Beleidigung - Ich wollte zum Nachdenken anregen...

13. Juli 2012 Thema abonnieren
 Von 
87213
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Beleidigung - Ich wollte zum Nachdenken anregen...

Grüße!

Im Rahmen eines Streites in einem Forum und über private Nachrichten wurde mir mit dem Paragrafen 185, also mögliche Haftstrafe im Falle von Beleidigung gedroht. Die Person, die damit drohte ist im "Rechtsbereich" tätig, wo genau entzieht sich mir.

Ausgangsitutation:

Ich habe im Rahmen einer anderen Diskussion fallen gelassen, dass ich für eine Schlachterei tätig sei. Im Laufe der Diskussion wurde auf den schlechten Ruf (Stichwort Gammelfelisch) hingewiesen und ich habe mich dadurch sehr gekränkt gefühlt. Die Diskussion wurde von einem Moderator unterbunden mit der üblichen Floskel "wenn weiter Diskussionsbedarf besteht, dann privat." Ich wollte keinen Kontakt und habe zur Sache nichts mehr gesagt, hatte dann aber dann doch eine private Nachricht von einem der Teilnehmer in der Post, in der noch mal die Aussage aus dem Forum bekräftigt wurde. Die Person ist als aggressiv bekannt - man kann einfach nicht mit dieser Person und damit stehe ich nicht allein dar. Ich habe die Privatnachricht mit einer deutlichen (aber höflichen) Antwort bedacht und der Person mangelnde soziale Kompetenz vorgeworfen, genauer gesagt habe ich die Worte "Aggressiv, arrogant und beleidigend" verwendet und auf den schlechten Einfluss im Forum hingewiesen.

Daraufhin kam dann die Nachricht mit dem Paragrafen 185, was ich als Drohung ansehe, zumal die Person bewusst ihre Kontakte zum Rechtsbereich zu meinen Ungunsten nutzt. Die Nachricht war noch mit zusätzlichen Beleidigungen (NICHT wie Arschloch oder so) und Mutmaßungen in Bezug auf meine Person und meinen Arbeitgeber gespickt und der Tonfall äussert aggro. Die Person stützt sich darauf, dass ich bewusst mit Angabe meines Arbeitgebers provozieren wollte, was eine Behauptung ist, die nicht den Tatsachen entspricht. Ich wollte zum Nachdenken anregen, aber sicherlich keine zusätzliche Diskussion anfachen.

Da ich keine Möglichkeit mehr sah, zu der Person durchzudringen, habe ich ein Friedensangebot gemacht. Privat gehen wir uns aus dem Weg, das Forum nutzen wir weiter gemeinsam und im angemessenen Rahmen. Darauf folgte eine weitere Mail, was mir einfiele, die Person zu duzen, also solle ich gefälligst auf Sie umsteigen. Damit habe ich kein Problem, ich habe nur weiter auf eine Beantwortung meines Friedensangebotes gewartet und das auch so mitgeteilt. Zur Auskunft bekam ich: Man sei mir keine Antwort schuldig, ich dagegen schon. Worauf sich das bezieht kann ich allerdings nicht sagen, vielleicht die Weigerung die ehranrührige Diskussion in Bezug auf mein Arbeitsverhältnis weiter zu vertiefen? Dazu bin ich nicht verpflichtet.

Mich interessiert aber nun die Wertung. Ist sachliche Kritik in Bezug auf klar ersichtliche persönliche Mängel eher eine Beleidigung als Diffamierung meiner Person in Bezug auf meinen Arbeitgeber und Unterstellung von mangelhafter Moral, da ich für eine mit einem Skandal behaftete Branche arbeite? Und dies unter Einbezug von Hörensagen? Gilt mein Friedensangebot nichts? Kann die höchst erregte Schreibweise der Person als mildernd gewertet werden und mein sachliches Verhalten als Untermauerung, ich habe beleidigt?

Schon mal danke für die Auskunft!

(Es steht kein Verfahren an, die Verlinkung des Paragrafen hat nur zur Recherche meinerseits geführt und so bin ich hier im Forum gelandet.)

-- Editiert 87213 am 13.07.2012 02:30

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
Lari-Fari
Status:
Praktikant
(519 Beiträge, 260x hilfreich)

quote:
Die Person, die damit drohte ist im "Rechtsbereich" tätig, wo genau entzieht sich mir.

Vielleicht ist sie stattdessen im "Links-" bzw. "Mittelbereich" tätig und Sie haben das nur falsch verstanden.

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