Amazon Gutscheine - angebliche Geldwäsche Betrug

26. Oktober 2023 Thema abonnieren
 Von 
ichhabeinefrage123
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 1x hilfreich)
Amazon Gutscheine - angebliche Geldwäsche Betrug

Hallo Leute,

ich habe letztens von einem Kollegen gehört das er Probleme wegen eines eingelösten Gutscheines hatte, und das obwohl er selber gar nichts verbrochen hat. Im Endeffekt hat er unbewusst einen Code eingelöst, der aus Kreditkartenbetrug stammt, konnte aber nachweisen dass er den Code legitim erworben hat und dann hat sich das auch wieder erledigt.

Meine Frage ist jetzt folgende: Ich lasse digitale Güter unter anderem mit Amazon Gutscheinen bezahlen.
Ich scame niemanden, aber meine Sorge ist jetzt dass ich eventuell unbewusst im Laufe der Zeit Codes eingelöst habe die mit so einem Kreditkartenbetrug in Zusammenhang stehen.
Mittlerweile stelle ich sicher dass die Codes legitim sind und lasse mir zusätzliche Nachweise dazu schicken, habe ich aber am Anfang nicht.
Zumal manche Verkäufe auch echt eine Weile her sind und ich es dementsprechend eventuell nicht mehr nachweisen könnte, vorallen wenn der Käufer selber den Chat gelöscht hat.

Was passiert wenn ich die Codes eingelöst habe aber nicht mehr nachweisen kann woher der Code ist.
Also ich habe wie gesagt von fast jedem Nachweise, aber was ist wenn der von dem ich keinen Nachweis habe ausgerechnet der ist der betrügerisch erworben wurde?
Reicht dass alleine als Beweis dann aus für eine Verurteilung? Oder muss die Polizei da schon mehr haben, wie einen Beweis das ich wirklich den Betrug begangen habe? (Also IP, irgendwelche Sachen auf meinem Computer etc)

Da wüsste ich ja zu 100% dass es nichts zu finden gäbe, da ich damit ja nichts zutun habe.

MfG

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12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118678 Beiträge, 39616x hilfreich)

Zitat (von ichhabeinefrage123):
Mittlerweile stelle ich sicher dass die Codes legitim sind

Das bezweifele ich stark ...



Zitat (von ichhabeinefrage123):
Was passiert wenn ich die Codes eingelöst habe aber nicht mehr nachweisen kann woher der Code ist.

Aufgrund der Vielzahl unbekannter Faktoren / zahlreicher Unwägbarkeiten in Ermangelung hellseherischer Fähigkeiten nicht seriös zu beantworten.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
ichhabeinefrage123
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Das bezweifele ich stark ...


Ok. Ich lasse mir auf jeden Fall immer die Bestätigungsemail schicken und stelle sicher dass die Person den Code in dem Moment selbst kauft, am besten bei Amazon selbst direkt.

Zitat (von Harry van Sell):
Aufgrund der Vielzahl unbekannter Faktoren / zahlreicher Unwägbarkeiten in Ermangelung hellseherischer Fähigkeiten nicht seriös zu beantworten.


Naja aber die Situation ist ja relativ einleuchtend. Ich löse unbewusst einen Code ein, den ich als Zahlung für digitale Güter erhalte. In dem Moment weist absolut nichts darauf hin dass es sich um einen illegalen Code handelt. Wenn mir jemand Bargeld in die Hand drückt denke ich ja auch nicht dass es Falschgeld ist.
Zu so gut wie allen Codes habe ich einen nachweis aber wenn ich Pech habe halt ausgerechnet zu dem einen nicht weil irgendein chat gelöscht wurde.

Zumal man bei Kreditkartenbetrug ja wahrscheinlich nicht nur einen Code kauft sondern direkt welche für 2000 Euro. Darauf hat die Polizei ja Zugriff und könnte nachvollziehen wer welchen Code eingelöst hat. Und wenn ich dann einen von 100 eingelöst habe weist das doch ziemlich darauf hin dass die alle verkauft / weitergegeben wurden. Zumal die 99 anderen wahrscheinlich dann auch von jeweils anderen Personen eingelöst wurden.
Man löst ja wohl nicht die Codes selbst ein die man durch Kreditkartenbetrug hat.

LG

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118678 Beiträge, 39616x hilfreich)

Zitat (von ichhabeinefrage123):
Ich löse unbewusst einen Code ein, den ich als Zahlung für digitale Güter erhalte.

Warum lässt an sich mit Codes bezahlen statt mit Bargeld / Überweisung?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
ichhabeinefrage123
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Warum lässt an sich mit Codes bezahlen statt mit Bargeld / Überweisung?


Mache auch viel mit Sofortüberweisungen aber manche wollen das lieber per Amazon Gutschein weil sie kein Online Banking haben.
Mittlerweile mache ich auch nur noch sehr wenig per Amazon, aber 2021 und 22 war das halt noch relativ viel.

Wollte auch noch dazu sagen dass die Codes nicht von irgendwelche ominösen Websites stammen die 30% Discount anbieten. Da ist es dann ja offensichtlich etwas Komisches.
Also eigentlich wies nichts daraufhin dass es sich um kriminelle Codes handelt.
Also ich habe ja auch keinen Brief oder irgendwas erhalten, frage ja grade eher als was wäre wenn.

MfG

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#5
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1358 Beiträge, 273x hilfreich)

Also diese Sache mit den "Gutscheinen" werde ich wohl nie richtig durchdringen, womit ich auch nur bedingt hilfreich sein kann.

Zitat (von ichhabeinefrage123):
manche wollen das lieber per Amazon Gutschein weil sie kein Online Banking haben.
Welche geschäftsfähige Person verfügt heutzutage über kein Bank- oder Paypal-Konto? Dann geht es bei den Verkäufen zudem um digitale Güter (also z.B. Spieleinhalte, -währung?), womit sich die Frage aufdrängt, ob (und wie) diese grundsätzlich rechtmäßig erworben wurden und man sich überhaupt in der Lage befindet, diese veräußern zu dürfen. Der Verdacht (aus meinem laienhaften Verständnis heraus), dass durch diesen Gutschein-Handel zumindest stillschweigend die Herkunft der Mittel verschleiert werden kann oder soll, lässt sich zunächst einmal generell nicht ausräumen. Unter dem Gesichtspunkt ist es natürlich richtig, dass es durchaus problematisch sein könnte, wenn man rechtswidrig erworbene Gutscheine ankauft und einlöst, ohne irgendeinen Nachweis über deren Herkunft führen zu können.

Signatur:

Wahrheit ist Verhandlungssache.

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#6
 Von 
ichhabeinefrage123
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von DeusExMachina):
Welche geschäftsfähige Person verfügt heutzutage über kein Bank- oder Paypal-Konto? Dann geht es bei den Verkäufen zudem um digitale Güter (also z.B. Spieleinhalte, -währung?), womit sich die Frage aufdrängt, ob (und wie) diese grundsätzlich rechtmäßig erworben wurden und man sich überhaupt in der Lage befindet, diese veräußern zu dürfen. Der Verdacht (aus meinem laienhaften Verständnis heraus), dass durch diesen Gutschein-Handel zumindest stillschweigend die Herkunft der Mittel verschleiert werden kann oder soll, lässt sich zunächst einmal generell nicht ausräumen. Unter dem Gesichtspunkt ist es natürlich richtig, dass es durchaus problematisch sein könnte, wenn man rechtswidrig erworbene Gutscheine ankauft und einlöst, ohne irgendeinen Nachweis über deren Herkunft führen zu können.


Die digitalen Güter die ich verkaufe sind legal keine Sorge. Sind nicht irgendwelche gecrackten Gaming Codes oder irgendwas.
Also würde es nicht um Verschleierung der Herkunft der Mittel gehen.
Aber habe auch schon von so einem Fall gelesen, dass einer einen Code aus KK Betrug eingelöst hat und der wurde dann als Zeuge vorgeladen.
Also "nicht mal" als Beschuldigter

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118678 Beiträge, 39616x hilfreich)

Zitat (von DeusExMachina):
Der Verdacht (aus meinem laienhaften Verständnis heraus), dass durch diesen Gutschein-Handel zumindest stillschweigend die Herkunft der Mittel verschleiert werden kann oder soll, lässt sich zunächst einmal generell nicht ausräumen.

Und bereits der Verdacht kann sehr unangenehme Folgen haben ... egal wie legal dann die Codes waren ...


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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118678 Beiträge, 39616x hilfreich)

Zitat (von ichhabeinefrage123):
der wurde dann als Zeuge vorgeladen.
Also "nicht mal" als Beschuldigter

Als Zeuge kann man immer vorgeladen werden.
Mitunter ist es auch schon vorgekommen, das man spontan vom Zeugen zum Beschuldigten mutierte ...


Signatur:

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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#9
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1358 Beiträge, 273x hilfreich)

Zitat (von ichhabeinefrage123):
Die digitalen Güter die ich verkaufe sind legal keine Sorge.
Nun gut, wenn man sich dahingehend sicher ist, muss dieser Punkt ja nicht weiter behandelt werden :wink:

Zitat (von ichhabeinefrage123):
Sind nicht irgendwelche gecrackten Gaming Codes oder irgendwas.
Ich dachte da auch eher bspw. an Spieleinhalte, die man sich selbst erwirtschaftet hat. Dazu ist mir kaum ein Fall bekannt, in dem man diese rechtmäßig gegen Echtgeld veräußern dürfte, aber nun ja.

Zitat (von ichhabeinefrage123):
Also würde es nicht um Verschleierung der Herkunft der Mittel gehen.
Es ging mir primär um die Verschleierung der Mittel oder der Art und Weise, mit denen der Gutschein im Vorhinein in Besitz genommen wurde. Die Kenntnis darüber entzieht sich ja (wie oben geschildert) dem Verkäufer der digitalen Güter. Der andere Fall ist natürlich ebenso denkbar, wodurch wiederum dem Verkäufer an der anonymen Zahlungsabwicklung gelegen wäre.

Zitat (von ichhabeinefrage123):
hat und der wurde dann als Zeuge vorgeladen.
Also "nicht mal" als Beschuldigter
In welcher Rolle man zunächst vorgeladen wird, hat keine Aussagekraft dahingehend wie schnell man zum Beschuldigten werden kann :wink: Eigentlich ist es sogar ganz praktisch, dass man im Zweifel dank des 163 Abs. 3 StPO eine Aussage durch den Unbedarften forcieren kann, während Einladungen als Beschuldigter kaum mehr jemand wahrnimmt.

Signatur:

Wahrheit ist Verhandlungssache.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
ichhabeinefrage123
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von DeusExMachina):
Es ging mir primär um die Verschleierung der Mittel oder der Art und Weise, mit denen der Gutschein im Vorhinein in Besitz genommen wurde. Die Kenntnis darüber entzieht sich ja (wie oben geschildert) dem Verkäufer der digitalen Güter. Der andere Fall ist natürlich ebenso denkbar, wodurch wiederum dem Verkäufer an der anonymen Zahlungsabwicklung gelegen wäre.


Also ist damit gemeint dass ich als Verkäufer keinen Nachweis mehr habe wie der Code im Vorhinein erworben wurde? Sprich ich kriege einen Code zugeschickt, und löse ihn ein, obwohl er aus kriminellen Machenschaften kommt bzw mit "schmutzigem" Geld bezahlt wurde?
Oder verstehe ich das falsch?

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#11
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1358 Beiträge, 273x hilfreich)

Zitat (von ichhabeinefrage123):
Also ist damit gemeint dass ich als Verkäufer keinen Nachweis mehr habe wie der Code im Vorhinein erworben wurde?
Korrekt, wobei ich im Zweifel nicht von einem Erwerb sprechen würde. Ob der Gutschein gestohlen oder durch Bitcoins aus rechtswidrigen Taten oder mittels gestohlener Zahlungsmittel erlangt wurde, erschließt sich dem Verkäufer natürlich nicht.

Zitat (von ichhabeinefrage123):
Oder verstehe ich das falsch?
Nein, das wurde richtig verstanden.

-- Editiert von User am 27. Oktober 2023 00:07

Signatur:

Wahrheit ist Verhandlungssache.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
ichhabeinefrage123
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von DeusExMachina):
Korrekt, wobei ich im Zweifel nicht von einem Erwerb sprechen würde. Ob der Gutschein gestohlen oder durch Bitcoins aus rechtswidrigen Taten oder mittels gestohlener Zahlungsmittel erlangt wurde, erschließt sich dem Verkäufer natürlich nicht.


ja das ist ja das wovor ich Bammel hab, aber ich kann ja eig nachweisen dass ich den jeweiligen Code geschickt bekommen habe.
Hoffen wir mal das beste :D

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