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$ 182 StGB auch gültig, wenn die

 Von 
Jisaka
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)
$ 182 StGB auch gültig, wenn die

Hallo!

Umständlicher Titel, ich weiß. (Übrigens bin ich mir auch nicht sicher ob ich hier im richtigen Bereich bin, falls nicht entschuldige ich mich hiermit!)

Folgendes Problem:
Person A (M, 17) hat über das Internet Person B (W, 15) kennengelernt. Beide haben sich seitdem noch nicht persönlich getroffen. Person B schreibt per WhatsApp, dass Person A nur eine Beziehung mit ihr haben kann, wenn der Vater von Person B an Person A sexuelle Handlungen vornehmen darf. (WhatsApp-Nachricht von Person B: Mein Ex musste da auch durch.)

Gilt das als "Ausnutzung einer Zwangslage"?

Grüße
Jisaka

-- Editiert von Moderator am 27.06.2018 13:24

-- Thema wurde verschoben am 27.06.2018 13:24

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Polizei Internet Person


22 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12303.07.2019 16:29:14
Status:
Lehrling
(1402 Beiträge, 422x hilfreich)

Sehe ich nicht so. Eine zwanglage wären zB. finanzielle Not, psyschische Probleme, Unzurechnungsfähigkeit des A, sonstige Notsituation,...

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#3
 Von 
Jisaka
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Antworten!
Wir bezweifeln auch, dass das Mädchen überhaupt existiert.
Wie sollte man denn da vorgehen? Direkt zur Polizei oder die entsprechende Nummer per WhatsApp anschreiben und erstmal nur mit der Polizei drohen?

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#5
 Von 
Jisaka
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke! Dann werde ich das wohl so tun.
Mal schauen was die Polizei dazu zu sagen hat.

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#7
 Von 
guest-12303.07.2019 16:29:14
Status:
Lehrling
(1402 Beiträge, 422x hilfreich)

Zitat (von cabel):
Mal ganz davon abgesehen... ob das 15-jährige Mädchen wirklich existiert bleibt für mich auch fraglich. Jedenfalls dürfte sich die Polizei für so etwas sehr interessieren.

Interessant. Daran habe ich tatsächlich jetzt gar nicht gedacht. Im Nachhinein aber sehr naheliegend, wenn man die "Vorgeschichte (=Internet)" bedenkt.

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#9
 Von 
Jisaka
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich werde euch definitiv aktuell halten.

Zwei Fragen noch:
Reicht der Polizei denn die Handynummer, der (angebliche) Name und der ungefähre Wohnort von Person B?
Bringt es etwas die Chatlogs von WhatsApp mitzunehmen und der Polizei zu übergeben? (Das Handy auf dem sich die Chats befinden ist nicht von mir, man kann sich die Chatlogs per Email zuschicken lassen.)

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#11
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(28652 Beiträge, 8641x hilfreich)

Ja, wenn schon sollte man die chatlogs mitnehmen.

Eine Straftat ist jedoch, zumindest den Schilderungen nach, bisher nicht gegeben.

Das macht aber nichts, zur Polizei kann man dennoch gehen. Die kann zumindest mal eine Ansprache ggü. B halten, so dass er weiß dass er unter Beobachtung ist.

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#13
 Von 
Jisaka
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Alles klar. Dann schaue ich mal, dass ich heute oder morgen an das Handy komme und mir den Chatlog zuschicken lasse, damit dann zur Polizei.
Ich melde mich sobald es was neues gibt.

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#14
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(28652 Beiträge, 8641x hilfreich)

Zitat:
aber sich als 15-jähriges Mädchen auszugeben um einen Minderjährigen dazu zu bringen Sex mit einem zu haben wird sicher gegen irgendein Gesetz aus unserem bunten Strafenkatalog verstoßen.

Gegen welches?

Sexuelle Leistungserschleichung gibt es nicht, auch nicht bei Minderjährigen.

Geld wurde nicht geboten. Das wäre strafbar...

-- Editiert von !!Streetworker!! am 27.06.2018 18:38

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#16
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(28652 Beiträge, 8641x hilfreich)

Zitat:
Vielleicht könnte "Täuschung" nach &108 StGB hier greifen.

Wenn die Sache in Österreich stattfinden würde, vielleicht. ;)

108 StGB (Deutschland) ist "Wählernötigung"

Nach deutschem Recht ist hier kein Straftatbestand erfüllt, der Beschreibung nach.

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#17
 Von 
guest-12303.07.2019 16:29:14
Status:
Lehrling
(1402 Beiträge, 422x hilfreich)

Ich möchte nochmals zum Ausdruck bringen, dass ich die Sache natürlich auch moralisch höchst bedenklich finde. Der A ist dieses mal zwar 17 Jahre alt, somit sei ein einvernehmlicher sexueller Kontakt zwischen A und Vater auch von Gesetzes wegen unbedenklich, der nächste A' ist dann aber vielleicht nur noch 16. Und weil alles so gut klappt, denkt sich der Vater "hm, warum nicht mal einen 12-jährigen Neppen?". Natürlich nur unterstellt, dass die Sache wirklich ein "Betrug" darstellt.

Einzige mögliche Strafbarkeit sehe ich, wenn der A, durch weitere lange Kommunikation, oder fehlende psych. Stabilität, in eine Abhängigkeit getrieben würde. Gerade bei einem fast volljährigen, der sich der Situation ja jetzt bereits bewusst sein müsste, sehe ich die Hürden aber wirklich sehr hoch.

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#18
 Von 
Jisaka
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Update:
Ich war heute deswegen bei der Polizei.
Die Beamten haben sich sehr interessiert an der Sache gezeigt, laut denen werden solche Fälle auch bevorzugt behandelt. Ich habe den Polizisten den Chatlog übergeben (Übrigens 110 Seiten.) inklusive Name, Telefonnummer und ungefährer Wohnort.

Nun soll ich wenn möglich das Handy auf denen die Nachrichten eingegangen sind zu denen bringen. (Inklusive der Sim-Karte.) Werde nun also ein neues günstiges Handy bestellen und unter Vorwand eine neue Simkarte, damit ich das alte dann nächste Woche der Polizei übergeben kann.

Laut denen soll es dann ~ 1 1/2 Wochen dauern bis sowas bearbeitet ist, da die solche Fälle sehr ernst nehmen.

Wenn es Neuigkeiten gibt melde ich mich wieder.

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#19
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(28652 Beiträge, 8641x hilfreich)

Ja, gut gemacht. Die Polizei wird dann im Rahmen der Gefahrenabwehr tätig und wird sicherlich auch ermitteln ob derjenige für andere Fälle verantwortlich ist, wo die Strafbarkeitsgrenze überschritten ist

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#21
 Von 
Jisaka
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Hey!

Sorry, dass ich mich nicht mehr gemeldet habe.
Folgendes hat sich getan:

Die Polizei hat mittlerweile rausgefunden, dass es sich bei der Person um einen polizeibekannten Drogenhändler handelt. (Die denken, dass der einen Kurier wollte.) Eine weibliche Person unter den angegebenen Namen gibt es nicht.
Wir bekommen nun entweder einen Abschlussbericht der Polizei oder es geht weiter über die Staatsanwaltschaft.

Grüße
Jisaka

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#22
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(28652 Beiträge, 8641x hilfreich)

Zitat:
Die denken, dass der einen Kurier wollte.

Dafür wäre die Story mit "dem Vater, der auch mal will" ... aber unnötig.

Ich vermute mal eher, dass der Herr Dealer homosexuell ist, einen "Lustknaben" gesucht hat und mit der "Papa-Story" abgeklopft hat, ob grds. Bereitschaft besteht, mit "älteren Herren gleichen Geschlechts" (also ihm selbst im Endeffekt) in die Kiste zu springen.

So würde es jedenfalls Sinn ergeben.

In jedem Fall danke für die Rückmeldung.



-- Editiert von !!Streetworker!! am 12.08.2018 18:07

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