BZR/polizeiliche Erkenntnisdatei

17. Juni 2004 Thema abonnieren
 Von 
Elaneu
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
BZR/polizeiliche Erkenntnisdatei

Wir brauchen dringend Hilfe. Ich versuche stichwortartig die Details zu nennen:

Ein Mann hat leitende Stellung und Kassenverantwortung. Er hat aus Fahrlässigkeit Bankeinzahlungsbelege nicht kontrolliert. Dort fehlt der Buchungsstempel. Nun fehlt Geld. Arbeitgeber glaubt ihm, da er voraussetzt, dass er seine mühsam aufgebaute Existenz nicht so leichtfertig aufs Spiel setzt indem er Geld unterschlägt. Des weiteren sind die Kontrollsysteme ihm bekannt. Jahrelang war mit den Einzahlungsbelegen alles in Ordnung.

Bei der Bank findet man den Fehler auch nicht.

Der nächste Schritt ist eine Anzeige gegen unbekannt bei der örtlichen Polizei.

Der Mann ist 1991 (Strafmaß nicht mehr bekannt) und 1996 (120 Tagessätze) wegen Diebstahl verurteilt. Im Jahr 2000 zur Einstellung in die jetzige Position war das Führungszeugnis ohne Eintrag. (Für mich nicht nachvollziehbar nach Einsicht in das Gesetz)

Er hat Angst, dass bei Anzeige gegen unbekannt, die er zusammen mit seinem Chef tätigen muss, seine Vergangenheit ans Licht kommt und ihm dann keiner mehr glaubt. Ist diese Angst begründet? Hat die Polizei noch Einträge über ihn gespeichert? In wie weit wird sein Arbeitgeber bei den Ermittlungen dann über Einträge informiert? Im Landesverwaltungsgesetz steht etwas über Datenlöschung nach 5 Jahren, manchmal 10 Jahren.

Die Verzweiflung ist groß, da die gesamte Existenz davon abhängt. Über eine schnelle Antwort wäre ich unendlich dankbar!!

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9515x hilfreich)

Im BZR steht die Sache noch min. bis 2006 [vgl. § 46(1)2a BZRG ]

In den Polizeiregistern könnte sie auch noch stehen. [vgl. § 38 PolG (idF. NRW)] --> 10 Jahre.

Von beidem erfährt aber ein -privater- Arbeitgeber nichts. Jedenfalls nicht auf "offiziellem" Weg.

Anders kann es aussehen, wenn Sie offiziell zum "Beschuldigten" in dieser Sache werden, dann wäre Kenntnis über Akteneinsicht eines Anwalts möglich. Wie gesagt, möglich, nicht zwingend.

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"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

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#2
 Von 
Elaneu
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank zunächst. Bei weiteren Fragen darf ich mich doch nochmal an Sie wenden?

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9515x hilfreich)

aber sicher :) Die Kollegen hier im Forum sind sicherlich auch gerne bereit, zu helfen.

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"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

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#4
 Von 
Elaneu
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich bin so froh, dass ich dieses Forum entdeckt habe. Und bitte nochmals um Antwort.

Im Landesverwaltungsgesetz steht, dass die Polizei bis 5 Jahre, max. 10 Jahre archiviert bei schwereren Vergehen. Das war es ja nicht. Aus diesem Grund hoffe ich, dass dort bei Aufnahme der Anzeige nichts zu Tage kommt, da es ja gegen die Person ausgelegt werden könnte.

Ich verstehe jedoch nicht, warum 120 Tagessätze in 1996 schon 2000 aus dem Führungszeugnis heraus sind.

Danke nochmals für die Beantwortung!

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#5
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9515x hilfreich)

Das Landesverwaltungsgesetz welchen Bundeslandes meinen Sie denn?

Es gibt prinzipiell immer irgendwelche Möglichkeiten für eine längere Speicherug, ich würde mich also nicht unbedingt 100% auf die 5 Jahre verlassen.

Auch von dem BZR-Eintrag erhält die Polizei natürl. Kenntnis.


quote:<hr size=1 noshade>Ich verstehe jedoch nicht, warum 120 Tagessätze in 1996 schon 2000 aus dem Führungszeugnis heraus sind. <hr size=1 noshade>


Das liegt an § 34(1)1a BZRG

(1) Die Frist, nach deren Ablauf eine Verurteilung nicht mehr in das Führungszeugnis aufgenommen wird, beträgt

1. drei Jahre

bei Verurteilungen zu a) Geldstrafe und Freiheitsstrafe oder Strafarrest von nicht mehr als drei Monaten, wenn die Voraussetzungen des § 32 Abs. 2 nicht vorliegen.



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"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

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#6
 Von 
Cyberfahnder
Status:
Schüler
(220 Beiträge, 20x hilfreich)

Geben wir Bob den Titel "Meister des Registerrechts" !

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"Grüße vom
CyberFahnder
www.cyberfahnder.de"

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