Unterhaltsanspruch gegeben ? / aussergew. Belastung

27. März 2004 Thema abonnieren
 Von 
hispa
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 1x hilfreich)
Unterhaltsanspruch gegeben ? / aussergew. Belastung

Hallo,

ich habe mich gegenüber dem Ausländeramt verpflichtet, für den Unterhalt der Schwester meiner Frau (Südamerikanerin) während Ihres Studienaufenthaltes in Deutschland aufzukommen.

Diese Kosten habe ich als aussergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen wollen. Das Finanzamt hat abgelehnt mit der Begründung dass dies nur in Fällen möglich ist, wo ein zivilrechtlich begründeter UnterhaltsANSPRUCH besteht.

Meine Frage ist a) ob das überhaupt so stimmt (ich fürchte ja...) und b) ob der vom Finanzamt geforderte Anspruch auf Unterhalt nicht einfach durch die von mir abgegebene Verpflichtungserklärung gegeben ist. Denn Fakt ist ja, dass ich dann ja für jegliche Kosten aufkommen muss, der Anspruch gegen mich besteht dann ja.

Wie kann ich gegenüber dem Finanzamt argumentieren ?

Gruss

Ralf

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47937 Beiträge, 16938x hilfreich)

Die Unterhaltskosten müssen für Dich unvermeidbar sein, Das sind sie aber im konkreten Fall nicht, weil Du nicht gezwungen warst, die Verpflichtungserklärung abzugeben.

Das hätte zwar dazu geführt, dass die Schwester Deiner Frau nicht in Deutschland studieren kann. Dennoch hat Deine Schwester keinen gesetzlichen oder zivilrechtlichen Unterhaltsanspruch gegen Dich.

Du müsstest begründen, warum Sie unbedingt in Deutschland studieren muss und dies in Südamerika nicht möglich ist und warum es für Dich unvermeidbar war, die Verpflichtungserklärung zu unterschreiben.

Dass Du nach der Unterschrift rechtlich verpflichtet bist, den Unterhalt zu zahlen, das ist logisch. Aber alleine der Umstand, dass Du die Erklärung unterschreiben musstest, zeigt schon, dass Du normalerweise nicht dazu verpflichtet bist, den Unterhalt zu zahlen.

Ich sehe daher insgesamt nur sehr geringe Chancen, dass die Zahlungen steuerlich absetzbar sind.

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