Wie Abfindung am besten steuerlich aufteilen

14. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
someone15
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 3x hilfreich)
Wie Abfindung am besten steuerlich aufteilen

Hallo liebe Community,

Ich brauche dringend eine Beratung vor Ende November für meinen Fall und ich kann kurzfristig derzeit keinen Termin bei keinen Steuerberater kriegen. Deswegen wende ich mich an euch und bitte um eure Hilfe:

Um die Arbeitskräfte zu reduzieren hat sich das Unternehmen wo ich zurzeit arbeite mit dem Betriebsrat geeinigt, einen "Volunteer Programme" anzubieten, wo man das Unternehmen freiwillig verlassen kann gegenüber einer Abfindung. Das war zu meiner Interesse und deswegen habe ich das Angebot angenommen. Dafür habe ich einen Aufhebungsvertrag unterschrieben und somit wird der 31.12.2023 mein letzter Arbeitstag sein.
Da es sich um einer relativ hohe Abfindungssumme handelt, möchte ich wissen wie es am besten steuerlich zu handeln ist. Daher hätte folgende Fragen unter anderem:

1. Kann die Fünftelregelung hier angewendet werden? Woran muss ich dafür achten? Falls relevant, ich plane zumindest erstmal Anfang 2024 keinen neuen Job zu starten, evtl. keine weitere Einkünfte in Deutschland.
2. Ich habe die Möglichkeit die Auszahlung entweder mit meinem letzten Gehalt im Dezember oder im Januar 2024 zu erhalten. Welche Option ist besser, besonders wenn ich die Fünftelregelung Gebrauch ausnutzen möchte?
3. Kann die Fünftelregelung in meinem Fall überhaupt angewendet werden, weil ich freiwillig den Aufhebungsangebot angenommen habe, oder geht das nur wenn man "gezwungen" wird?
4. Welche andere, evtl. bessere Möglichkeiten als die Fünftelregelung würde es geben um steuerlich optimal anzuwenden?

Da ich die Auszahlung bis Ende November mit der Firma abklären soll, brauche ich wie gesagt eine Beratung so schnell wie möglich.

Ich freue mich auf eine Rückmeldung und Beratung von euch. LG

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
amz621718-85
Status:
Schüler
(275 Beiträge, 22x hilfreich)

Diese Fünftelregelung wendet das FInanzamt von ganz alleine an.

Es hängt natürlich davon ab, ob sie nächstes Jahr noch weitere Einkünfte haben oder nicht.

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#2
 Von 
someone15
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von amz621718-85):
Diese Fünftelregelung wendet das FInanzamt von ganz alleine an.

Es hängt natürlich davon ab, ob sie nächstes Jahr noch weitere Einkünfte haben oder nicht.


Danke für die schnelle Rückmeldung.
Nein, nächstes Jahr plane ich erstmal keine weitere Einkünfte zu haben.
Aber soweit ich online gelesen habe, kann die Funftelregelung nur dann angewendet werden wenn es zusammen mit dem Lohn ausbezahlt wird, etwas über die Summen die passen sollen. Es sei denn ich habe es falsch verstanden?

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#3
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32698 Beiträge, 17211x hilfreich)

Aber soweit ich online gelesen habe, kann die Funftelregelung nur dann angewendet werden wenn es zusammen mit dem Lohn ausbezahlt wird, etwas über die Summen die passen sollen. Ein höchst wirrer Satz. Falls das heißen sollte, die Fünftelregelung würde nur angewendet, wenn man im gleichen Jahr, in dem man die Abfindung erhält, auch Lohn erhält, so ist das schlicht Quatsch.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#4
 Von 
someone15
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von muemmel):
Falls das heißen sollte, die Fünftelregelung würde nur angewendet, wenn man im gleichen Jahr, in dem man die Abfindung erhält, auch Lohn erhält, so ist das schlicht Quatsch.


Sorry, ich müsste die Beschreibung finden, es geht also um folgendes dass ich online gelesen hatte und mir nicht klar war:

"Die außerordentlichen Einnahmen müssen Ihnen in einem einzigen Veranlagungszeitraum zufließen statt sich auf mehrere Veranlagungszeiträume zu verteilen. Es muss sich um einmalige Einkünfte handeln, die das zusammengeballte Ergebnis mehrerer Jahre darstellen und damit Ihr zu versteuerndes Einkommen im Jahr des Zuflusses überproportional erhöhen. Eine Zusammenballung liegt nur vor, wenn Sie mehr erhalten, als bei normalem Ablauf der Dinge, also ohne das die außerordentlichen Einkünfte hervorrufende Ereignis."

Wie soll ich das verstehen?
Also ganz konkret, ich habe dem Arbeitgeber gefordert die Auszahlung der Abfindung nicht mit dem letzten Lohn im Dezember auszuzahlen, sondern im Januar 2024. Da ich wie gesagt erstmal keine weitere Einkünfte haben werde Anfang 2024, dachte ich so ist es besser für den Steuer. Die Frage ist jetzt aber, basierend auf der Beschreibung oben, wäre die Fünftelregelung in diesem Fall anwendbar, oder muss die Abfindung noch dieses Jahr ausgezahlt damit es angewendet werden kann?
Sorry dass ich ein bisschen verwirrend schreibe aber das ist eben das Problem, es ist mir nicht klar wie die Fünftelregelung angewendet werden kann in meinem Fall. Ist es besser wenn der Arbeitgeber die Abfindung erst im Januar auszahlt, und kann ich noch die Regelung nutzen, oder muss es dieses Jahr noch erfolgen?

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#5
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32698 Beiträge, 17211x hilfreich)

Die Frage ist jetzt aber, basierend auf der Beschreibung oben, wäre die Fünftelregelung in diesem Fall anwendbar Ja.
oder muss die Abfindung noch dieses Jahr ausgezahlt damit es angewendet werden kann? Nein.

-- Editiert von User am 14. November 2023 19:33

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#6
 Von 
someone15
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von muemmel):
Die Frage ist jetzt aber, basierend auf der Beschreibung oben, wäre die Fünftelregelung in diesem Fall anwendbar Ja.
oder muss die Abfindung noch dieses Jahr ausgezahlt damit es angewendet werden kann? Nein.


OK, also zusammengefasst: Ich kann die Abfindung nächstes Jahr ausgezahlt bekommen obwohl mein letzter Lohn in Dezember 2023 ist, richtig?
Und ich muss der Firma Bescheid geben die Fünftelregelung dafür anzuwenden, und die Finanzamt macht weiter automatisch?
Ist es so? Muss ich noch auf etwas beachten? Ich muss bis Ende November mit der Firma alles abklären, dann für die Steuererklärung hab ich noch nächster Jahr Zeit.

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#7
 Von 
Tom998
Status:
Student
(2050 Beiträge, 1182x hilfreich)

Zitat (von someone15):
Und ich muss der Firma Bescheid geben die Fünftelregelung dafür anzuwenden, und die Finanzamt macht weiter automatisch?
Ob am Ende eine Zusammenballung von Einkünften vorliegt, entscheidet nur das Finanzamt und nicht der ehemalige Arbeitgeber.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
someone15
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von Tom998):
Ob am Ende eine Zusammenballung von Einkünften vorliegt, entscheidet nur das Finanzamt und nicht der ehemalige Arbeitgeber.


Jetzt bin ich wieder verwirrt. Ja klar, die Finanzamt entscheidet das, aber ich bin kein Steuerexperte und deswegen frage ich hier. Gibt es denn eine Zusammenballung der Einkünfte wenn die Abfindung nicht dieses Jahr sondern nächstes Jahr ausgezahlt wird? So wie ich das verstehe, müsste das dieses Jahr erfolgen, und so würde es heißen dass ich den normalen Lohn + Abfindung kriege, und somit kann die Fünftelregelung angewendet werden. Wenn aber die Abfindung nächstes Jahr erfolgt, dann gibt es keine Zusammenballung oder?

Also ich brauche eine richtige Antwort hier bitte, wer das kann, weil es gibt nur verwirrende Aussagen bisher.

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#9
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32698 Beiträge, 17211x hilfreich)

Das wurde jetzt ausgiebig beantwortet...

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#10
 Von 
Moderator9
Status:
Praktikant
(662 Beiträge, 452x hilfreich)

Wenn Sie unbedingt glauben wollen, die Abfindung müsse noch dieses Jahr ausgezahlt werden, dann glauben Sie das halt: Dass das falsch ist, wurde oft genug geschrieben, daher geschlossen.

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