Betrug - Hauptverhandlung

16. Februar 2024 Thema abonnieren
 Von 
sarahNNN
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)
Betrug - Hauptverhandlung

Hallo,

nochmal mit Update!

ich habe heute die Ladung zur Hauptverhandlung bekommen, ich werde angeklagt wegen Betrug über 310Euro. Außerdem aber noch wegen Gewerbsmäßigem Betrug in insgesamt 3 Fällen, insgesamt geht es um 2000€. 2 Fälle von verkauften Dingen bei Ebay und einmal habe ich Geld von der AfA weiterhin bekommen weil ich mich zu spät gemeldet habe dass ich wieder einen Job hatte. Die beiden letzten Fälle kamen bereits per Strafbefehl und in beiden Fällen habe ich eine Strafe per Tagessätze bekommen, insgesamt 2100€ Strafe. Den 2. Fall habe ich schon fast zurück gezahlt, den 3ten Fall bei der AfA habe ich bereits komplett zurück bezahlt.

Im ersten Fall, habe ich einen Ring über Ebay KA verkauft und nicht abgeschickt. Ich habe die 310Euro bereits vollständig bezahlt und auch mitgeteilt dass ich die Tat bereue. Richtig zugegeben habe ich sie nicht.

Ich habe bisher keinen Anwalt eingeschaltet, es aber jetzt doch auf jeden Fall vor weil mir der Vorwurf des Gewerbsmäßigem Betrug echt Angst macht.

Was droht mir? Kann mir jemand
aus Erfahrun sagen auf was ich mich einstellen muss?

Ich bin nicht vorbestraft und verdiene 1600 Netto.
Diese 3 Straftaten sind alle innerhalb kürzester Zeit geschehen und ich bereue es sehr.

Vielen Dank.

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18 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1540 Beiträge, 327x hilfreich)

Zitat (von sarahNNN):
Die beiden letzten Fälle kamen bereits per Strafbefehl und in beiden Fällen habe ich eine Strafe per Tagessätze bekommen, insgesamt 2100€ Strafe.
Interessanter wäre die Zahl an TSen gewesen, nach Adam Riese dürften es aber wohl etwa 40 gewesen sein.

Nachts bin ich im Rechnen schwach. Man ist also..
Zitat (von sarahNNN):
angeklagt wegen Betrug über 310Euro
..plus..
Zitat (von sarahNNN):
Außerdem aber noch wegen Gewerbsmäßigem Betrug in insgesamt 3 Fällen
..was nach meiner Rechnung vier Fälle ergibt. Nun schreibt man..
Zitat (von sarahNNN):
Diese 3 Straftaten sind alle innerhalb kürzester Zeit geschehen und ich bereue es sehr.
Welcher Fall ist denn dann nicht "innerhalb kürzester Zeit geschehen"? Die 310,- EUR-Sache bei eBay? Falls ja: Lagen die beiden SBe zum Zeitpunkt eben der Begehung dieser Tat bereits vor?

Zitat (von sarahNNN):
Den 2. Fall habe ich schon fast zurück gezahlt, den 3ten Fall bei der AfA habe ich bereits komplett zurück bezahlt.
Sprechen wir hier von Wiedergutmachung oder Begleichung der Geldstrafe?

Zitat (von sarahNNN):
Ich bin nicht vorbestraft und verdiene 1600 Netto.
Also dass man mit zwei einschlägigen SBen im Gepäck nicht vorbestraft sei, kann man höchstens seinem Arbeitgeber weismachen.

Wenn doch die beiden gravierendsten Fälle i.S.d. 263 Abs. 3 Nr. 1 StGB bereits behandelt wurden (ungeachtet einer jetzt naheliegenden Gesamtstrafenbildung)..

Zitat (von sarahNNN):
Die beiden letzten Fälle kamen bereits per Strafbefehl und in beiden Fällen habe ich eine Strafe per Tagessätze bekommen
..so verstehe ich die folgende Aussage nicht:
Zitat (von sarahNNN):
weil mir der Vorwurf des Gewerbsmäßigem Betrug echt Angst macht


Da müsste man m.E. bitte noch einmal verständlicher sortieren.

Signatur:

Wahrheit ist Verhandlungssache.

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#2
 Von 
sarahNNN
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von DeusExMachina):
Wenn doch die beiden gravierendsten Fälle i.S.d. 263 Abs. 3 Nr. 1 StGB bereits behandelt wurden (ungeachtet einer jetzt naheliegenden Gesamtstrafenbildung)..


Es geht insgesamt um 3 Fälle:

1. Fall: Ebay: 310€ Schaden, vollständig zurück gezahlt.

2. Fall: Ebay: 1000€ Schaden, 700€ noch offen

3. Fall Ebay: AfA: 780€ Schaden, vollständig zurück gezahlt.

Für Fall 2 und 3 wurden mir Strafbefehle zugeschickt aber noch keine Zahlungsaufforderung.

Für Fall 1 wurde nun die Hauptverhandlung eröffnet und in der Anklageschrift heißt es dort: .... Anklage wegen Betrug... 310€... und in weiteren ähnlich liegenden Fälle... wurde Gewerbsmäßiger betrug begangen.


Ich hoffe dies erklärt es besser

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#3
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33079 Beiträge, 17335x hilfreich)

Da Sie uns im letzten Thread offenbar belogen haben, fragt man sich, ob die aktuelle Geschichte wahr ist oder wieder die Hälfte fehlt...

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#4
 Von 
sarahNNN
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von muemmel):
Da Sie uns im letzten Thread offenbar belogen haben, fragt man sich, ob die aktuelle Geschichte wahr ist oder wieder die Hälfte fehlt...


So ist der Stand. Auf was muss ich mich einstellen?

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#5
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33079 Beiträge, 17335x hilfreich)

Ich hoffe dies erklärt es besser Nö - ist immer noch völlig wirr. In einer Anklageschrift steht nicht "und weitere Fälle von gewerbsmäßigem Betrug", da steht z. B. "gewerbsmäßiger Betrug in 7 Fällen". Kurzum - mal sind die Strafsachen Nr. 2 und 3 schon per Strafbefehl abgeurteilt, mal stehen sie in der Anklageschrift und sind also noch nicht abgeurteilt...

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#6
 Von 
sarahNNN
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von muemmel):
Ich hoffe dies erklärt es besser Nö - ist immer noch völlig wirr. In einer Anklageschrift steht nicht "und weitere Fälle von gewerbsmäßigem Betrug", da steht z. B. "gewerbsmäßiger Betrug in 7 Fällen". Kurzum - mal sind die Strafsachen Nr. 2 und 3 schon per Strafbefehl abgeurteilt, mal stehen sie in der Anklageschrift und sind also noch nicht abgeurteilt...


Ich zitiere einmal den Breif:

...wird angeklagt:

In der Absicht sich einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch geschädigt zu haben, dass Sie durch Vorspiegelung falscher Tatsachen einen Irrtum erregte, wobei sie gewerbsmäßig handelte.




Der Angeklagten wird folgendes zur Last gelegt:

Aus einer Reihe gleichgelagerter in weiteren Verfahren gegenständlicher Taten ergibt sich dass die Angeschuldigte zum Zeitplan der vorliegenden Tat entschieden war sich in Zukunft durch vergleichbare Betrugstaten eine nicht nur unerhebliche Einnahmequelle zu schaffen.



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#7
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33079 Beiträge, 17335x hilfreich)

Die Mindeststrafe für gewerbsmäßigen Betrug sind 6 Monate Freiheitsstrafe. Und die werden Sie dann wohl kriegen. Und da die anderen Geldstrafen in die Gesamtstrafe einbezogen werden, wird wohl etwas um 9 Monate rauskommen. Vermutlich wird die Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Vielleicht entscheidet das Gericht aber auch auf "normalen" Betrug - in dem Fall gibt es eine Geldstrafe, in die wiederum die anderen Geldstrafen einbezogen werden, so dass die am Ende recht hoch sein wird.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#8
 Von 
sarahNNN
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von muemmel):
Die Mindeststrafe für gewerbsmäßigen Betrug sind 6 Monate Freiheitsstrafe. Und die werden Sie dann wohl kriegen. Und da die anderen Geldstrafen in die Gesamtstrafe einbezogen werden, wird wohl etwas um 9 Monate rauskommen. Vermutlich wird die Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Vielleicht entscheidet das Gericht aber auch auf "normalen" Betrug - in dem Fall gibt es eine Geldstrafe, in die wiederum die anderen Geldstrafen einbezogen werden, so dass die am Ende recht hoch sein wird.

Danke für die Antwort.
Mit 9 Monaten bewältigen wäre ich noch sehr zufrieden.
Ich habe große Angst vor einer Gefängnis Strafe.
Ich habe aus meinen Fehlern gelernt und nicht vor jemals wieder eine Straftat zu begeben weshalb ich Bewährung selbst einer Geldstrafe vorziehen würde da mir diese wahrscheinlich mehr weh tun würde.

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#9
 Von 
CarstenF
Status:
Praktikant
(997 Beiträge, 169x hilfreich)

Man sollte sich auch überlegen, ob man vor Gericht nicht doch eine Aussage macht. Im anderen Thema schrieb man ja, dass man das nicht vorhat.

Die Taten scheinen ja mehr oder weniger festzustehen, eine Verurteilung deswegen dürfte daher auch ziemlich wahrscheinlich sein.

Das man ein Großteil zurückgezahlt hat, ist schon mal gut, da sollte man sichergehen, dass das Gericht hierüber auch Bescheid weiß, eventuell Nachweise (Überweisungen) vorlegen.

Vielleicht gelingt es einem ja noch das Gericht zu überzeugen, dass man nun auf dem Weg der Besserung ist und keine weiteren Straftaten mehr zu erwarten sind. Wenn das gelingt, würde sich das sicher positiv auswirken.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
sarahNNN
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von CarstenF):
Man sollte sich auch überlegen, ob man vor Gericht nicht doch eine Aussage macht. Im anderen Thema schrieb man ja, dass man das nicht vorhat.


Ja das habe ich jetzt wohl auch vor.
Ich werde mir nächste Woche einen Anwalt suchen und dort in einem Erstgespräch schauen wie er den Fall sieht.
Aber ja mittlerweile denke ich eine Aussage wäre hilfreich weil ich mir auch bewusst bin dass ich nicht frei gesprochen werde. Mir geht es noch darum das Gefängnis abzuwenden.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
sarahNNN
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von sarahNNN):
Man sollte sich auch überlegen, ob man vor Gericht nicht doch eine Aussage macht. Im anderen Thema schrieb man ja, dass man das nicht vorhat.


Wird mein Arbeitgeber eigentlich von der Anklage erfahren?

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Nana71
Status:
Lehrling
(1174 Beiträge, 128x hilfreich)

Zitat (von sarahNNN):
Im ersten Fall, habe ich einen Ring über Ebay KA verkauft und nicht abgeschickt. Ich habe die 310Euro bereits vollständig bezahlt und auch mitgeteilt dass ich die Tat bereue. Richtig zugegeben habe ich sie nicht.


Das widerspricht sich.

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
sarahNNN
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Nana71):
Das widerspricht sich.


Das stimmt.
Doof formuliert, ich habe gesagt ich bereue es sehr aber habe nicht direkt gesagt ich war es aber ist auch nicht mehr nötig.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
sarahNNN
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von sarahNNN):
Wird mein Arbeitgeber eigentlich von der Anklage erfahren?


Und wäre dies ein Kündigungsgrund?

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33079 Beiträge, 17335x hilfreich)

Wird mein Arbeitgeber eigentlich von der Anklage erfahren? Wenn Sie nicht gerade im öff. Dienst sind oder in Sicherheitsbereichen (wie etwa auf dem Flughafen) arbeiten - nein.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1540 Beiträge, 327x hilfreich)

Zitat (von sarahNNN):
Und wäre dies ein Kündigungsgrund?
Das kommt auf den Arbeitsvertrag bzw. das Anstellungsverhältnis an.

Zitat (von sarahNNN):
Ich werde mir nächste Woche einen Anwalt suchen und dort in einem Erstgespräch schauen wie er den Fall sieht.
Warum erst nächste Woche und nicht bereits vor Monaten, als die SBe wg. 263 Abs. 3 StGB erlassen wurden? Wenn es mir gefühlt um Leben und Tod geht, dann lebe ich doch nicht erstmal in den Tag hinein. Ich fühle hier bislang ein bisschen zu viel Gleichgültigkeit heraus dafür, dass man wiederholt Straftaten begangen hat, für die im Mindestmaß eine Freiheitsstrafe vorgesehen ist.

Signatur:

Wahrheit ist Verhandlungssache.

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
sarahNNN
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von DeusExMachina):
Das kommt auf den Arbeitsvertrag bzw. das Anstellungsverhältnis an.


Ich bin festangestellt im Servicebeteich.

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33079 Beiträge, 17335x hilfreich)

Wie schon erwähnt - der AG erfährt nichts davon.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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