Zweitwohnungssteuer/dopp.HH-Führung

29. Januar 2006 Thema abonnieren
 Von 
babu
Status:
Schüler
(392 Beiträge, 57x hilfreich)
Zweitwohnungssteuer/dopp.HH-Führung

Hi,

folgender Sachverhalt:

Bin in A mit Hauptwohnsitz gemeldet und in B aus beruflichen Gründen mit Nebenwohnsitz. Praktiziere doppelte Haushaltsführung, da ich die Wochenenden in A verbringe und dort auch neben dem eigenen Hausstand, Freundes- und Verwandtenkreis bzw. Familie habe (jedoch nicht verheiratet).

Nunmehr erhebt Stadt B eine sog. Zweitwohnungssteuer. Ich möchte deshalb den Hauptwohnsitz nach B verlagern. Es stellt sich dabei halt nur die Frage, ob das meiner doppelten Haushaltsführung entgegen sprechen würde? Was meint ihr dazu?

Grüße

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13 Antworten
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#1
 Von 
guest123-673
Status:
Schüler
(365 Beiträge, 155x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#2
 Von 
Laragirl
Status:
Beginner
(134 Beiträge, 77x hilfreich)

hi,
ich würde erst mal herausbekommen wollen, wieviel die Zweitwohnsitzsteuer kostet, denn die doppelte Haushaltsführung bringt schließlich auch was an Steuerrückerstattung.
liebe grüsse
lara

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#3
 Von 
babu
Status:
Schüler
(392 Beiträge, 57x hilfreich)

Danke für die schnellen Wortmeldungen.

Zweitwohnsitzsteuer beträgt 10% der Nettokaltmiete. Damit lohnt es sich auf jedenfall noch die doppelte Haushaltsführung weiter fortzusetzen.

Die Auskunft von oerdiz habe ich auch schon mal gelesen. Kann man so etwas aber auch anhand einer Richtlinie, Verordnung, Gesetz etc. nachvollziehen? Nur für den Fall, dass mein Sachbearbeiter doch meinen könnte Nebenwohnsitz lässt Rückschlüsse auf den Lebensmittelpunkt vermissen.

Grüße

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#4
 Von 
Laragirl
Status:
Beginner
(134 Beiträge, 77x hilfreich)

Du mußt doch aber an deinem Hauptwohnsitz nicht ändern, Du kannst doch weiterhin die DHF lassen.
lara

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#5
 Von 
guest123-673
Status:
Schüler
(365 Beiträge, 155x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#6
 Von 
Laragirl
Status:
Beginner
(134 Beiträge, 77x hilfreich)

würde ich nicht sagen, sieht nach Gestaltungsmißbrauch aus !
lara

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#7
 Von 
babu
Status:
Schüler
(392 Beiträge, 57x hilfreich)

Was bedeutet denn eigentlich Ummeldung des Hauptwohnsitzes bei gleichzeitiger Aufrechthaltung der ersten Wohnung als Nebenwohnsitz? Mir fällt da nur die Änderung im Personalausweises ein, eventuell später noch Reisepass, sollte ich mal außerhalb von Europa unterwegs sein.

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#8
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47223 Beiträge, 16729x hilfreich)

Auf der Steuerkarte steht z.B. die Anschrift des Hauptwohnsitzes.

Außerdem ergibt sich aus dem Hauptwohnsitz, welche Ämter für die örtlich zuständig sind.

Du kannst nicht beides haben: Doppelte Haushaltsführung und Verzicht auf Zweitwohnungssteuer, da sich dann die Angaben gegenüber der Meldebehörde mit den Angaben gegenüber dem Finanzamt widersprechen.

Daneben hat das etwas mit der Steuerzuweisung für die Kommunen zu tun. Die Steuerzuweisung gibt es nur für Personen mit Hauptwohnsitz. Gerade Kommunen mit einem hohen Anteil an Nebenwohnsitzen erheben daher die Zweitwohnungssteuer, da sie ja auch für diese Personen Infrastruktur bereitstellen müssen, ohne dass dem Einnahmen gegenüber stehen.

-- Editiert von hh am 30.01.2006 12:56:35

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#9
 Von 
babu
Status:
Schüler
(392 Beiträge, 57x hilfreich)

'Du kannst nicht beides haben: Doppelte Haushaltsführung und Verzicht auf Zweitwohnungssteuer, da sich dann die Angaben gegenüber der Meldebehörde mit den Angaben gegenüber dem Finanzamt widersprechen.'

Das widerspricht doch aber dem Grundsatz, dass Melderecht und Steuerrecht in keinem Zusammenhang stehen, oder?

Ich hatte mir das so zurecht gelegt, dass ich zwar 5 Tage in B bin, bedingt durch die Arbeit, was melderechtlich zum Hauptwohnsitz in B führt (5>2). Mein Lebensmittelpunkt aber weiterhin A bleibt, zu welchem ich auch jedes Wochenende fahre. Die 5 Tage-Arbeitswoche ist ja ebenfalls beruflich veranlasst.

Grüße

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47223 Beiträge, 16729x hilfreich)

Die Argumentation gegenüber dem Finanzamt, das sich Dein Lebensmittelpunkt in A befindet, obwohl sich Dein Hauptwohnsitz in B befindet, dürfte schwierig werden, noch dazu, da Du Single bist.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
babu
Status:
Schüler
(392 Beiträge, 57x hilfreich)

Soll nicht rechthaberich wirken, sondern vielmehr ne Bitte um Meinungsäußerung sein:

In R43 LStR 2005 Abs. 1 steht:
'Eine doppelte Haushaltsführung liegt nur dann vor, wenn der Arbeitnehmer außerhalb des Ortes, in dem er einen eigenen Hausstand unterhält, beschäftigt ist und auch am Beschäftigungsort übernachtet; die Anzahl der Übernachtungen ist dabei unerheblich.'

In R43 LStR 2005 Abs. 3 steht:
'...Die Wohnung (Anm.: sozusagen die Erstwohnung) muss außerdem der Mittelpunkt der Lebensinteressen des Arbeitnehmers sein (> R 42 Abs. 1 Satz 4 bis 8 )....'


In R42 LStR 2005 Abs. 1 Satz 6-8 steht:
'Bei anderen Arbeitnehmern (Anm.: nicht verheiratete) befindet sich der Mittelpunkt der Lebensinteressen an dem Wohnort, zu dem die engeren persönlichen Beziehungen bestehen. Die persönlichen Beziehungen können ihren Ausdruck besonders in Bindungen an Personen, z.B. Eltern, Verlobte, Freundes- und Bekanntenkreis, finden, aber auch in Vereinszugehörigkeiten und anderen Aktivitäten. Sucht der Arbeitnehmer diese Wohnung im Durchschnitt mindestens zwei Mal monatlich auf, ist davon auszugehen, dass sich dort der Mittelpunkt seiner Lebensinteressen befindet.'

Dürfte diese Herleitung nicht ausreichen, um die DHHF trotz des geänderten Hauptwohnsitzes zu begründen?
Danke für die Meinungsäußerungen.

Grüße

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#12
 Von 
fix
Status:
Praktikant
(977 Beiträge, 334x hilfreich)

Das ist schon richtig zitiert - es kommt auf die Gesamtumstände des Einzelfalls an.

Wenn ein Lediger am Ort B arbeitet, kann er dort durchaus seinen Hauptwohnsitz haben (er ist die meiste Zeit dort anwesend), auch wenn sein Lebensmittelpunkt (im Sinne des Schwerpunktes der sozialen Beziehungen) an seinem Nebenwohnsitz in A liegt.

Der Hauptwohnsitz gemäß Melderecht ist zunächst einmal die vorwiegend benutzte Wohnung. Der Schwerpunkt der Lebensbeziehungen kommt im Melderecht(!) nur dann für die Bestimmung der Hauptwohnung ins Spiel, wenn sich die vorwiegend benutzte Wohnung nicht eindeutig festlegen läßt.

Weitere Anhaltspunkte für doppelte Haushaltsführung gemäß Steuerrecht können sein: die Wohnung am Arbeitsort B ist deutlich kleiner als die am Heimatwohnsitz in A, Verwandte und Bekannte sind vorwiegend in A usw.

Es kommt halt auf die Einzelumstände an - und mehr noch darauf, sie überzeugend zu begründen.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Laragirl
Status:
Beginner
(134 Beiträge, 77x hilfreich)

hi,
also wenn Du deinen Hauptwohnsitz änderst, wird deine neue Steuerkarte von dem neuen Ort kommen, dazu bist Du noch alleinstehend.
Da dann noch die doppelte Haushaltsführung bzw. die Fahrtkosten durchzubekommen, dass wird sehr schwer werden ! Es wird Dir unterstellt werden dass Du dein Lebensmittelpunkt verändert hast und dass die Fahrten privat veranlasst sind ( private Lebensführung ).
Ich kann Dir nur empfehlen, lass wie es ist !
liebe grüsse
lara

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