Beleidigung - Zeugnisverweigerungsrecht gegenueber Familienmitglieder?

6. Februar 2009 Thema abonnieren
 Von 
guest-12324.02.2010 17:39:08
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Beleidigung - Zeugnisverweigerungsrecht gegenueber Familienmitglieder?

Hallo
angenommen A beleidigt B, einen Arzt, in einem Forum als Alkoholiker, Zyniker und Choleriker, und sagt zudem, kein Wunder wenn A dem Alkohol verfallen ist wegen seiner ollen Ische.
Resultat: strafanzeige gegen A wegen beleidigung ( Kripo hat Daten und Namen des IP anchlusses inzwischen ermittelt. ( eventuell dadurch Rufschaedigung, obwohl B schon vor dem Foreneintrag seine Privatklinik geschlossen hat) Kripo ladet A vor, A geht zum Anwalt, bisher keien Aussage gemacht. - AKteneinsicht angefordert.

A kann sich aber nicht richtig erinnern, da es schon 1 jahr zurueck liegt, wer von anwesenden 3 Familienmitgliedern nun den beitrag tatsaechlich von seinem PC Anschluss getippt und gesendet hat.
A ist ehemeliger Angestellter von B , 8 jahre zurueck

A versucht sich mit verteidiger zu verteidigen.
Welche verteidigungsstrategien koennten wirksam sein?

1. Taeternachweis nicht zweifelsfrei klaerbar. Zeugnisverweigerungsrecht gegenueber Familienmitglieder?
A haette wohl ein Motiv - muss aber nicht der " verfasser " sein

2. sind genannte " worte" beleidigungen?
( ich denke zwar schon, aber das is ja dehnbar)
B trinkt wirklich sehr viel, und ist auch wirklich ein zyniker und Choriker

3. verjaehrung weil antragsdelikt, aber wir wissen nicht genau seit wann er von der Beleidigung weiss ( insgesamt ein jahr her)
andere Vorschlaege ?


-- Editiert von Marion C am 06.02.2009 19:18

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9530x hilfreich)

1. Nahe Verwandte muß man nicht belasten, richtig. §§ 52 , 55 StPO

2. Es kommt -auch- immer auf den Zusammenhang an, in dem Worte gebraucht werden. Auch Worte die man an sich vielleicht nicht als beleidigend ansehen könnte, können zu einer Beleidigung werden, wenn sie im *richtigen* Kontext gebraucht werden. Weiterhin gibt es auch die sog. *Beleidigung trotz Wahrheitsbeweis*. Wenn man z.B. einen homosexuellen Einwohner der Insel *Temate*, die zu einer bestimmten, zu Indonesien gehörenden, Inselgruppe gehört, die früher auch *Gewürzinseln* genannt wurde, als *schwulen Molukken* bezeichnet, ist das zwar eine sachlich richtige (*wahre*) Feststellung, dürfte aber in aller Regel, bzw. in den meisten Fällen eine strafbare Beleidigung darstellen.

3. Die *Verjährung* [§ 78 StGB ] beträgt 3 Jahre. Was Sie meinen ist das Verstreichen der Antragsfrist (3 Monate) nach § 77b StGB . Dazu kommt es nicht nur darauf an, seit wann er von der *Tat* weiß, sondern auch darauf, seit wann er weiß, wer der Täter ist. Und das weiß er ja anscheinend -sicher- erst nachdem die Daten via IP-Adresse durch Polizei/Provider ermittelt wurden. Und zu dem Zeitpunkt war ja wohl bereits Strafanzeige -zumindest gegen Unbekannt- erstattet und wurde spätestens wohl dann auch der dann personalisierte Strafantrag nachgeschoben.

4.

Zitat:
andere Vorschläge


Da die Sache vermutlich ohnehin mangels öffentlichem Interesse eingestellt werden und auf den Privatklageweg [§§ 374 ff. StPO ] verwiesen werden wird, wäre es angebracht, wenn der Geschädigte denn den Privatklageweg einschlagen will, sich dann bei dem der Privatklage in diesem Fall zwingend vorgeschriebenen *Sühneversuch* der Parteien vor einem Schiedsmann [§ 380 StPO ] auszusöhnen.



-- Editiert von !!Streetworker!! am 06.02.2009 21:23

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#2
 Von 
Jotrocken
Status:
Junior-Partner
(5924 Beiträge, 1374x hilfreich)

Ach, immer diese Beleidigungsfälle.

Die Sache wird mit ziemlicher Sicherheit auf den Privatklageweg verwiesen. Dann ist es meist eh so, dass der Geschädigte keinen Bock mehr hat, das selber weiter zu verfolgen. Diese Privatklageverfahren kommen so gut wie NIE vor.

-----------------
"Juristerei bedeutet, dem Gegner in Zahl und Güte seiner Argumente überlegen zu sein."

0x Hilfreiche Antwort

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