Vorsteuerberichtigung nach §15a UStG

14. März 2022 Thema abonnieren
 Von 
Gangyou
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 0x hilfreich)
Vorsteuerberichtigung nach §15a UStG

Guten Tag zusammen,

ich hätte ein Frage bezüglich der Vorteuerberichtigung. Beispiel: Nehmen wir an wir haben im Jahr 2021 laut Umsatzsteuer-Voranmeldungen knapp 80.000 € Umsatzsteuer mit 19% an den Staat bezahlt. Die Vorsteuer mit 19% für das Jahr beträgt 70.000 €. Angenommen bei den steuerpflichtig behandelten Umsätzen war die Hälfte jedoch steuerfrei zu behandeln und wurde berichtigt, da §4 UStG greift. Also muss zwingend die Vorsteuer auch berichtigt werden. Kann man dann prozentual die 50% von der Vorsteuer berichtigen, sodass die abzugsfähige Vorsteuer 35.000 beträgt? Oder muss man systematisch alle Rechnungen durchgehen und schauen auf welchen Umsatz die Vorsteuer entfällt? Über jede Rückmeldung´würde ich mich freuen!

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4762 Beiträge, 1156x hilfreich)

Zitat (von Gangyou):
Oder muss man systematisch alle Rechnungen durchgehen und schauen auf welchen Umsatz die Vorsteuer entfällt?

Grundsätzlich ja und eine Aufteilung nach § 15 Abs. 4 UStG vornehmen.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#2
 Von 
TaxFred
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Mit § 15a UStG hat das nichts zu tun. Bei dieser Vorschrift handelt es sich nicht um Fehlerberichtigungen. Es wurde korrekt Vorsteuer geltend gemacht. Erst im Laufe der Zeit (Vorsteuerberichtigungszeitraum) ändern sich die Verhältnisse für den Vorsteuerabzug. Dann wird für den restlichen Zeitraum (5 oder 10 Jahre) ein Teil der Vorsteuer ratierlich zurückgezahlt. Insbesondere bei Vorsteuern in Investititonsaufwendungen von Bedeutung.

Im vorgestellten Fall waren die Meldungen offenbar fehlerhaft. Diese kann man jetzt, vielleicht mit der Jahresmeldung korrigieren. Bei befreiten Umsätzen muss die Vorsteuer gekürzt werden. Vorrangig ist die direkte Zuordnung. D.h. Aufwendungen sind - wenn möglich - den steuerpfiichtigen und den befreiten zuzuordnen. Ist dies nicht möglich, ist ein geeigneter sachlicher Maßstab anzuwenden, wie z.B. Flächenmaßstab bei Vermietungen. Wenn das auch nicht möglich oder unverhältnismäßig aufwändig ist, dann kann auch das Verhältnis der steuerpflichtigen zu den steuerbefreiten Einnahmen verwendet werden.

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