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Bedrohung - Wir wollen nur unseren Frieden haben? Wie könnten wir uns wehren?

11.5.2009 Thema abonnieren Zum Thema: Polizei BTM Frau
 Von 
walterr
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)
Bedrohung - Wir wollen nur unseren Frieden haben? Wie könnten wir uns wehren?

Hallo alle zusammen!

Wir haben im Moment die Situation, das man uns bedroht. Es liegen Protokolle aus einem Chatraum vorm welche aussagen, daß man uns suchen wird und dann würde es knallen. Man würde auch seine Kontakte in der Drogenszene in Anspruch nehmen. Nun haben wir mit solchen Leuten nichts zu tun, wissen aber das die drohende Person BTM Konsument ist. Da durch diese drohende Person vor 3 Jahren eine psych. erkrankte Frau nach Drohung einen Suizidversuch gemacht hat war ich damals schon bei der Polizei wo meine Aussage zum BTM Konsum aufgenommen wurde. Passiert ist nichts, da die Leute damals unbekannt verzogen. Es kamen während der letzten Jahre immer mal eine oder zwei SMS, welche wir aber ignoriert haben. Doch nun habe ich schon zweimal fremde getroffen im Hausflur, welche nach unserem Namen fragten. Da ich damit gerechnet habe hab ich natürlich gesagt den Herrn kenne ich nicht. Daraufhin rannten die Personen raus, und um die Ecke weg. Jetzt setzen die Androhungen wieder ein, und meine Frau hat extreme Angst. Wir haben mit diesen Leuten nichts zu tun, es sind ihre drogenabhängigen Brüder. Wir wollen nur unseren Frieden haben. Wie könnten wir uns wehren? Ich danke im Vorraus für jeden guten Rat.

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Polizei BTM Frau


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Bewährungshelfer
Status:
Lehrling
(1930 Beiträge, 342x hilfreich)

Eine Strafbarkeit der bisherigen Vorkommnisse ist bisher nur insofern erkennbarm, als es sich hier um "Nachstellung" (Stalking) handeln könnte.
Sie können sich an die Polizei wenden, die zwar nicht viel machen kann, dann aber schon mal bescheid weiß. Je nachdem, wie bekannt oder unbekannt die Menschen sind, besteht die Möglichkeit einer "Gefährderansprache" durch die Polizei. Ob dies gemacht wird, wird allerdings dort entschieden. Einen Anspruch darauf haben Sie nicht.

-----------------
"Gruß
Jens Wilke
Bewährungshelfer"

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#2
 Von 
walterr
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Es sind, nur so zum besseren Verständnis Äußerungen gefallen sich mit Psychopharmaka und Schmerzmitteln zu betäuben, um Zitat: "die Hure kaltzumachen." oder: "wenn was passiert wird er es bestimmt nicht vergessen." und man wäre danach "einige Tage krankgeschrieben" weil es sich ja "lohnen müßte, wenn man eine Anzeige in Kauf nimmt." Außerdem kenne man ein paar "Junks" in der Nähe die mitmachen würden.
Das sind jetzt mal die Auszüge aus einem protokollierten Messengerverlauf. Ich weiß eben nicht ob das als konkrete Bedrohung im strafrechtlichen Sinn zu sehen ist.

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#3
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(26856 Beiträge, 14695x hilfreich)

Hi,

die Morddrohung ist eine Bedrohung im Sinne des § 241 StGB . Für eine Strafverfolgung muß aber natürlich der konkrete Absender ermittelt werden. Allerdings ist das alles ja recht widersprüchlich: Will man jemand "kaltmachen" oder ihm doch nur "ein paar Tage Krankschreibung" verschaffen? Letzteres ist keine Bedrohung i. S. d. § 241. Im übrigen entscheidet das die Staatsanwaltschaft - anzeigen können Sie es auch, ohne sich völlig sicher über die Strafbarkeit zu sein.

Gruß vom mümmel

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#4
 Von 
walterr
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Wie gesagt es handelt sich dabei um Aussagen die von einem BTM Konsumenten mit erheblichem Konsum gemacht wurden. Das sich da Widersprüche zeigen wundert mich nicht, weil es besteht ungezügelter Haß gegen uns und eigentlich geht es nur darum uns zu "bestrafen" für was auch immer mit welchen Mitteln auch immer. Meine Frau traut sich nicht mehr aus dem Haus aus Angst, und ich möchte natürlich auch keine Begegnungen welcher Art auch immer haben. Es geht nun seit Jahren immer wieder so und seit einigen Wochen verstärkt. Wie gesagt die Widersprüche ergeben sich vom Verfasser der Drohung, mein Wunsch ist einfach das es aufhört ohne das erst jemand verletzt wird.

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#5
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(26856 Beiträge, 14695x hilfreich)

Hi,

ja, das ist äußerst verständlich. Nur fragt sich, ob eine Anzeige wg. § 241 den Betreffenden zum Aufhören bewegt. In U-Haft wird man ihn deswegen sicher nicht stecken...

Gruß vom mümmel

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#6
 Von 
walterr
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Ob danach Ruhr ist weiß ich nicht, aber ich dachte die letzten Jahre immer es sei besser nix zu machen weil die das vergessen und dann ist es doch gut. Aber das ist es eben nicht und ich möchte einfach jetzt nicht mehr zu Hause sitzen und warten das die nächste Email, SMS oder der nächste Hausbesuch kommt. Vielleicht schreckt es wenigstens die "Handlanger" ab, wenn die Sache behördlich bekannt ist. Ich danke erst mal für die schnellen Antworten und bin natürlich dankbar für jeden weitern Tip dahingehend. Es ist schlimm, wenn zum Umfeld einer Familie Menschen gehören die man eigentlich lieber nicht kennen möchte und man sich ihrer nicht zu erwehren weiß.

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#7
 Von 
walterr
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Noch eine weitere Frage zum Thema. Die Drohung wurde dahingehend erweitert, das man sich ein Medikament namens Tilidin besorgen wolle um erfolgreich zu sein. Meine Recherchen ergaben das es ein rezeptpflichtiges Medikament ist, welches auf dem Schwarzmarkt gerne verkauft wird, da es das Schmerzempfinden ausschaltet und die Aggression steigern soll und man damit in handfestenn Auseinandersetzungen erfolgreicher sei. Langsam macht mir das ganze echt ernste Bedenken.

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