Bewährungs wiederruf wegen neuer Straftat.

29. Oktober 2023 Thema abonnieren
 Von 
go648386-43
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Bewährungs wiederruf wegen neuer Straftat.

Hallo zusammen,

Ich hätte meine Bewährung zum 09.12.23 erfolgreich abgeschlossen.

Doch jetzt habe ich einen Brief bekommen wo drinnen steht das meine Bewährung wiederrufen wird da ich angeblich eine neue Straftat begangen haben soll.

In dem Brief steht genau drinnen "Ihnen wird vorgeworfen, in der Bewährungszeit eine neue vorsätzliche Straftat begangen und dadurch gezeigt zu haben, dass die Erwartung, die der Strafaussetzung zugrunde lag, sich nicht erfüllt hat. Auf die Anklage der Staatsanwaltschaft vom 11.10.23 (hier steht das Aktenzeichen) wird Bezug genommen.

Ich kann das überhaupt nicht verstehen, ich habe mir keine neue Schuld auf meiner Schulter geladen. Ich habe nicht Mal mehr einen Gedanken für Straftaten gehabt ich habe einfach mein Leben gelebt und das als eine neue Chance gesehen neu anzufangen.

Zu der erwähnten Anklage habe ich aber noch nie was bekommen das kommt mir komisch vor da man ja auch eine neue Anklage Schrift bekommen hätte müsste oder wie schaut es da aus?

Schon Mal vielen Dank im vorraus für eure Antworten.

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32681 Beiträge, 17209x hilfreich)

Dass Ihnen die Anklage noch nicht zugestellt wurde, heisst ja nicht, dass sie nicht existiert.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#2
 Von 
Nana71
Status:
Praktikant
(959 Beiträge, 102x hilfreich)

Zitat (von muemmel):
Dass Ihnen die Anklage noch nicht zugestellt wurde, heisst ja nicht, dass sie nicht existiert.


Rein interessehalber: Müsste vor einem Bewährungswiderruf nicht erst mal eine Verurteilung in der genannten Sache erfolgen?

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118491 Beiträge, 39579x hilfreich)

Zitat (von go648386-43):
Zu der erwähnten Anklage habe ich aber noch nie was bekommen das kommt mir komisch vor

Dann mal bei der zuständigen Staatsanwaltschaft nachfragen bzw. Akteneinsicht beantragen.



Zitat (von Nana71):
Müsste vor einem Bewährungswiderruf nicht erst mal eine Verurteilung in der genannten Sache erfolgen?

In Idealfalle.
Aber es kann schon ausreichend sein, das man sich nicht bewährt hat.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1350 Beiträge, 269x hilfreich)

Zitat (von Nana71):
Rein interessehalber: Müsste vor einem Bewährungswiderruf nicht erst mal eine Verurteilung in der genannten Sache erfolgen?
Nicht zwingend (s. OLG Hamm v. 01.04.2014 - 3 Ws 67 und 68/14).

Zitat (von go648386-43):
Doch jetzt habe ich einen Brief bekommen wo drinnen steht das meine Bewährung wiederrufen wird da ich angeblich eine neue Straftat begangen haben soll.
Nach den bisherigen Schilderungen träfen hier gleich zwei unglückliche, prozessuale Begebenheiten aufeinander: Zum einen, dass man von der neuerlichen Anklage überhaupt erst durch den beabsichtigten Widerruf erfuhr und zum anderen, dass man vor der Entscheidung nicht angehört wurde. Ich erachte - sofern man auf dem Weg dahin zudem nicht einmal vernommen werden sollte, die Gesamtschilderungen als entweder grob lückenhaft oder äußerst unwahrscheinlich.

Wie dem auch sei: Sollte einem tatsächlich der Widerrufsbeschluss vorliegen (unwahrscheinlich, aber die bisherigen Schilderungen geben nichts weiter her), so sollte man unverzüglich mit seinem Verteidiger in Kontakt treten, um in Betracht zu ziehen, fristgerecht (binnen einer Woche ab Zustellung) sofortige Beschwerde einzureichen.

Signatur:

Wahrheit ist Verhandlungssache.

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