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Ungleichgewicht Kindesunterhalt und -freibetr

 Von 
asterix65
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 0x hilfreich)
Ungleichgewicht Kindesunterhalt und -freibetr

Hallo zusammen,

vielleicht wurde das Thema irgendwann schon mal behandelt; ich konnte es jedoch nicht finden: Es geht um die Diskrepanz zwischen dem zu zahlenden Kindesunterhalt und dem zur Verfügung stehenden Kinderfreibetrag. Ich habe mit einem Kollegen darüber diskutiert; vielleicht haben wir da beide einen Denkfehler.

Beispiel: Angenommen, man zahlt für zwei Kinder jeweils monatlich einen Unterhalt in Höhe von 327 Euro, was sich im Jahr zu einer Summe von 7848 Euro addiert.

Als Freibetrag ist jedoch nur ein Betrag für 1,0 Kinder anzusetzen; für 2010 wären das 4368 Euro.

Damit besteht zwischen dem tatsächlich gezahlten Betrag und dem Freibetrag eine Differenz von 3480 Euro. Diese 3480 Euro stehen dem Unterhaltspflichtigen nicht zur Verfügung; versteuert werden müssen sie jedoch als zur Verfügung stehendes Einkommen. Als Sonderausgaben sind diese 3480 Euro nicht abzusetzen, wenn wir richtig informiert sind...

Ist das alles korrekt? Oder gibt es eine Möglichkeit, diese Differenz geltend zu machen? Oder gibt es irgendwelche Pläne, Bestrebungen; eine "gerechtere" Lösung für Fälle wie diesen zu erreichen?

Vielleicht kann uns hier ja jemand auf die Sprünge helfen!?

Vielen Dank im Voraus!



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"Asterix"

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Freibetrag Kinderfreibetrag Euro


1 Antwort
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#1
 Von 
guest-12317.05.2011 21:04:02
Status:
Schüler
(397 Beiträge, 113x hilfreich)

Jeder Elternteil erhält pro Kind:

Kinderfreibetrag 2.184 €
Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf 1.320 €

Für zwei Kinder kannst du also insgesamt 7.008 € ansetzen.

quote:
Oder gibt es eine Möglichkeit, diese Differenz geltend zu machen?

Nein, kannst du nicht geltend machen. Pläne sind mir auch nicht bekannt.

Der Kinderfreibetrag soll außerdem das Existenzminimum des Kindes steuerfrei stellen und nicht den gesamten Kindesunterhalt bei besser verdienenden Eltern.

-- Editiert am 10.01.2011 19:12

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