Anzeige - muss ich ins Gefängis???

13. November 2005 Thema abonnieren
 Von 
frotteemonster
Status:
Frischling
(30 Beiträge, 4x hilfreich)
Anzeige - muss ich ins Gefängis???

Hallo

bitte um Hilfe


Mein Nochmann u. ich sind getrennt lebend - er sitzt mittlerweile in der JVA.

Wir sind Juli 04 in einer Whg. mit unseren zwei Töchtern eingezogen. Wir erhielten zur damaligen Zeit Sozialhilfe. Die Whg. wäre für uns bezahlbar gewesen... auch wenn wir 80 Euro selbst hätten darauf zahlen müssen.

Mein damaliger Mann hat beschlossen eine Ausbildung als Altenpflegerhelfer am 1.9.04 zu beginnen. Die Sozialhilfe wurde darauf hin gestrichen da er dadurch Bafög erhalten hätte sollen. Der Antrag wurde eingereicht... herraus kam, dass seine Eltern so gut verdienen u. ihn unterstützen hätten sollen - sie taten es nicht u. wir hatten kein Geld. Hinzu kam, dass im Sept./Okt. der Gerichtsvollziher vor uns stand und uns den Kühlschrank gepfändet hat.

Ich war völlig fertig

Wir hatten kein Konto... durch Pfändung hat uns die Bank gekündigt u. seine Mutter hat nochmals ein Bankkonto eröffnet worauf die Sozialen Leistungen (Kindergeld, Erziehungsgeld) flossen. Ich hatte wenig Einsicht... auch keine Karte etc. - nur er.

Die Ehe war miserabel... heute frage ich mich, wie ich mich auf all das einlassen konnte ((

Es folgte... wir konnten keine Miete mehr zahlen (Sozialhilfe gestrichen... kein Bafög, etc.)

Ich war am Ende... mit einem guten Freund konnte ich darüber reden... er half mir emotional sehr. Meine Kinder, meine Zunkunft... ich wusste nicht mehr weiter...
Die Wohnungkündigung kam.

Ich verliess meinen Mann am 7. Nov.
Am 28. Februar zog ich aus. Wir wurden vorher gekündigt!!!! Wohnten noch weitere 4 Monaten zusammen... es war die Hölle... Drohung, Terror, etc.

Wir bekamen Anzeige wegen Mietbetrugs.
Damals mussten wir einen "Wisch" ausfüllen ob wir bereits die Eidestaatl. Versicherung abgeleisteten hätte. Wir waren unehrlich!!!!!!
Er meinte... des geht schon in Ordnung so... und danach frägt doch keiner mehr.

Mein Mann wollte die Whg. umbedingt. Hatte immer ein schlechtes Gefühl. Aber o.k.

Es folgte eine Anzeige. Ich sagte mit meinem Nochmann (waren bereis ausgezogen u. getrennt lebend) gleichzeitig bei der Polizei aus, dass der Gerichtsvollzieher kam und uns den Kühlschrank gepfändet hat und wir darauf hin Geld für die Schulden aufbringen mussten um es zu begleichen. Gelogen war es nicht!!!! ...aber es fehlte halt auch ein wenig dazu warum wir sooooo wenig geld hatten.

Ich konnte aber auch nicht gegen ihn aussagen... ((((
Er meinte immer, wenn ich gegen ihn was sage, anwende, zieht er mich in die Sache wo er verurteilt worden ist mit rein

Die Schulden belaufen sich auf 6 000 Euro ca. vielleicht auch 1000 Euro mehr. Ich bezahle ALLES!!!!!!!!! Übernehme die Sachen für meinen Ex mit um endlich ruhe zu haben...werde es VOR der Verhandlung überweisen - ALLES.
aber die Verhandlung kommt. Und ich weiss nicht ein noch aus.

Brauch ich einen Anwalt - Strafverteidiger... kann es mir noch nicht leisten.

Was kommt auf mich zu... bin 24 J. und haben zwei töchter von 2 und 3 Jahren bin nicht vorbestraft und das Geld hat die Exvermieterin bereits auch...

Es war aber kein Mietbetrug willkürlich - wirklich nicht (((

Mein jetziger Freund den ich seit 2 1/2 J. kenne... der hat alles mitbekommen - ich habe ihm viel erzählt und er ist derjenige, der mit auch jetzt das Geld leiht
Wir waren nur gute Freunde... aber es hat uns durch meine Verzweiflung näher gebracht.


Was passiert - mit mir... meine Töchter...


Und ich habe immernoch höllische Angst vor meine Ex


Was erwartet mich... muss ich ins Gefängis???

Lieben Gruss
Tina

P.S.: Die heute ein Schreiben von der Staatsanwaltschaft bekommen hat zwecks Beweismittel, Zeugen,... etc. vorzubringen hat. Dann wird das Hauptverfahren eingeleitet.

Ich habe noch nicht mal einen Anwalt ((((((((((

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9514x hilfreich)

Naja,

ins Gefängnis wirst Du sicherlich nicht müssen.

Das einzioge Problem ist, daß Ihr schon eine EV abgegeben hattet, als ihr in die Wohnung eingezogen seid. Da liegt Betrug erst mal sehr nahe.

Andererseits hattet ihr ja wohl zunächst Miete gezahlt (oder überhaupt nicht eine einzige??). Weiterhin war die Miete ja -eigentl.- durch die Sozialhilfe gesichert, insofern wart Ihr auch zahlungsfähig. Deswegen sehe ich hier den Tatbestand nicht unbedingt erfüllt. (Kann man aber von hier aus nicht abschliessend beurteilen).

Ich würde trotz knapper Kasse zum Anwalt gehen, zumindest zur Beratung (dafür gibts einen Beratungshilfeschein beim Amtsgericht, kostet Dich dann nur 10,00 €), denn hier kann man eine Verurteilung ggf. durchaus vermeiden.

Die Anzeige wegen "Einmietbetrug" wird m.E. einen ganz anderen Hintergrund haben. Vermieter machen das -wenn sich ein Ansatz bietet- neuerdings gerne, wenn sie wissen daß ihre Mieter überschuldet sind, und evtl. planen in Privatinsolvenz zu gehen. Die Mietschulden würden dann näml. mit unter die Restschuldbefreiung fallen, und wären für den Vermieter weg. Anders ist es wenn es Schulden aus einer 'unerlaubten Handlung' sind. Die Fallen nicht unter die Restschuldbefreiung und müssen trotz Inso gezahlt werden. Deswegen versuchen Vermeiter gerne, die Schuldenherkunft aus unerlaubter Handlung per Urteil bestätigt zu bekommen.

-----------------
"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Bernhard Diener
Status:
Praktikant
(774 Beiträge, 201x hilfreich)

Trollalarm! Seit wann pfändet der Gerichtsvollzieher den Kühlschrank???

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9514x hilfreich)

Sag das nicht. Hab ich auch schon erlebt (nicht an eigenem Leibe ;) ). War son mega-teures Ami-Teil.

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"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Bewährungshelfer
Status:
Lehrling
(1938 Beiträge, 362x hilfreich)

Aber wodurch sollte sich rechtfertigen, Beratungshilfe zu bekommen? Ist doch eine Strafsache...

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"Gruß
Jens Wilke
Bewährungshelfer"

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9514x hilfreich)

Auch in Strafsachen wird eine Beratung per Beratungshilfe übernommen, nur keine Vertretung. --> § 2 BeratHiG

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"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

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#6
 Von 
nwg100
Status:
Praktikant
(522 Beiträge, 92x hilfreich)

Kritischer Nachtrag an @ streetworker,

Korrekt ist ein Beratungsschein ( den gibts für Mittlose beim Amtsgericht )

Vertretung - Keine - ebenso klar.

Und jetzt kommts.

Ich möchte einen einzigen Verteidiger im gesamten Rhein-Main kennen, der für den 10 Euronen-Schein eine Beratung durchführt, bzw. sogar einen Termin macht ???????

Hier krankt unser Rechtssystem mehr als gewaltig.

Hast de Knete - no Problem, hast de nix dann kann kein Recht auch nur annährend durchgesetzt werden.

Sorry, aber is so und ich lasse mich gerne eines besseren belehren.

Grüße
nwg100

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