x hilfreich)

Am Ende wird irgendein Kunde sein, der die Kosten seinen Kunden indirekt mit USt berechnet oder jemand, der z.B. steuerfreie Umsätze erbringt und keinen Vorsteuerabzug hat.
Wenn VW Autoteile kauft, geht der "Staat" bis dahin auch leer aus.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Muschglu
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Cybert.):
Am Ende wird irgendein Kunde sein, der die Kosten seinen Kunden indirekt mit USt berechnet oder jemand, der z.B. steuerfreie Umsätze erbringt und keinen Vorsteuerabzug hat.


Sicherlich gibt es irgendwelche anderen Beispiele. Aber ich möchte das jetzt nur explizit für den vorgestellten Fall erfahren.
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann gibt es ohne Endverbraucher auch keine Mehrwert- oder Umsatzsteuer für den Staat, weil die Gewerbetreibenden, die gezahlte Mehrwertsteuer als Vorsteuer zurückholen können.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4762 Beiträge, 1156x hilfreich)

Aber natürlich nur unter den Voraussetzungen des § 15 UStG.
Zieht der Unternehmer für private Leistungen an ihn die Vorsteuer ab, begeht er Steuerhinterziehung.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Muschglu
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Cybert.):
Zieht der Unternehmer für private Leistungen an ihn die Vorsteuer ab, begeht er Steuerhinterziehung.


Sind ja keine private Leistungen

Signatur:

In einer Welt voller Steuern sei der Architekt deiner eigenen finanziellen Freiheit.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
taxpert
Status:
Student
(2330 Beiträge, 628x hilfreich)

Der Unternehmer kann VoSt aus Lieferungen und Leistungen FÜR SEINEN BETRIEB geltend machen. Ein Betrieb wird normalerweise betrieben, um Waren oder Dienstleistungen an andere -Unternehmer oder Endabnehmer- zu verkaufen.

Die für 100 eingekaufte Leistung wird er also mit Gewinnaufschlag für sagen wir 120 zuzüglich 19% Umsatzsteuer in Rechnung stellen.

Ist der Abnehmer wieder ein Unternehmer beginnt das Spiel von vorne. Ist der Abnehmer ein Endverbraucher dann trägt dieser in unserem Beispiel final eine USt von 22,80 (120 x 19%).

taxpert

Signatur:

"Yeah, I'm the taxman
and you're working for no one but me!"

The Beatles, Taxman

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 264.784 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
107.140 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen