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Anzeige wegen Diebstahl....unschuldig

26.5.2011 Thema abonnieren
 Von 
isisnay
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Anzeige wegen Diebstahl....unschuldig

Hallo,

ich hoffe ich bekomme hier Hilfe.
Ich habe ein Jahr in einem Warengeschäft gearbeitet. Und habe nach dem Ausscheiden aus dieser Firma Post bekommen in der mir offeriert wurde das es auf meine Person bezogen Unstimmigkeiten bezüglich der Kasse geben würde.
Ich reagierte auf dieses Schreiben wie unter Schock, da ich mir nichts vorzuwerfen hatte. Ich muss allerdings dazu sagen das ich teilweise monatelang alleine 12 Std in dem Geschäft Stand komplett alleine und unter immensen Stress, Warenanlieferung harte körperliche Arbeit etc. in dieser Zeit stand der Laden im Vorderen Bereich sperrangelweit offen und im Grund hätte sich jeder bedienen können wie er wollte, da es auch keinerlei Kameraüberwachung noch sonstige Sicherungssysteme gab oder gibt nicht mal eine Türklingel. Und ich in diesen Tagen und Wochen nicht ausschließen kann, Kassentechnisch irgendwas nicht richtig eingegeben zu haben. Ich war ja auch noch relativ neu und das Kassensystem ebenso.
Also um zurück zu kommen. Ich rief auf Wunsch meines ehemaligen Arbeitgebers bei dem Gebietsleiter an und beteuerte meine absolute Unschuld und das ich mir nichts vorzuwerfen hätte. Er sagte nur frech:" na ja, wir hätten das ja auch so klären können unter uns, aber wenn Sie meinen nicht dann nicht!!!"
Nach dem Telefonat habe ich zwei Monate nichts mehr gehört und ich dachte das Ding wäre vom Tisch. Doch gestern bekomme ich jetzt eine Vorladung der hiesigen Polizei zur Aussage als Beschuldigte.
Ich hab jetzt total die Angst, denn der Ehemalige Arbeitgeber erzählte irgendetwas mit Beweisen etc.
Ich hab aber nichts unrechtes gemacht.
Die hatten mich noch als ich dort arbeitete auf dem Kicker. Und ich weis auch das es extreme Inventurdifferenzen gab. Jetzt habe ich bedenken, dass die nur einen Dummen suchen dem sie alles anhängen könnten.
In der Vorladung, dass wunderte mich sehr, steht auch keine konkretes Tatzeitdatum, sondern nur ein Jahr Pauschal, also die ganze Zeit in der ich bei diesem Unternehmen Tätig war. Wieso steht da kein konkretes Datum??? Nur Vermutungen des Ex Arbeitsgebers???
Ich weis nicht weiter, hab voll die angst ungerecht für irgendwas Angezeigt zu werden.
Ich hab mir noch nieeeeee irgendetwas zu schulden kommen lassen, außer mal zu schnell gefahren ;)

Ich hoffe ich bekomme hier kurz Hilfe.

Ich bedanke mich sehr und wünsche ein schönes bevorstehendes Wochenende



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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Snoop Pooper Scoop
Status:
Student
(2858 Beiträge, 1112x hilfreich)

quote:
in der mir offeriert wurde


Da dir offensichtlich nichts angeboten wurde, sondern du informiert wurdest, frage ich mich, wieso du Fremdwörter verwendest, deren Bedeutung du nicht kennst.

quote:
Die hatten mich noch als ich dort arbeitete auf dem Kicker.


Du meinst vermutlich "auf dem Kieker", oder wurdest du auf ein Tischfußballgerät gelegt? Da frage ich lieber nicht nach Details. ;)

quote:
Wieso steht da kein konkretes Datum?


Möglicherweise wirft man dir Taten vor, die nicht an ein konkretes Datum zu binden sind. Immerhin ist das schon mal ein Hinweis darauf, daß es mit den "Beweisen" deines Ex-Arbeitgebers nicht so weit her sein kann, wenn er offenbar nicht mal sagen kann "am 23.4.2011 fehlten 14,56 EUR in der Kasse; am Tag darauf 89,84 EUR".
Oder es waren so viele Fälle, daß sie nicht einzeln mit Datum aufgeführt sind, das kann natürlich auch sein.

quote:
Nur Vermutungen des Ex Arbeitsgebers?


Das wäre doch gut für dich, denn aufgrund von Vermutungen ist noch niemand verurteilt worden.

quote:
hab voll die angst ungerecht für irgendwas Angezeigt zu werden


Da brauchst du keine Angst (mehr) zu haben, denn angezeigt wurdest du ja bereits. Du meinst vermutlich "ungerechtfertigt für etwas angeklagt".

Am sinnigsten wird wohl sein, du gehst erst mal hin und hörst dir an, was man dir konkret vorwirft.

quote:
Und ich in diesen Tagen und Wochen nicht ausschließen kann, Kassentechnisch irgendwas nicht richtig eingegeben zu haben.


Das solltest du vielleicht erst mal für dich behalten, weil es den Eindruck erwecken könnte, du würdest schon mal vorbereiten, Kassenfehlstände mit "aus Versehen" entschuldigen zu wollen. Das würde ich persönlich nicht tun, solange nicht mal klar ist, ob der Ex-Arbeitgeber überhaupt gerichtsfest beweisen kann, was in der Kasse gefehlt hat und wer dafür verantwortlich ist.

Für "echte" Kassenfehler wärst du wohl alleine verantwortlich; wurden hingegen Sachen gestohlen und die Kasse stimmt deswegen nicht, müßte man dir schon nachweisen, daß du die Sachen gestohlen hast.

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#2
 Von 
isisnay
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

mir wurde in dem Schreiben des Ex Arbeitgebers angeboten, dass ich mich mit Ihm treffen soll um die Angelegenheit unter der Hand zu regeln. Also Persönlich. Dem zufolge wurde mir auch was angeboten, also offeriert ;)

Da ich am Ende meines Vertrages auch noch die Jahresinventur mit gemacht habe, weiss ich auch das es eine extreme Differenz gab. Aber ich habe dem Gebietsleter auch immer und immer wieder gesagt er solle sich bemühen Sicherheitsanlagen zu installieren. In welcher Art und Weise auch immer. Doch das wurde stets ignoriert. Und es wurde ja sogar ach schon eingebrochen und der Tresor entwendet. Auch daraufhin ist nie etwas geschehen. Wie bereits geschrieben in dem Geschäft hätte sich frei, jeder bedienen können. Da ich bei Wahrenannahme keinen überblick über die Geschäftsräume hatte. Das war ein bekanntes Problem. Und ich habe einfach angst, dass ich jetzt für alles fehlende verantwortlich gemacht werden soll. Das kann doch alles nicht sein.
Wie geschrieben, ich habe mir bewusst, nichts vorzuwerfen.

Ich habe jetzt natürlich viel im Internet gelesen und lese immer wieder, bei einer Vorladung als Beschuldigter einer Straftat sollte man sich durch einen Anwalt Akteneinsicht beantragen und nicht blind in das Polizeiverhör laufen. Da ich ja nicht weis was mir im Detail vorgeworfen wird, im Gegenteil zur Polizei, die schon genau weis um was es konkret geht.
Ich habe auch gelesen das man im Strafrecht keinen Anspruch auf Gerichtskostenbeihilfe hat. Ich bin, zur Zeit auf Arbeitssuche und könnte mir einen Anwalt nie und nimmer leisten. Ich bin total verunsichert.

Ich danke für die Antworten.

LG
isisnay

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-- Editiert am 27.05.2011 09:05

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#3
 Von 
jurafrog
Status:
Schüler
(248 Beiträge, 71x hilfreich)

quote:
Ich habe auch gelesen das man im Strafrecht keinen Anspruch auf Gerichtskostenbeihilfe hat


Richtig, im Strafrecht hat man ggf. Anspruch auf einen Pflichtverteidiger, wenn man sich einen Anwalt sonst aufgrund seiner finanz. Lage nicht leisten kann.


Es dürfte ja nicht sein, dass der Beschuldigte einer Straftat sich nicht gegen den Staat und seine Behörden verteidigen kann und evtl. einfahren muss, als derjenige, der im Mietrecht sich um das Nutzungsrechts eines Trockenraums streitet.

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"Recht haben, Recht bekommen und Recht durchsetzen sind oft drei Paar Stiefel
"

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