Unterhaltszahlungen absetzbar?

26. März 2008 Thema abonnieren
 Von 
Sammy182
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 3x hilfreich)
Unterhaltszahlungen absetzbar?

Hallo,
auch wenn das hier sicher schon öfter gefragt wurde: Kann mein Mann Unterhaltszahlungen für seinen Sohn absetzen?
Werden zusammen veranlagt (III/V), ich habe kein Einkommen, bis auf Kindergeld und Unterhalt für die Kinder (mehr schlecht als recht)

Er zahlt 278 €mtl., hat 0,5 Freibetrag für seinen Sohn (lebt bei Mutter)auf der LSK. Weiterhin hat er ebenfalls den Freibetrag(1,0) meiner Kinder (er ist also nicht der leibl.Vater).

Ich habe nun irgendwo gelesen, dass man Unterhaltszahlungen absetzen kann, wenn man keinen Kinderfreibetrag auf der LSK hat. Stimmt das? Wieviel Ersparnis bringt 0,5 Freibetrag? Wäre es, für den Fall, es stimmt was ich gelesen habe, sinnvoll bzw. möglich, diesen Freibetrag der Mutter zurück zugeben, und statt dessen den gezahlten Unterhalt abzusetzen?

LG-Sam

-- Editiert von Sammy182 am 26.03.2008 19:02:16

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
oerdiz.
Status:
Praktikant
(564 Beiträge, 133x hilfreich)

Wenn der Herr den Freibetrag für seinen Sohn bekommt, kann er keinen Kindesunterhalt absetzen. Dafür dient das Kindergeld / Kinderfreibetrag; vom BVG so entschieden.

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#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47313 Beiträge, 16762x hilfreich)

Ein freiwilliger Verzicht auf den Kinderfreibetrag führt nicht dazu, dass man stattdessen die Unterhaltszahlungen absetzen kann.

Nur wenn kein gesetzlicher Anspruch auf den Kinderfreibetrag besteht, dann können Unterhaltszahlungen abgesetzt werden.

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#3
 Von 
Sammy182
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 3x hilfreich)

Vielen Dank euch beiden.

Wann hat man denn keinen gesetzlichen Anspruch auf den Freibetrag? Kann er die andere Hälfte des Freibetrags von der Mutter bekommen? Sie bezieht ja das Kindergeld und den Unterhalt. Hab das oben so verstanden, dass man entweder den Freibetrag hat oder das Kindergeld. Mein Mann hat wie gesagt nur einen halben. Verstehe nicht ganz, warum sie das volle Kindergeld bekommt und den halben Freibetrag dazu. Sollte es nicht vielmehr so sein, dass einer das Kindergeld bekommt und der andere dafür den ganzen Freibetrag?

Sorry, steh irgendwie auf der Leitung.

LG-Sam

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47313 Beiträge, 16762x hilfreich)

Wann hat man denn keinen gesetzlichen Anspruch auf den Freibetrag?

z.B. wenn das Kind über 25 Jahre alt ist und sich noch in der Ausbildung befindet.

Kann er die andere Hälfte des Freibetrags von der Mutter bekommen?

Nein.

Hab das oben so verstanden, dass man entweder den Freibetrag hat oder das Kindergeld.

Das ist richtig. Der Freibetrag hat beim Lohnsteuerabzug auch nur Auswirkungen auf den SoliZuschlag und falls man in der Kirche Ist auf die Kirchensteuer. Auf die Lohnsteuer hat der der Freibetrag keine Auswirkung.
Die Prüfung, ob der Freibetrag günstiger ist als das Kindergeld erfolgt erst im Rahmen einer Steuererklärung.

Sollte es nicht vielmehr so sein, dass einer das Kindergeld bekommt und der andere dafür den ganzen Freibetrag?

Ganz so ist es ja nicht. Die Unterhaltszahlungen Deines Mannes wurden ja um das halbe Kindergeld gekürzt. Daher wird ihm im Rahmen einer Steuererklärung auch das halbe Kindergeld angerechnet und dann geprüft, was günstiger ist, das halbe Kindergeld oder der halbe Kinderfreibetrag.

Im Ergebnis ist es jedenfalls so, dass für beide Elternteile gilt, dass ihnen entweder das halbe Kindergeld oder der halbe Kinderfreibetrag zusteht.

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Sammy182
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 3x hilfreich)

Alles klar, habs jetzt auch verstanden...

Dankeschön.

LG-Sam

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