Beschuldigt wegen Betrug - WEP-Verschlüsselung

20. Juli 2007 Thema abonnieren
 Von 
wackeldackel123
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)
Beschuldigt wegen Betrug - WEP-Verschlüsselung

Hallo,

folgender Sachverhalt liegt vor:

Im März '07 hat sich jemand von meinem Internetanschluss aus auf der Seite genealogie.de unter falschem Namen angemeldet.
(der Name meiner ehemaligen Vermieterin)

Sie hat daraufhin eine Rechnung vom Betreiber der Seite bekommen. Da sie nicht mal einen Internet-Anschluss hat, ist es relativ klar, dass sie es von sich aus nicht machen konnte.
Sie hat daraufhin Anzeige gegen den Betreiber der Seite erstattet.

Die Polizei hat dann über die IP-Adresse und meinen Provider meine Adresse ermittelt.

Gestern war dann bei mir eine Wohnungsdurchsuchung, bei der 2 PCs beschlagnahmt wurden.

Am Dienstag folgt meine Vernehmung beim Kriminaloberkommissar.

Die Frage ist: Was habe ich zu erwarten?

Ich weiß 100%ig, dass ich es nicht war. Da ich Wirtschaftsinformatik studiere, weiß ich, dass die IP-Adresse immer geloggt werden kann. Ich wär also schön blöd, wenn ich sowas machen würde.

Dazu kommt, dass ich an meinem Internetanschluss einen W-LAN-Router betreibe. Das WLAN ist bzw. war zu diesem Zeitpunkt mit WEP verschlüsselt.

Könnte ich trotzdem dafür haftbar gemacht werden, obwohl es ja bei google etliche Anleitungen gibt, wie man die WEP-Verschlüsselung knacken kann?
Ich habe bisher nur ein Urteil gelesen, wo es auch um WLAN ging allerdings nicht verschlüsselt. Dort wurde der Inhaber des Anschlusses verurteilt.

btw: ich habe am Montag einen Termin bei einer Anwältin zu dieser Sache.
Nur diese ganze Sache beunruhigt mich schon ziemlich, da ein Eintrag ins BZG meinen Arbeitsvertrag gefährden könnte, der im Oktober beginnt.

Gruß
wd123

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30 Antworten
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#1
 Von 
wackeldackel123
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

achso: der Rechnungsbetrag war 60 €

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#2
 Von 
Mareike123
Status:
Unparteiischer
(9585 Beiträge, 1712x hilfreich)

Ich wär also schön blöd, wenn ich sowas machen würde.

Das hat als Ausrede noch nie funktioniert.

Könnte ich trotzdem dafür haftbar gemacht werden, obwohl es ja bei google etliche Anleitungen gibt, wie man die WEP-Verschlüsselung knacken kann?

Versetzen Sie sich doch mal in die Lage des Richters. Für wie wahrscheinlich würden Sie es halten, daß jemand sich über Ihr WLAN in der Blubberstraße einwählt und zufällig (!) die Daten Ihrer Ex-Vermieterin aus der Faselstraße am anderen Ende der Stadt eingibt?
Lotto ist nichts dagegen. ;)

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#3
 Von 
wackeldackel123
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

ja ich weiß, dass es objektiv betrachtet leider schlecht für mich aussieht...

nur ich dachte, der grundsatz "im zweifel für den angeklagten" gilt noch in deutschland.
und es kann ja nunmal nicht ausgeschlossen werden, dass das wlan geknackt wurde.

na egal. mal ne andere frage dazu:
wer gilt denn in dieser sache jetzt als geschädigter?
der betreiber der website oder meine ehemalige vermieterin?

und dürfte ich mich jetzt mit dem betreiber der website in verbindung setzen, um die detailierten anmeldedaten zu bekommen? vielleicht war ja derjenige so dumm und hat seine private mail-adresse dort angegeben...

gruß
wd123

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#4
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9530x hilfreich)

Der Grundsatz des Zweifels gilt auch. Jedoch ist nicht jede Möglichkeit, daß es theoretisch auch anders gewesein sein könnte, ein 'Zweifel'.

Beispiel:
Ich bedrohe meine Schwiegermutter seit Jahren mit dem Tod. Nach lauten Hilferufen ('Nein, Bob, bitte nicht') und Schussgeräuschen in ihrer Wohnung rufen Nachbarn die Polizei, die bei ihrem Eintreffen meine Schwiegermutter tot auf'm Teppich und mich mit dampfender Knarre davor stehend antrifft. Das Projektil aus Schwiegermutters Brust passt zu der Knarre in meiner Hand, die in einem mit Schmauchspuren behafteten Handschuh steckt.

Ich sage der nun der Polizei, daß ich von einem Unbekannte entführt wurde und von ihm gezwungen wurde mit ihm zu Schwiegermutter zu fahren. Dort angekommen hat er sie unter Vorhalt einer Schusswaffe gezwungen o.g. Satz zu schreien. Daraufhin hat er sie erschossen und mich gezwungen den Handschuh anzuziehen und die Waffe zu nehmen. Als er die Polizei im Treppenhaus hörte, ist er dann unmittelbar bevor die die Wohnung betraten durch Fenster geflüchtet.

Könnte theo. so gewesen sein. Wird der Richter ernshaft in Betracht ziehen, daß es so war? Nein. Wird er Zweifel an meiner Täterschaft haben? Nein.

Genauso verhält es sich bei Ihnen (wie Mareike schon sehr schön herausgestellt hat).

Geschädigter ist hier derjenige der auf der Rechnung sitzengeblieben ist, also wohl die Firma.

Die Anmeldedaten werden Sie nur im Wege der Akteneinsicht über einen Anwalt bekommen. Außerdem wird auch die Polizei in diese Richtung ermitteln oder ermittelt haben.

Bei einem Schaden von 60,00 € wird es -insofern Sie nicht vorbestraft sind- wahrscheinlich eine Verfahrenseinstellung nach § 153a StPO geben. Die käme nicht ins BZR.

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#5
 Von 
wackeldackel123
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

danke !Streetworker!,

ich habe ja schon am Freitag mit dem Kommissar gesprochen und ihn auf die mail-adresse angesprochen.

er meinte, es liegt nur die ip-adresse vor und nichts anderes :(

-----------------------

wenn ich jetzt allerdings alles abstreite, werden zunächst meine PCs untersucht, oder?
oder könnte die Staatsanwaltschaft das Verfahren wegen Geringfügigkeit schon vorher einstellen?

ich wäre ja evtl. auch bereit, den verursachten Schaden zu begleichen. Mein zukünftiger Job ist mir einiges mehr wert als diese 60€...

gruß
wd123

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#6
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9530x hilfreich)

oder könnte die Staatsanwaltschaft das Verfahren wegen Geringfügigkeit schon vorher einstellen?

Könnte sie. Wird sie aber wahrscheinlich nur tun, wenn sie die Tat zugeben. Sie könnten -am besten über einen Anwalt- bei der StA anfragen lassen, wie es diesbezüglich aussieht.

t mir einiges mehr wert als diese 60€...

Die 60,00 € sind ja nur das, was die Firma bekommt. Die Auflage nach § 153a käme noch hinzu und wird höher sein als 60,00 €. Aber auch das ist es Ihnen wahrscheinlich wert, vermute ich mal.

-----------------
"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

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#7
 Von 
wackeldackel123
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

danke für die antworten.
das beruhigt mich schonmal!

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#8
 Von 
seba79
Status:
Lehrling
(1486 Beiträge, 570x hilfreich)

hallo!

hast du dich mal mit der seite befasst?
das ist einer dieser berühmten "abzocker". bei einzigen fall wo wirklich ein ählicher anbieter klagte, entschied das gericht(wie zu erwarten war) mehr als deutlich für den verbraucher, welcher somit nicht zahlen musste.


ein betrug liegt m.E. nicht vor.
ich gehe davon aus, dass du die kosten der seite nicht gesehen hast?(wenn du es gewesen wärst)
ein verbraucher der diese "abofallen" nicht kennt, der geht dort von einem gratis-angebot und einem gewinnspiel aus.

für einen betrug ist zwingend ein vorsatz zur bereicherung notwendig, solltest du die kosten nicht gesehen haben, dann ist der vorsatz nicht gegeben und einen fahrlässigen betrug gibt es nicht.

also selbst wenn dir niemand abnehmen sollte, dass jemand fremdes deinen anschluss missbrauchte, wäre kaum von einem betrug, sondern höchstens von datenmissbrauch auszugehen.

desweiteren fragt man sich auch, ob jemand anders deinen anschluss, bzw wlan geknackt hat oder ob in der vergangenheit und im grunde auch in der gegenwart immer wieder unseriös aufgefallene servie von genealogie.de möglicher weise einfach adresspakete (inkl ip-adressen) kaufte oder ob du vielleicht dort auf der seite warst(ohne das anmeldeform. auszufüllen), denn auch dann haben die deine ip und könnten behauptungen bzgl dieser aufstellen. der ´besitz´ deiner ip-adresse beweisst nichts.

bei möglichen vernehmungen solltest du immer wieder auf das geschäftsgebahren dieses immer wieder negativ aufgefallenden anbieters aufmerksam machen. einen unterlassungsklage vor dem lg stuttgart läuft breits.
meinungen der verbraucherzentrale zu anbieter findest du ne menge im netz:
http://www.google.de/search?client=firefox-a&rls=org.mozilla%3Ade%3Aofficial&channel=s&hl=de&q=verbraucherzentrale+genealogie&meta=&btnG=Google-Suche

das hier ist auch interressant:
http://youtube.com/watch?v=5d0rN6l6HFQ

also, werde nicht müde bei vernehmungen zu betonen, dass du es für äusserst fahrlässig hälst, dass sich bzgl. deiner angeblichen straftat sich auf information (die IP-adresse) berufen wird, die von so einem dubiosen anbieter, der sich dazu noch offenbar hinter briefkastenfirmen und leeren büros versteckt, stammt.

auch solltest du betonen, dass du IP nichts beweisst, da gar nicht klar ist, woher die IP die der anbieter angeblich aus ´schuldige IP´ angab eigentlich stammt...

ein beispiel zu "ip-gewinnung"
"-Der Honigtopf-
Manche Abzocker stellen harmlos wirkende Gewinnspielseiten ins Netz. Einen so genannten "Honigtopf". Gibt man auf diesen Seiten wie gefordert seine reale Adresse ein, hat der Abzocker dann Adresse und die zugehörige IP-Adresse. Und die kann er dann für Rechnungen über angebliche abgeschlossene Abos missbrauchen."
quelle:
http://www.mdr.de/mdr-info/verbrauchertipps/4621402.html




-- Editiert von seba79 am 23.07.2007 05:52:50

-- Editiert von seba79 am 23.07.2007 05:54:30

-- Editiert von seba79 am 23.07.2007 05:56:29

-- Editiert von seba79 am 23.07.2007 05:58:31

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
wackeldackel123
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

und was wären die folgen von datenmissbrauch?

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#10
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9530x hilfreich)

§ 269 StGB (hat das selbe Strafmaß wie Betrug).

Was seba schreibt ist sicher im Prinzip richtig, jedoch wird die StA hier unterstellen, daß sie eben weil Sie die Kosten gesehen haben die Anschrift der Ex-Vermieterin benutzt haben (und nicht die eigene)

Und was den 'Honigtopf' angeht:

Selbst wenn das alles 'Schmuh' vom Anbieter wäre, woher sollte der den Namen Ihrer Ex-Vermieterin kennen und den Ihrer IP zuordnen können?

-----------------
"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

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#11
 Von 
Johnny112
Status:
Schüler
(458 Beiträge, 109x hilfreich)

Hallo

Glauben sie wirklich, sie haben da auch nur die geringste Chance mit einer Schutzbehauptung durchzukommen??

ich bin ja eher einer, der wirklich die letzte glaubhafte Möglichkeit für den Angeklagten ausschöpft, damit auch wenn einer mit den unglaublichsten Ausreden kommt, nicht verurteilt wird, wenn diese ann doch wahr sind aber, wie Mareike schon sagte:

Finden sie mal eine Erklärung dafür, warum sich jemand unter ihrer Ip-Adresse, mit dem Namen ihrer damaligen Vermieterin anmelden sollte!?

Ein Betrüger oder einer der Honigtopfangebote wohl kaum, die kennen den Namen ihrer Vermieterin wohl eher nicht.
Zudem war das Wlan verschlüsselto.O selbst der Polizei ist es so gut wie unmöglich eine Wlan Verschlüsselung zu knacken. Der Aufwand um sich bei einer Seite für 60 Euro anzumelden?? nicht ernsthaft oder...

Beantworten sie diese Fragen und sie kommen mit ihrer Schutzbehauptung durch, wenn nciht ann nicht.
Sie müssen dafür sorgen, das er Richter nicht anders kann als ihnen zu glauben, weil er keine Begründung für eine unglaubwürdigkeit findet.
Das ist dann der Schlüssel zum Freispruch.

Gruss


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#12
 Von 
wackeldackel123
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

--selbst der Polizei ist es so gut wie unmöglich eine Wlan Verschlüsselung zu knacken.

was? die tu-darmstadt hat die wep-verschlüsselung in unter 60 sekunden geknackt!!!
anleitungen findet man bei google...


und ich bin zwar kein fan von verschwörungstheorien, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass die vermieterin jemanden dazu beauftragt hat.
dazu muss man sagen, dass es bei weitem kein gutes mietverhältnis war.
es wurde auch durch fristlose kündigung meinerseits beendet (durch anwältliche unterstützung).
zum schluss wollte sie mehreren bekannten von mir hausverbot erteilen, weil sie bei meinem auszug geholfen haben...


-- Editiert von wackeldackel123 am 23.07.2007 11:01:38

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#13
 Von 
guest123-1156
Status:
Lehrling
(1818 Beiträge, 509x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#14
 Von 
wackeldackel123
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

--Hatten Sie zur Tatzeit schon eine Verschluesselung

wie im eröffnungspost geschrieben: ja (WEP)

wenn nicht könnte ich gerade deswegen verurteilt werden. dazu gibt es schon ein urteil vom lg hamburg

--Oder die Ex-Vermieterin selbst ?

sie selbst wird dazu kaum in der lage sein. sie müsste mittlerweile ca 70 jahre alt sein...

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Johnny112
Status:
Schüler
(458 Beiträge, 109x hilfreich)

erschwerend hinzu kommt also wohl noich, ads sie kein gutes verhältnis zur vermietrin hatten, daraus ergibt sich ein suer motiv, warum man jemandem kosten von 60 euro aufdrücken will.

Ich an Richter stelle wäre jetzt mehr als überzeugt, so vviele zufälle gibt es gar nicht.

Da kommen sie nicht heil mehr raus, gestehen sie.

gruss

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
wackeldackel123
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

aber aus der damaligen sache bin ich doch nicht als leidtragender hervorgegangen!

sie war doch total erbost?!?
sie musste mir schließlich noch eine halbe monatsmiete zurückzahlen...
ich war froh, dass ich da endlich raus war und mit ihr nix mehr zu tun gehabt habe.

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
guest123-1156
Status:
Lehrling
(1818 Beiträge, 509x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Johnny112
Status:
Schüler
(458 Beiträge, 109x hilfreich)

wenn man behauptet die Verschlüsselung sei abgeschaltet gewesen, kommt ein Fachmann und überprüft dies *so bei mir geschehen*
und kann genau feststellen, wann und wie lange die Verschlüsselung an oder aus war, womit man sich noch tiefer reinreitet.

Hmmm, ja das stimmt das mit den anderen Angehörigen die auch Zugang zum Pc hatten, habe ich vergessen.
Ok doch nicht gestehen :grins:

Gruss

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Johnny112
Status:
Schüler
(458 Beiträge, 109x hilfreich)

erschwerend hinzu kommt also wohl noich, ads sie kein gutes verhältnis zur vermietrin hatten, daraus ergibt sich ein suer motiv, warum man jemandem kosten von 60 euro aufdrücken will.

Ich an Richter stelle wäre jetzt mehr als überzeugt, so vviele zufälle gibt es gar nicht.

Da kommen sie nicht heil mehr raus, gestehen sie.

gruss

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9530x hilfreich)

Rein praktisch betrachtet:

Meine Meinung:

Möglichkeit 1:

Sie geben die Sache zu und unterbreiten der StA einen Vorschlag hinsichtlich § 153a StPO . Dem wird sie zu 99% zustimmen.

Möglichkeit 2:

Sie erzählen die Version von der Vermieterin, die einen X beauftragt hat Ihr WLAN zu knacken. Dann wird eine Hauptverhandlung anberaumt, und Zeugen und ggf. ein Sachverständiger zu WLAN geladen. Die Chancen für einen Freispruch sehe ich persönlich bei 1%. Selbst wenn man in der HV noch nach § 153a einstellen sollte haben Sie zumindest die Kosten Ihres Anwaltes am Hals. Sollten Sie verurteilt werden, auch wenn es eine Mini-Geldstrafe ist, auch noch die Kosten für Zeugen und Sachverständigen. Den BZR-Eintrag gibt es dann umsonst oben drauf.

Bei der Sachlage würde ich -wenn ich mir keinen BZR-Eintrag leisten dürfte- nicht lange überlegen, welche Variante ich nehme.

-----------------
"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
wackeldackel123
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

ok, danke.

ich werde heute abend berichten, was mir die anwältin rät.

gruß
wd123

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
guest123-1156
Status:
Lehrling
(1818 Beiträge, 509x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
wackeldackel123
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

leistung wurde von mir definitiv nicht in anspruch genommen...

laut den agb der seite ist dies nur möglich über einen peronalisierten link in der bestätigungsmail. an welche adresse diese mail geschickt wurde, konnte mir der kommissar nicht sagen. das war bisher nicht bestandteil der ermittlungen. lediglich die ip-adresse.

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
guest123-1156
Status:
Lehrling
(1818 Beiträge, 509x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
wackeldackel123
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

naja im $ 263 steht ja nichts von in anspruch nehmen von leistung.
da geht es nur um einen vermögensvorteil.

vertrag wurde geschlossen.
reicht das nicht? oder müssen leistungen auch empfangen werden?!?

0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
guest123-1156
Status:
Lehrling
(1818 Beiträge, 509x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
wackeldackel123
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

nein besuch ist ausgeschlossen.

nur meine freundin war halt da, aber die beteuert mir auch, dass sie es nicht war.

0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
seba79
Status:
Lehrling
(1486 Beiträge, 570x hilfreich)

hallo,

also ich sehe das so, dass ein betrug an diesem anbieter kaum gegeben sein kann, selbst wenn du es getan haben solltest.
das einzige wäre eben die falsche angabe zu lasten, bzw. zum ärger dieser dame.

solltest du über diese ´abofallen´ informiert sein, weisst du, dass du dort wirklich NICHTS bekommst, dass nur den geringsten gegenwert hätte. eine erschleichung eines vermögensvorteil wäre damit mehr als unlogisch....

solltest du dagegen die methode der abofallen nicht kennen, dann ist kaum davon auszugehen, dass du von den kosten überhaupt gewusst, bzw. diese gesehen hast, sondern bestenfalls davon die daten deiner nachbarin ge- bzw missbrauchtes, um nicht deinen eigenen anzugeben.

evtl. wolltest du sogar zum nutzen der nachbarin für selbige an dem dort beworbenen und suggerierten gewinnspiel teilnehmen, bei dem es sich allerdings(wider des wissens des durchschnittlichen verbrauchers) um einen vermeindlichen vertragsabschluss handelt.

und wenn du diese dame hättest irgendwo reinreiten wollen, dann hättest du dir doch einen anbieter gesucht, bei dem auch wirklich die kosten gezahlt werden müssen und evtl sogar eingeklagt werden könnten und keinen wo bisher immer von allen seiten dazu geraten wird NICHT zu zahlen!?

also, ich glaube zwar nich ernsthaft, dass die zuständigen beamten dieses so hinlänglich prüfen, aber für den laien ist die seite so intransparent gestaltet, dass diesem kaum bewusst ist, dass dort irgendetwas kostenpflichtiges mit verbunden sein könnte.

auch die angabe falscher daten ist ja wie schon gesagt nicht zwingend vorsätzlich böse gemeint, bzw schon gar nicht zwingend vorsätzlich zur eigenen bereicherung gedacht sein...


also, wie gesagt...weise immer wieder ausdrücklich auf die unseriösität des anbieters, auch die laufte unterlassungsklage bzgl. dieser intransparenten preisangeben ect. hin. statements von einer menge juristen und verbraucherschützern(meist auch juristen) zu diesem anbieter findest du im netz.





-- Editiert von seba79 am 23.07.2007 16:06:42

0x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9530x hilfreich)

Zivlrechtlich (Zahlungspflicht ggü. dem Anbieter) haben diese Ausführungen einiges für sich - strafrechtlich jedoch nicht.

also ich sehe das so, dass ein betrug an diesem anbieter kaum gegeben sein kann, selbst wenn du es getan haben solltest.

Auch einen Betrüger darf man nicht betrügen. Das Gegenteil mag zwar 'Volksempfinden' sein, hat mit der Rechtsprechung jedoch nichts zu tun.

solltest du über diese ´abofallen´ informiert sein, weisst du, dass du dort wirklich NICHTS bekommst, dass nur den geringsten gegenwert hätte. eine erschleichung eines vermögensvorteil wäre damit mehr als unlogisch....

Das Maß des Gegenwertes ist zum einen idR. eine subjektive Sache, zum anderen ist es auch ein Betrug wenn ich 'verspreche' für etwas, was 10,00 € Wert ist, 1.000 € zu zahlen, aber nicht die Absicht habe überhaupt zu zahlen.


Sollte der Fragesteller hier die Anmeldung mit den Daten der Vermieterin durchgeführt haben, hat er sich strafbar gemacht. Egal wie unseriös der Anbieter ist.


-----------------
"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
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0x Hilfreiche Antwort

#30
 Von 
seba79
Status:
Lehrling
(1486 Beiträge, 570x hilfreich)

hallo !Streetworker!,


ich wollte hiermit auch in keiner weise sagen, hier einen vermeindlichen betrüger betrügen zu dürfen.
es ging mir einzig und alleine darum, dass auf grund der intransparenten erschaseitengestaltung, die den verbraucher von einem gewinnspiel und gratis-angebot ausgehen lässt kaum von einer absicht sich oder einem dritten einen vermögensvorteil zu verschaffen absolut nicht gegeben ist.
ohne vorsatz/absicht kein betrug nach § 263 StGB .
das man bei sowas falsche daten angibt kann völlig normal sein, auch ohne damit irgendwelche arglistigen hintergründe zu haben. so wird zb von vielen datenschützern empfoehlen vom "recht auf lüge" gebrauch zu machen...zitat.
"Besteht der Gegenüber auf bestimmten Angaben und will man auf ein Angebot nicht verzichten, ist es auch möglich, Phantasieangaben zu machen. Dies ist zulässig, es gibt also ein "Recht auf Lüge", wenn die Angaben für den Vertragsabschluss nicht benötigt werden."
https://www.datenschutzzentrum.de/allgemein/urlaubsreisende.htm

der verbraucher geht wie gesagt in keiner weise von einem kostenpflichtige vertragaus, macht daher (im besten wissen und gewissen es gehe um ein gratis-angebot) vom "recht auf lüge" gebrauch.
gut, dass er sich dabei nicht der daten dritter bedienen hätte sollen steht ausser frage, aber es ist kaum auszugehen, dass er damit den anbieter vorsätzlich schaden wollte...da er eben über angebliche kosten nicht informiert war...

sicher ist dass mit dem wert des angebots eine subjektive sache.
hier wird allerdings ahnenforschung ect. versprochen.
erstens erfährst du NICHTS über deine ahnen, wenn du dich dort anmeldest wirst du lediglich die nachricht bekommen, dass zu deinem namen keinen einträge in der datenbank gefunden wurden. so berichten es alle bisherigen ´kunden´...die versprochene dienstleistung "finde jetzt raus mit wem du verwandt bist" wird wohl kaum erbracht...

und zweitens wäre es in diesem fall auch äusserst dämlich sind mit dem namen der nachbarin anzumelden, da "ahnensforschung" für den angemeldeten nachnamen betrieben wird...also in diesem fall dann für die nachbarin...auch wenn dann natürlich sicher das ergebnis so sein wird, dass kein eintrag in der datenbank gefunden wurde.

desweiteren noch mal an den threadstarter die frage, hast du eine flatrate? wenn ja, hast du eine statische ip?
nach dem bgh-urteil zugunsten h. voss welches geltenes recht, dass ip-adresse nicht paulschal gespeichert werden dürfen, sofern sie nicht zu abrechnungszwecken gebraucht werden, sprich bei flatrates gar nicht.
die tkom und nahezu alle anderen gängigen provider speichern daher nur noch max. 7tage, da der datenschutzbeauftragte herr schaar das für ok befand.

bis der anbieter die erste rechnung und dannach die ersten seltsamen mahnungen(per mail) verschickt sind i.d.r. 14 tage um. eine mail kann die nachbarin ja nicht erhalten haben, da sich ja kaum über deren mail-adresse registriert worden sein dürfte.
also hätte sie erst von erfahren, wenn diese dubiose anbieter die ersten briefe verschickte, was i.d.r. meist nach ca 2monaten oder so der fall ist...

nach +2monaten hat ihr provider deinen IP nach gespeichert gehabt?
wo bist du kunde und was für ein anschluss(tarif) hast du?



-- Editiert von seba79 am 24.07.2007 01:18:17

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