Anzeige wg Diebstahl... mit Erfolg?

8. Oktober 2013 Thema abonnieren
 Von 
seker
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)
Anzeige wg Diebstahl... mit Erfolg?

Folgendes trägt sich zu:

A wohnt schon seit längerem bei ihrer Tante B und Onkel C.

Tante B hat finanzielle Probleme (Schulden bei Versandhäusern) und behauptet somit auch A und C gegenüber kein Geld zu haben.

A und C haben keine finanziellen Schwierigkeiten.

Eines Tages beschuldigt B plötzlich A ihr 4000€ gestohlen zu haben, B behauptet sie hätte eine Tüte mit 4000€ darin unter ihrer Matratze versteckt und hat jetzt nur noch die leere Tüte.
B meint, dass ja nur A oder C den vermeintlichen Diebstahl begangen haben könnten, ist sich aber zu 100% sicher, dass A den Diebstahl begangen hat.

A bestreitet dies, denn sie hat ja keine finanziellen Sorgen und das Geld somit nicht nötig. Das sagt auch C.

Zeugen oder offensichtliche Beweise gibt es keine, A behauptet lediglich, das Geld besessen zu haben und, dass B dies gestohlen habe.

A möchte jetzt bei der Polizei eine Anzeige wegen Diebstahls gegen B erstatten.

Welche Erfolgsaussichten gibt es?

Fingerabdrücke an der Tüte, in der angeblich das Geld gewesen sein soll, wird es wohl von A, B und C geben, weil es ja eine Wohngemeinschaft ist und die Tüte somit jeder irgendwann mal in der Hand gehabt haben könnte.

Was wären in diesem Fall Beweise, die A gegen B (oder C) vorbringen könnte?



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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9515x hilfreich)

quote:
Eines Tages beschuldigt B plötzlich A ihr 4000€ gestohlen zu haben, B behauptet sie hätte eine Tüte mit 4000€ darin unter ihrer Matratze versteckt und hat jetzt nur noch die leere Tüte.
B meint, dass ja nur A oder C den vermeintlichen Diebstahl begangen haben könnten,


A möchte jetzt bei der Polizei eine Anzeige wegen Diebstahls gegen B erstatten


Sie sollten erst mal die Buchstaben "sortieren", damit man weiß, wer nun was gestohlen haben soll und wer wen anzeigen will.

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"Bitte um Verständnis,dass ich keine Rechtsfragen per PM beantworte.Das ist nicht Sinn des Forums"

3x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
seker
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

Verzeihung.

Es sollte heißen, dass B eine Anzeige gegen A erstatten möchte.

B behauptet, die 4000€ besessen zu haben und beschuldigt explizit A, diese gestohlen zu haben.



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1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
little-beagle
Status:
Student
(2181 Beiträge, 1247x hilfreich)

Da wird wohl nicht viel bei rumkommen, einfach weil es nicht beweisbar ist. B müsste schon plausibel machen, dass das Geld überhaupt da war - als Zeuge würde da wohl C ins Spiel kommen.

quote:
B meint, dass ja nur A oder C den vermeintlichen Diebstahl begangen haben könnten, ist sich aber zu 100% sicher, dass A den Diebstahl begangen hat.


Tja, was B meint, ist ziemlich irrelavent. Einen Richter muss sie überzeugen. Und - unterstellt man, das Geld sei tatsächlich vorhanden gewesen - ist C mindestens so verdächtig wie A. Und dann kommen natürlich noch die "Dritten" ins Spiel, die in der Wohnung gewesen sein KÖNNTEN (Freunde, Familie, ...)

Wenn man unterstellt, das Geld wäre da gewesen und unter Bs Matratze versteckt; wer hätte eher Kenntnis davon? Der Ehemann C, der im gleichen Bett schläft oder die Nichte A, die das Bett wahrscheinlich eher nicht benutzt?


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1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
seker
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

Danke für die Antwort.

C ist in diesem Fall kein Zeuge, weil er auch nicht von dem angeblichen Geld wusste.

Nichte A und Onkel C wussten lediglich von den hohen Schulden der Tante B.


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Wie sieht das in dem Fall mit Fingerabdrücken aus?

Sollte die Polizei welche verlangen von Nichte A und Onkel C können natürlich welche an der Tüte sein, weil ja alle in einem Haus leben und die Tüte schon zu einem früheren Zeitpunkt berührt worden sein könnte.

-- Editiert seker am 08.10.2013 10:38

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
little-beagle
Status:
Student
(2181 Beiträge, 1247x hilfreich)

na klar ist C ein Zeuge - er könnte doch bezeugen, dass er von dem Geld nichts wusste - das stützt die Aussage von B ja nicht gerade. In der Regel sollte man doch davon ausgehen, dass der Ehepartner von Vermögen in der Familie weiß, oder?

Die Tüte ist als Beweismittel denkbar ungeeignet; außer vielleicht, wenn die Spurensicherung nachweisen kann, ob sich darin Geld befunden hat (ob das geht, weiß ich nicht).

Falls ja, würde das die Theorie von B stützen.
Falls nein, wäre sie widerlegt.

Die Fingerabdrücke können ja wie schon gesagt überall auf die Tüte gekommen sein, wenn die drei Verdächtigen im selben Haushalt leben.

Mir ist immer noch nicht klar, wie B überhaupt glaubhaft machen will, dass es überhaupt einen Diebstahl gegeben hat; geschweige denn, wer der potentielle Täter war oder eben nicht.

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1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
GROC
Status:
Lehrling
(1024 Beiträge, 691x hilfreich)

quote:
Mir ist immer noch nicht klar, wie B überhaupt glaubhaft machen will, dass es überhaupt einen Diebstahl gegeben hat


Eine Aussage *kann* schon glaubhaftmachend sein - ansonsten wäre jede Straftat, für die es keine Zeugen gibt (X bedroht Y "her mit deiner Brieftasche!"), nicht verfolgbar.

Insbesondere in diesem Fall - hätte B den A wissentlich falsch beschuldigen wollen, hätte B ja nur aussagen müssen, daß A die Tüte in ihrem Beisein an sich genommen hat. Daß B hier eine Version erzählt, die nicht eindeutig auf einen Täter verweist, ist der Glaubwürdigkeit also durchaus zuträglich.

Problematisch ist hier wirklich eher die Täterschaft - selbst wenn man C als Täter ausschließen könnte, wäre damit A noch nicht "dran". Denn Motiv und Gelegenheit reichen in dem Fall nicht, eine Täterschaft "jenseits begründeten Zweifels" zu bejahen, da es ja für die Täterschaft gerade *keine* Zeugenaussage gibt.



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