Zinsloses Darlehen Schenkungssteuer

5. Juli 2014 Thema abonnieren
 Von 
GuteNacht
Status:
Frischling
(48 Beiträge, 2x hilfreich)
Zinsloses Darlehen Schenkungssteuer

Hallo Forum,

mich würde interessieren, wie das Finanzamt die Schenkungshöhe im Rahmen der Gewährung eines zinslosen Darlehens berechnet, denn die Zinslosigkeit wird ja vom Finanzamt als Schenkung betrachtet.

Angenommen es werden 100.000€ Darlehen gewährt, zinslos, und es wird 500€ monatl. Tilgung vereinbart, ergibt eine Laufzeit von 16.6Jahren.

Nun kann das Finanzamt einen Zinssatz annehmen und daraus eine Schenkung berechnen, z.B. 5,5%.

Wie wird das gerechnet (Abzinsung usw.)?
Wie werden die fiktiven Zinsen auf die 16 Jahre gerechnet und dann auf die 10 Jahre verteilt, auf die sich der Freibetrag bezieht?

Vielen Dank!
Grüße


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10 Antworten
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#1
 Von 
hamburger-1910
Status:
Bachelor
(3142 Beiträge, 3482x hilfreich)

Vorsicht Steuerfalle !!!!


100.000,-- x 5,5 % (fiktiver Zinssatz p.a.) x 16,5 J. x Steuersatz (Steuerklasse f. Erbschaft-/Schenkungsteuer)


Übrigens:
Steuer wird sofort fällig (also nicht über die Jahre verteilt!) !!!

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#2
 Von 
GuteNacht
Status:
Frischling
(48 Beiträge, 2x hilfreich)

Hallo,

vielen Dank. Ich weiß: Steuerfalle. Daher frage ich ja.

Nur ist mit Verlaub Ihre Rechnung falsch. Es handelt sich ja um ein Tilgungsdarlehen. Mir scheint, sie haben ein Fälligkeitsdarlehen angenommen. Und auch ansonsten gibt es ja Tabellen für die Abzinsung. Da ich aber Laie bin, bin ich mir unsicher in der Anwendung.

War kann helfen, damit man "ein Gefühl" dafür entwickelt, um wieviel es sich handelt.

Dann besteht ausserdem noch die Frage, welcher Anteil für die ersten zehn Jahre fällig wird, und welcher für die zweiten zehn.

Danke!

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p.s. ich lese überall, dass eine abzinsung gerechnet wird. oder nur bei unternehmerdarlehen?

-- Editiert GuteNacht am 05.07.2014 23:46

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#3
 Von 
hamburger-1910
Status:
Bachelor
(3142 Beiträge, 3482x hilfreich)

http://www.gevestor.de/details/zinsloses-privatdarlehen-wieso-der-fiskus-an-ihnen-verdient-76709.html

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#4
 Von 
GuteNacht
Status:
Frischling
(48 Beiträge, 2x hilfreich)

Vielen Dank für diesen Link.

Dort wurde ein Fälligkeitsdarlehen angenommen, also eine, bei dem der Betrag erst am Schluss zurückgezahlt wird. Dann werden jedes Jahr 5,5% Zinsen fällig (nach Annahme des Finanzamtes). Das ist etwas einfach zu rechnen.

Bei einem Tilgungsdarlehen zahlt man ja monatlich zurück, die Zinslast ist geringer. Wenn man es genau betrachtet, halbiert sie sich m.E. Ausserdem sieht die Sache in den ersten zehn Jahren anders aus als in den zweiten. Aber dennoch, dass lässt sich alles ausrechnen.

In anderen Veröffentlichungen zu der Sache wurde aber gänzlich anders gerechnet, nämlich abgezinst nach Bewertungsgesetz.

Wäre interessant zu wissen, wie man das nun rechnet.

Oder woher man an diese Informationen kommt.

Leider habe ich schon feststellen müssen, dass auch 08/15 Steuerberater sich hier nicht 100% auskennen.

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#5
 Von 
hamburger-1910
Status:
Bachelor
(3142 Beiträge, 3482x hilfreich)

http://www.steuerberater-center.de/media/Seiten_72-77_aus_ErbStB_2012_Heft03.pdf

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#6
 Von 
GuteNacht
Status:
Frischling
(48 Beiträge, 2x hilfreich)

Dankeschön. Das ist ein sehr interessanter Schrieb! Trifft wohl noch nicht ganz meinen Fall, aber immerhin.

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#7
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32729 Beiträge, 17219x hilfreich)

Wäre interessant zu wissen, wie man das nun rechnet. Na, dann halbiert sich die obige Rechnung - nach der halben Zeit sind nur noch 50.000 Euro zu tilgen, also zahlt man nur noch halb so viel Zinsen etc.: 100.000 mal 5,5 % gleich 5.500 Euro. Dieses mal 8,3 macht 45650 Euro. Wenn ich mal die Schenkung durch einen Nicht-Verwandten unterstelle, kommen wir dann nach Abzug der 20.000 Euro Freibetrag auf 7130 Euro Schenkungssteuer.

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" Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!"

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#8
 Von 
GuteNacht
Status:
Frischling
(48 Beiträge, 2x hilfreich)

Verstehe ich leider nicht ganz.

Der Faktor 8,3 kommt wohl aus dem Bewertungsgesetz für eine 11jährige Laufzeit. Warum nimmst Du nicht Faktor 7,7 für eine 10jährige?

Warum setzt Du mit 100.000€ an wie bei einem Fälligkeitsdarlehen?

Nach meiner Logik könnte die Rechnung für die ersten zehn Jahre wie folgt aussehen (aber ich bin ja nur Laie):

Wenn man anfangs 100.000€ hat und nach 10 Jahren 120Mo*500€=60.000€ abgezahlt hat und diese Abzahlung linear runterlief, so besaß man im Durchschnitt 10 jahre lang (100.000+40.000)/2=70.000€. Nun rechnet man 70.000€*5.5%*7.7=29645€ Zinsen. usw.

D.h. man macht bei meiner Rechnung aus dem Tilfungsdarlehen ein Fälligkeitsdarlehen.

Ich will niemand überreden, dass meine Rechnung richtig ist. Im Gegenteil: Wie rechnet man das wirklich?

Grüße

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#9
 Von 
GuteNacht
Status:
Frischling
(48 Beiträge, 2x hilfreich)

Habe nun gelesen, dass bei Tilgungsdarlehen EVTL wie folgt vorgegangen wird:

§ 12 I BewG

Jahreswert (∑ jährl. Tilgung) x VVF (Tab. 2 BMF 200 § 12/1)

dabei: Rest-LfZ = Rest-Fo / Jahrestilgung


1. Finde BMF 200 § 12/1 nicht (bin zu blöd)
2. Evtl. kommt die Frage auf wie die 16J. Laufzeit aus dem Beispiel auf 10J. + 6J. aufgeteilt werden.

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#10
 Von 
GuteNacht
Status:
Frischling
(48 Beiträge, 2x hilfreich)

Bisher höre ich zu diesem Thema sehr unterschiedliche Meinungen, insbes. dazu, ob das Finanzamt nun 5,5% ansetzt oder einen marktüblichen Zins.

Wie soll ich also weiter vorgehen, um zu einer verbindlichen Auskunft zu gelangen?

Wie finde ich einen Steuerberater, der von dieser Sache genaueste Ahnung hat? Haftet dieser auf jeden Fall für seine Auskunft? Was kostet mich der Spaß?

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