Betrug durch Unterlassen

26. März 2006 Thema abonnieren
 Von 
Honignasenbaer
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Betrug durch Unterlassen

Hallo Leute!

Ich hätte da einen auf den ersten Blick ganz einfachen Fall.

A erlangt durch einen Diebstahl eine Halskette. Diese ist 2000 Euro Wert. Er verkauft sie dem gutgläubigen B, der dafür 2000 Euro bezahlt.

Das hier ein Vermögensschaden eingetreten ist, ist glaube ich unstrittig, da man an gestohlenen Gegenständen kein Eigentum erwerben kann.

Aber....
Der Irrtum des B wird ja nur unterhalten, indem der A ihn nicht über den Diebstahl aufklärt.
Hier könnte es sich also um einen Betrug durch Unterlassen handeln.
Da dieses Tatbestandsmerkmal schon im BetrugsTB enthalten ist, könnte man ja davon ausgehen, dass es als echtes Unterlassungsdelikt keinen Garanten erfordert.
Dem ist offensichtlich leider nicht so....
Denn dann würde jeder private Autoverkäufer der einen Vorschaden verschweigt (gekauft wie gesehen) ja einen Betrug begehen.

Die Frage ist nun, hat der A gegenüber dem B eine Garantenstellung oder nicht? Begeht er einen Betrug oder nicht?

Vielleicht dreh ich ja nur langsam in meinen Klausurvorbereitungen am Rad?!?

Gruß
Honignasenbaer

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
N. Hefft
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 0x hilfreich)

Bei der Abgabe einer rechtsgeschäftlichen Erklärung wird konkludent gleichfalls erklärt, zur Eigentumsverschaffung in der Lage zu sein. Der Schwerpunkt der Vorwerfbarkeit liegt also nicht in einem Unterlassen, sondern in einem Handeln, nämlich der Täuschung durch schlüssiges Verhalten.

Gruß

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