Anzeige wegen Betrug.

29. Februar 2024 Thema abonnieren
 Von 
go615418-26
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Anzeige wegen Betrug.

Hallo, liebes Forum.

Meine Freundin hat eine Anzeige wegen Betruges erhalten. Sie verkauft in unregelmäßigen größeren Abständen mal erwachsenen Videos über Telegram/Whatsapp.

Die Anzeige bezieht sich auf Videos im Wert von 250€ und ein angebliches Treffen(Eskort) die nicht erbracht/gesendet wurden. Der Betrag wurde per Paypal Freunde/Familie bezahlt. Sie hat scheinbar einfach vergessen die Videos zu schicken, denn sie hat keine Absicht Leute abzuziehen. Escort macht sie überhaupt nicht und hat sie daher auch nicht Angeboten. Leider sind ihre Whatsapp Nachrichten bei einem reset wegen fehlendem Backup verloren gegangen, sodass sie leider nicht mehr nachvollziehen kann, wer das gewesen sein könnte (Ohne Anwalt kann man nicht herausfinden wer sie da angezeigt hat oder?)

Sie soll sich nun schriftlich dazu äußern.

Nun zu meiner Frage: Lässt sich das eventuell ohne anwaltliche Hilfe regeln? Sie würde das Geld natürlich direkt zurückerstatten, aber ich denke die Anschuldigung des Tatbestands „Betrug" besteht ja weiterhin, auch nach Begleichen der Schuld? wie sollte man darauf reagieren? einfach nur die Pflichtdaten (persönliche Daten, Anschrift usw.) ausfüllen und beim Rest schweigen und abwarten was da noch kommt? Oder das Geld einfach zurückerstatten und einen Zahlungsbeleg anhängen mit der Erklärung, dass man es nicht beabsichtigt hat die Videos nicht zu schicken?

Ich habe gelesen, dass es nicht klug ist Aussagen ohne anwaltliche Unterstützung zu tätigen, aber für mich klingt das relativ einfach zu lösen. Wie schätzt ihr das ein, was sollten unsere nächsten Schritte sein?

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121251 Beiträge, 40001x hilfreich)

Zitat (von go615418-26):
Ohne Anwalt kann man nicht herausfinden wer sie da angezeigt hat oder?

Genau, oder ...
Akteneinsicht nennt sich das was man machen sollte.



Zitat (von go615418-26):
Nun zu meiner Frage: Lässt sich das eventuell ohne anwaltliche Hilfe regeln?

Klar.
Man kann auch ohne Handschuhe ein heißes Backblech anfassen ...



Zitat (von go615418-26):
Sie würde das Geld natürlich direkt zurückerstatten

Und warum sendet man das vertraglich vereinbarte Video nicht einfach?



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1304 Beiträge, 218x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Und warum sendet man das vertraglich vereinbarte Video nicht einfach

Weil sie nicht weiss, an wen?

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121251 Beiträge, 40001x hilfreich)

Zitat (von Schalkefan):
Weil sie nicht weiss, an wen?

Das gleiche Problem hat sie aber auch mit der Erstattung des Geldes...

Im übrigen entfällt die Verpflichtung zur Erfüllung nicht dadurch, dass man einfach das Geld zurücksendet.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
vacantum
Status:
Lehrling
(1153 Beiträge, 195x hilfreich)

Zitat (von Schalkefan):
Weil sie nicht weiss, an wen?
Und an wen will sie dann das Geld zurück überweisen?
Zitat (von go615418-26):
Sie würde das Geld natürlich direkt zurückerstatten,

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Nana71
Status:
Lehrling
(1140 Beiträge, 125x hilfreich)

Zitat (von go615418-26):
Sie hat scheinbar einfach vergessen die Videos zu schicken, denn sie hat keine Absicht Leute abzuziehen.


Und der Käufer hat nicht nachgehakt, wo die Ware bleibt, sondern direkt Anzeige erstattet?

Es ist ja kein Ding unmöglich, aber das wäre schon sehr ungewöhnlich.

Zitat (von go615418-26):
Escort macht sie überhaupt nicht und hat sie daher auch nicht Angeboten.


Vielleicht hat sie dir auch einfach nicht auf die Nase gebunden, dass sie Escort macht bzw. anbietet.

Es würde mich jedenfalls nicht wundern, wenn der Anzeigenerstatter einen entsprechenden Nachweis in Form einer Textnachricht vorgelegt hätte.

Zitat (von go615418-26):
Leider sind ihre Whatsapp Nachrichten bei einem reset wegen fehlendem Backup verloren gegangen, sodass sie leider nicht mehr nachvollziehen kann, wer das gewesen sein könnte


Was für ein bedauerlicher Zufall.

Zitat (von go615418-26):
Sie würde das Geld natürlich direkt zurückerstatten, aber ich denke die Anschuldigung des Tatbestands „Betrug" besteht ja weiterhin, auch nach Begleichen der Schuld?


Richtig.

Die Rückzahlung des Geldes könnte sich allenfalls positiv auf das Strafmaß auswirken.

-- Editiert von User am 29. Februar 2024 09:32

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
CarstenF
Status:
Praktikant
(970 Beiträge, 165x hilfreich)

Zitat (von go615418-26):
Oder das Geld einfach zurückerstatten und einen Zahlungsbeleg anhängen mit der Erklärung, dass man es nicht beabsichtigt hat die Videos nicht zu schicken?


Ich würde auch zu einer Rückerstattung raten, die Daten kann man ja in Erfahrung bringen.

Zitat (von go615418-26):
Ich habe gelesen, dass es nicht klug ist Aussagen ohne anwaltliche Unterstützung zu tätigen, aber für mich klingt das relativ einfach zu lösen. Wie schätzt ihr das ein, was sollten unsere nächsten Schritte sein?


Ja, das liest man oft. Allerdings empfehlen Anwälte dann eben, diese zu bevollmächtigen und selbst aktiv zu werden. Also einfach Nichtstun und hoffen, dass sich das Problem von selbst erledigt, wird eigentlich auch selten empfohlen , außer man kann nichts sinnvolles zu der Sache beitragen, dann vielleicht.

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