Betrug: Gegenanzeige wegen Nachforschungen?!

5. Februar 2015 Thema abonnieren
 Von 
dani550
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 62x hilfreich)
Betrug: Gegenanzeige wegen Nachforschungen?!

Hallo,
ich habe gerade ein sehr ätzendes Thema.
Zum eigentlichen Fall fasse ich mich kurz:
Wurde auf einer Internetplattform betrogen - 200€ bezahlt, keine Ware bekommen - Verkäuferin mehrmals kontaktiert und wurde immer wieder vertröstet mit der Rückzahlung. Sie hat es bereits eingestanden, aber überweist mir das Geld trotzdem nicht.

Nun folgendes:
Nachdem ich bemerkt hatte dass was nicht stimmt, habe ich im Internet recherchiert z.B. ihren Namen auf Google etc. Wollte ihre Adresse raus finden damit ich ihr eine Mahnung und Kaufrücktritt schicken kann per Einschreiben.

Habe z.B. ihren Namen bei einem portal öffentlich ausgeschrieben um Leute zu finden die Kontakt zu ihr haben.
Habe Kontakte von ihr auf FB angeschrieben ob Sie akutell Kontakt zu ihr haben - weil ich zu dem Zeitpunkt nichts mehr von ihr gehört habe. (keine Antwort erhalten)

Sie will mich jetzt anzeigen - mache ich mich dadurch strafbar?!



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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
PP9325
Status:
Praktikant
(940 Beiträge, 703x hilfreich)

Hallo,

kurz und knapp: Hier ist keinerlei Ansatz für eine Strafbarkeit Ihres Handelns erkennbar.

Naütrlich kann Sie die Dame anzeigen, jedoch hat ihre Strafanzeige dann ziemlich sicher keinerlei Aussicht auf Erfolg.

Vielmehr können Sie hier eine Strafanzeige erstatten wegen des Betruges nach § 263 StGB . Dessen Tatbestand dürfte die Dame wohl ziemlich wahrscheinlich erfüllt haben. Durche eine Strafanzeige würden Sie auch die Adresse der Dame herausfinden.

Eine weitere Möglichkeit um an die Adresse zu komen wäre das Einholen einer einfachen Melderegisterauskunft beim zuständigen Einwohnermeldeamt. Eine solche Auskunft wird problemlos erteilt, da das Melderegister öffentlich ist und kostet zwischen EUR 5,00 und EUR 33,00 je nach Aufwand.

Grüße
PP

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-- Editiert PP9325 am 05.02.2015 11:41

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
dani550
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 62x hilfreich)

ok, danke..hatte schon sorgen.
auch nicht wenn ich einer dieser personen über facebook von dem fall erzählt habe, damit sie mal kontakt herstellen kann zwischen mir und ihr?

hatte angst wegen verleumdung oder ählichem - aber das wäre ja nur der fall wenn ich die sache erfunden hätte,richtig?

anzeige habe ich heute vormittag schon gestellt, zusammen mit 3 anderen die ebenfalls betrogen worden sind, die ich durch meine recherchen ausfindig gemacht habe..
dadurch bekomme ich ja aber mein geld nicht zurück..

ist der richtige weg: fristsetzung per einschreiben - rücktritt vom vertrag mit einschreiben und frist - dann meldung an amtsgericht ?

vielen dank schonmal.

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1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

quote:
auch nicht wenn ich einer dieser personen über facebook von dem fall erzählt habe


Hmmm, das ist nun eine Sachverhaltserweiterung. Sowas bitte immer gleich mit in den ersten Beitrag schreiben , da sich die Beurteilung (die Antwort) durch sowas natürlich komplett ändern kann.

In diesem Fall allerdings nicht, solange Sie keine unwahren Tatsachen erzählt haben.

quote:

ist der richtige weg: fristsetzung per einschreiben - rücktritt vom vertrag mit einschreiben und frist - dann meldung an amtsgericht ?


Was wollen Sie dem Amtsgericht "melden"?



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"Bitte um Verständnis,dass ich keine Rechtsfragen per PM beantworte.Das ist nicht Sinn des Forums"

-- Editiert !!Streetworker!! am 05.02.2015 12:17

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
dani550
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 62x hilfreich)

ok entschuldigung.. aber ja, ich habe definitv nichts falsches oder unwahrheiten erzählt, sondern nur den sachverhalt wie er sich bis zu diesem zeitpunkt zugetragen hat.


ich hab das mit dem amtsgericht wohl falsch ausgedrückt (sorry, ich bin laie).
was ich meinte ist einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen.

Bzw. grundsätzlich das Vorgehen nach diesem Leitfaden nach einem Betrugsfall: (Es war nicht bei eBay, deswegen ohne die Punkte die eBay Betreffen)

http://www.ebay.de/gds/Artikel-nicht-erhalten-Der-Online-Mahnantrag-hilft-/10000000008030860/g.html



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-- Editiert dani550 am 05.02.2015 12:46

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
JogyB
Status:
Bachelor
(3155 Beiträge, 3147x hilfreich)

quote:
ist der richtige weg: fristsetzung per einschreiben - rücktritt vom vertrag mit einschreiben und frist - dann meldung an amtsgericht ?

Die ersten beiden Punkte könnte man auch in einem Aufwasch erledigen, also Frist zur Lieferung setzen, für den Fall des fruchtlosen Verstreichens der Frist den Rücktritt vom Kaufvertrag erklären und eine Rückzahlungsfrist setzen.

Ist ohnehin fraglich, ob man überhaupt noch zur Lieferung auffordern muss, wenn es schon eine Ankündigung der Rückzahlung des Kaufvbetrags gab (schriftlich?). Man muss zwar keine Kündigung des Vertrages akzeptieren, kann aber. Also könnte man genau das tun und direkt mit angemessener Frist den gezahlten Betrag einfordern.

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"Juristischer Laie - Angaben erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr."

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
NinaONina
Status:
Lehrling
(1504 Beiträge, 1226x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>In diesem Fall allerdings nicht, solange Sie keine unwahren Tatsachen erzählt haben. <hr size=1 noshade>


Etwas mißverständlich, §186 StGB sagt "wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist". Für die Abwehr einer Anklage genügt also nicht, daß die Tatsache wahr ist, man muß es auch beweisen können (und nicht etwa der StA, daß die Behauptung unwahr ist).

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1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
dani550
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 62x hilfreich)

Ok also hier meine konkrete Nachricht an eine Verwandte der Verkäuferin (ich gehe davon aus, da gleicher Nachname und auf Facebook befreundet):

"....ich melde mich bei Ihnen, da sie auf Facebook mit M. befreundet sind und ich somit annehme, dass sie verwandt sind. Ich habe bei ihr vor über eine Woche eine Playstation gekauft und per Überweisung bezahlt. Sie hat mir vorher als Sicherheit auch die Kopie ihres Ausweises (Vorderseite) geschickt. Seitdem habe ich nie wieder was von ihr gehört und keine Playstation bekommen und das Geld auch nicht. Auf meine letzten ca. 10 Nachrichten hat sie nicht reagiert, obwohl sie gelesen wurden.

Nachdem ich heute nach mehr Informationen gegoogelt habe, wäre ich fast aus allen Wolken gefallen - ich habe über Google noch eine Person gefunden die auch auf ein Tablet wartet und bei der sich M. auch nicht mehr meldet.

Wir müssen nun also von einem Betrugsversuch ausgehen. Gerne würde ich die Sache noch ohne Polizei klären - dazu müsste sie aber in Kontakt mit mir treten. Gerne gebe ich hierfür noch bis Morgen Abend Zeit, bevor ich mit der anderen Person eine Anzeige aufgeben werde.

Haben Sie eine Telefonnummer unter der ich sie erreichen kann?"



Kann ich bezüglich dieser Nachricht irgendwelche Probleme bekommen?

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1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
FareakyThunder
Status:
Lehrling
(1158 Beiträge, 611x hilfreich)

Ja. Vorallem dann wenn die Person die Sie über das Ohr gehauen hat und die Person die Sie nun anzeigt nicht ein und dieselbe Person ist.

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1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
dani550
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 62x hilfreich)

es ist aber die selbe person.

kann noch jemand was dazu sagen?

viele grüße


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1x Hilfreiche Antwort

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