Anzeige wegen angeblichen Diebstahl

30. Dezember 2016 Thema abonnieren
 Von 
Bine88
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 2x hilfreich)
Anzeige wegen angeblichen Diebstahl

Folgender Fall liegt vor,... Über die Feiertage, kümmerte sich meine Mutter um die Katze ihrer Nachbarin. Nun wird mir als Tochter vorgeworfen, ich hätte an diesen Tagen 2 Steiff Teddybären aus der Wohnung der Nachbarin gestohlen. Ich habe mich zwar mit um die Katze gekümmert, da ich über die Feiertage bei meinen Eltern zu Besuch war, habe jedoch in der Wohnung ausser das Katzenfutter nichts angerührt. Die Nachbarin selbst konnte heute bei der Polizei, als Sie die Anzeige gegen mich machte, die Teddybären nicht genau beschreiben und auch nicht die genaue Anzahl der gestohlenen Teddybären angeben. Der Polizist zeigte ihr Bilder von Steiffteddys im Internet, doch sie konnte keine genaue Beschreibung abgeben. Nun ist die Anzeige gegen mich aufgenommen und der diensthabende Polizist hat eine Hausdurchsuchung beantragt. Er meinte allerdings, wenn ich die Teddys wirklich gestohlen haben sollte, wären diese über die Tage vom 24.12- bis zum gestrigen mit Sicherheit schon verkauft. Jetzt stellen sich mir zwei Fragen, wird die Durchsuchung überhaupt genehmigt und wie kann ich gegen die Anzeige Vorgehen, da ich ja keine wirklichen Beweise habe, dass ich nichts gestohlen habe.Die Dursuchung soll im übrigen nicht bei meiner Meldeadresse, sprich Wohnsitz durchgeführt werden, sondern in der Wohnung in der ich mich von 26.12-27.12 aufhielt. Ist dies überhaupt möglich? Ich muss dazu sagen, dass ich in der Vergangenheit schonmal wegen Diebstahl angezeigt wurde, allerdings habe ich dafür meine gerechte Strafe bekommen, bereue dies und habe mir seither auch nichts mehr zu Schulden kommen lassen. Ich hoffe sie können mir bei meinen oben gestellten Fragen weiterhelfen. Mit freundlichen Grüßen k

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16240 Beiträge, 9209x hilfreich)

Zitat:
etzt stellen sich mir zwei Fragen, wird die Durchsuchung überhaupt genehmigt

Unwahrscheinlich - aber nicht völlig ausgeschlossen.

Zitat:
Die Dursuchung soll im übrigen nicht bei meiner Meldeadresse, sprich Wohnsitz durchgeführt werden, sondern in der Wohnung in der ich mich von 26.12-27.12 aufhielt. Ist dies überhaupt möglich?

Ja. Möglich wäre sowas.

Wenn Sie allerdings schon wissen, dass eine Durchsuchung geplant ist und auch wo, dann ist das ganze ziemlich sinnlos.
Denn Merkmal einer Durchsuchung ist der Überraschungseffekt.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118396 Beiträge, 39564x hilfreich)

Zitat (von go456579-45):
mich aufgenommen und der diensthabende Polizist hat eine Hausdurchsuchung beantragt.

Woher hat man eigentlich das ganze Detail-Wissen? Hat man daneben gestanden als die Anzeige aufgenommen wurde?



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Bine88
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Zitat:
etzt stellen sich mir zwei Fragen, wird die Durchsuchung überhaupt genehmigt

Unwahrscheinlich - aber nicht völlig ausgeschlossen.

Zitat:
Die Dursuchung soll im übrigen nicht bei meiner Meldeadresse, sprich Wohnsitz durchgeführt werden, sondern in der Wohnung in der ich mich von 26.12-27.12 aufhielt. Ist dies überhaupt möglich?

Ja. Möglich wäre sowas.

Wenn Sie allerdings schon wissen, dass eine Durchsuchung geplant ist und auch wo, dann ist das ganze ziemlich sinnlos.
Denn Merkmal einer Durchsuchung ist der Überraschungseffekt.


Weiß das halt durch meine Mum, da Sie gestern mit der Nachbarin zusmmen zur Polizei ist. Nachbarin hat darauf bestanden. Ich denke mal der Polizist kann sich denken, das meine Mum mir das erzählt.
Nachbarin hat drauf bestanden dass meine Mum mit kommt

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Bine88
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von go456579-45):
mich aufgenommen und der diensthabende Polizist hat eine Hausdurchsuchung beantragt.

Woher hat man eigentlich das ganze Detail-Wissen? Hat man daneben gestanden als die Anzeige aufgenommen wurde?[/quote

Weiß das halt durch meine Mum, da Sie gestern mit der Nachbarin zusmmen zur Polizei ist. Nachbarin hat darauf bestanden. Ich denke mal der Polizist kann sich denken, das meine Mum mir das erzählt.
Nachbarin hat drauf bestanden dass meine Mum mit kommt

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Bine88
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 2x hilfreich)

Meine Mutter findet das Verhalten der Nachbarin zudem sehr merkwürdig, da wie gesagt die Nachbarin nicht die genaue Anzahl der fehlenden Stofftiere beziffern kann und sie auch nicht richtig beschreiben kann.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Bine88
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 2x hilfreich)

Wie soll ich mich jetzt bzgl. dieser Beschuldigung verhalten? Wie geschrieben ich kann ja leider nichts beweisen

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
fb367463-2
Status:
Schlichter
(7422 Beiträge, 3087x hilfreich)

Ich würde zuerst mal gar nichts machen und abwarten, ob was kommt. Wenn eine "Einladung" der Polizei kommt, kann man immer noch entscheiden, ob man etwas dazu sagen möchte - vorzugsweise schriftlich und vor allen Dingen erst nach Akteneinsicht, die man ein Türchen weiter bei frag-einen-anwalt.de zu einem prima Preis bekommen kann.

Die Akteneinsicht wird Sie auch darüber aufklären, was gegen sie vorliegt oder was man glaubt gegen Sie vorliegen zu haben. Dann kann man wie gesagt, am besten schriftlich, seinen eigenen Standpunkt klar machen. Vorher sollte man überhaupt nichts tun und vorher ist auch der Besuch beim Anwalt rausgeschmissenes Geld.

Signatur:

"Valar Morghulis"

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Rechtschreibung
Status:
Lehrling
(1107 Beiträge, 1206x hilfreich)

Zitat:
Die Akteneinsicht wird Sie auch darüber aufklären, was gegen sie vorliegt oder was man glaubt gegen Sie vorliegen zu haben.
Warum Akteneinsicht, wenn man Mutti hat? :grins:

Ich halte schon die Akteneinsicht hier wirklich für Geldverschwendung. Was sollte schon drin sein, in der Akte? Die TE würde sowieso nur schweigen oder den Vorwurf bestreiten können, oder? Das kann sie auch so.

Wegen dem eigentlichen Verfahren würde ich mir auch keine Sorgen machen, das alles ignorieren und mit einer Einstellung rechnen. Den Vorwurf würde ich schriftlich kurz und knapp bestreiten. Mehr können Sie sowieso nicht machen.

Zitat:
der diensthabende Polizist hat eine Hausdurchsuchung beantrag
Bei wem oder was will er eine Durchsuchung beantragen? Bisher hat er ja wohl nur gesagt, dass er eine Durchsuchung beantragen will. Und beantragen kann er viel. Dass das Amtsgericht das mitmacht, halte ich für zweifelhaft. Möglich ist natürlich alles, auch unabhängig der Rechtmäßigkeit. Aber ich an Ihrer Stelle könnte doch weiterhin beruhigt schlafen.

Meine Idee: Schreiben Sie doch beiden in Frage kommenden Amtsgerichten/Staatsanwaltschaften, dass Sie von diesem Verfahren bereits erfahren haben, arge Bedenken gegen die Zulässigkeit/Verhältnismäßigkeit haben und im Übrigen der Ansicht sind, dass eine Durchsuchung nach Ihrer Kenntniserlangung von deren Planung doch wenig geeignet erscheint, um etwaiges Diebesgut aufzufinden. Das ist natürlich alles andere als üblich, kann aber meiner persönlichen Ansicht nur sehr eingeschränkt schaden (eine erfolglose Durchsuchung bei vermeintlicher Uninformiertheit wäre Indiz für die Unschuld).

Gegen eine Durchsuchung spricht für mich schon, dass es sich (selbst für teilweise etwas teurer Stofftiere dieser Marke) um eine absolute Bagatelle handelt und eine Durchsuchung im Vergleich dazu ein kleines Vermögen kostet. Die Angaben der Geschädigten sind schwach, die Tat als solches klingt skuril, es kommen noch andere Verdächtige in Frage, das alles soielte im quasi-häuslichen Bereich, eine Durchsuchung wäre am Rande der Unverhältnismäßgkeit und (jetzt) wohl ohnehin nicht mehr geeignet.

Vielleicht hielt der Herr Polizei das auch nur für den Fall eines kleinkriminellen Töchterchens, hat gehofft, dass Mutti der die Ohren lang zieht und die Teddys spätestens nach dieser Drohung wieder auftauchen. Oder Mutti hat sich den Spaß erlaubt.

Oder ist das hier Schleichwerbung für die Firma Steiff? Gute Qualität!

Wie alt sind Sie? Wie lange ist der andere Diebstahl her? Was war das für eine Strafe?

Vielleicht hat auch das Katzentier die Dinger hinter's Sofa geschleppt. Ich würde der jedenfalls nicht mehr die Katze füttern!

Ich merke mal an:
Unabhängig von dem finanziellen Wert dieser Stofftiere haben die teilweise hohe emotionalen Wert. Nur für den Fall, dass Sie die Dinger doch mitgenommen haben sollten.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Bine88
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 2x hilfreich)

.

Zitat:
der diensthabende Polizist hat eine Hausdurchsuchung beantrag
Bei wem oder was will er eine Durchsuchung beantragen? Bisher hat er ja wohl nur gesagt, dass er eine Durchsuchung beantragen will. Und beantragen kann er viel. Dass das Amtsgericht das mitmacht, halte ich für zweifelhaft. Möglich ist natürlich alles, auch unabhängig der Rechtmäßigkeit. Aber ich an Ihrer Stelle könnte doch weiterhin beruhigt schlafen.
Meine Idee: Schreiben Sie doch beiden in Frage kommenden Amtsgerichten/Staatsanwaltschaften, dass Sie von diesem Verfahren bereits erfahren haben, arge Bedenken gegen die Zulässigkeit/Verhältnismäßigkeit haben und im Übrigen der Ansicht sind, dass eine Durchsuchung nach Ihrer Kenntniserlangung von deren Planung doch wenig geeignet erscheint, um etwaiges Diebesgut aufzufinden. Das ist natürlich alles andere als üblich, kann aber meiner persönlichen Ansicht nur sehr eingeschränkt schaden (eine erfolglose Durchsuchung bei vermeintlicher Uninformiertheit wäre Indiz für die Unschuld).
Gegen eine Durchsuchung spricht für mich schon, dass es sich (selbst für teilweise etwas teurer Stofftiere dieser Marke) um eine absolute Bagatelle handelt und eine Durchsuchung im Vergleich dazu ein kleines Vermögen kostet. Die Angaben der Geschädigten sind schwach, die Tat als solches klingt skuril, es kommen noch andere Verdächtige in Frage, das alles soielte im quasi-häuslichen Bereich, eine Durchsuchung wäre am Rande der Unverhältnismäßgkeit und (jetzt) wohl ohnehin nicht mehr geeignet.
(Jetzt) ohnehin nicht mehr geeignet? Wie ist das gemeint?
Vielleicht hielt der Herr Polizei das auch nur für den Fall eines kleinkriminellen Töchterchens, hat gehofft, dass Mutti der die Ohren lang zieht und die Teddys spätestens nach dieser Drohung wieder auftauchen. Oder Mutti hat sich den Spaß erlaubt.
Der hat wohl mit der Staatsanwaltschaft telefoniert, diese meinte, dass muss gefaxt werden. Lt meiner Mum hat er die Durchsuchung beantragt.
Beruhigt schlafen ist leicht gesagt, ich werde zu Unrecht beschuldigt und muss die Befürchtung haben das bei meinem Kumpel die Polizei auftaucht und ne Hausdurchsuchung macht.
Ich merke mal an:
Unabhängig von dem finanziellen Wert dieser Stofftiere haben die teilweise hohe emotionalen Wert. Nur für Fall, dass Sie die Dinger doch mitgenommen haben sollten.
Nein, habe die Teddys nicht mitgenommen. Die Nachbarin spinnt völlig

-- Editiert von Bine88 am 30.12.2016 05:28

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
arnonym117
Status:
Praktikant
(728 Beiträge, 227x hilfreich)

Zitat (von Bine88):
Meine Mutter findet das Verhalten der Nachbarin zudem sehr merkwürdig, da wie gesagt die Nachbarin nicht die genaue Anzahl der fehlenden Stofftiere beziffern kann und sie auch nicht richtig beschreiben kann.


Ich spekuliere hier jetzt einfach mal ein wenig drauf los:

Wusste die Nachbarin, dass du dich ebenfalls um die Katzen kümmern würdest und nicht nur deine Mutter? Wenn nein, wann und wie hat sie davon erfahren?

Weiß deine Nachbarin von deiner Verurteilung wegen dem früheren Diebstahl?

Ich gehe nämlich davon aus, dass die Nachbarin dachte, dass sich nur die Mutter als "zuverlässige" Person um die Katzen kümmert. Nachdem sie erfahren hat, dass auch du in der Wohnung warst, noch dazu alleine, hat sie sich wohl in etwas hineingesteigert. Wenn die Nachbarin entsprechend eine ältere Person ist, bildet sie sich das Verschwinden von zweien ihrer (offenbar mehreren) Stofftiere nur ein.

Wenn ich damit so ungefähr richtig liegen sollte, würde ich an deiner Stelle mal mit der Mutter reden, sie soll nochmal auf die Nachbarin zugehen und ein klärendes Gespräch führen. Vielleicht sieht sie ein, überreagiert und sich den Diebstahl nur eingeredet zu haben und zieht die Anzeige zurück.

Bezüglich der Durchsuchung: Deine Mutter war ja bei der Polizei dabei. Hat sie dabei selbst irgendwelche Angaben gemacht bzw. hat die Nachbarin der Polizei gesagt, dass sie deine Mutter und du die Beschuldigte bist? Dann war das mit der Durchsuchung sicher nur ein Bluff des Polizisten (oder deiner Mutter, wenn sie dir das doch zutraut), um dich unter Druck zu setzen, damit du "einknickst".

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32672 Beiträge, 17207x hilfreich)

Vielleicht sieht sie ein, überreagiert und sich den Diebstahl nur eingeredet zu haben und zieht die Anzeige zurück. Man kann Anzeigen nicht zurückziehen. Man kann natürlich hingehen und sagen: "Ja, ich habe Herrn X falsch beschuldigt" - dann hat man logischerweise selbst ein Verfahren (falsche Beschuldigung) am Hals, wofür es nicht mal einer Anzeige von Herrn X bedarf. Kurzum - ob die Nachbarin das ernsthaft tun wird, wage ich zu bezweifeln...

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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